Holy Veggie – holy shit!

Ebenso verblüffend wie unverschämt…

Menschen, die selbst zu keinerlei Verzicht bereit sind, verlangen von mir im Gegenzug die totale Askese:

Ich darf keine Lederschuhe, Ledertaschen etc. mehr haben.
Stimmt, ich denke darüber nach, vermeide Leder wo immer möglich. Ich liebe meine Kunstledertasche (kriege sogar Komplimente dafür von nicht-Veganern) und vielleicht werde ich wirklich in Zukunft nur noch andere Materialien bevorzugen.

Daunenjacken und Daunen-Bettwäsche kaufe ich übrigens schon lange nicht mehr.

Aber wie konsequent sind die Fleischesser selbst? Oder darf man ALLES, nur weil man Fleisch isst?? Das Motto lautet „Ich lass mir nicht vorschreiben, was auf meinem Teller liegt. Ich toleriere die Vegetarier ja auch, also kann ich im Gegenzug von ihnen dasselbe verlangen.“

Was bitte gibt es bei einem Veganer oder Vegetarier zu tolerieren? Das ist ein Tier der Spezie Mensch, das sich dazu entschieden hat, Leiden bei anderen Tieren zu verhindern, indem auf bestimmte Produkte verzichtet wird. Nochmals: Was gibt es da zu tolerieren? Umgekehrt sollen Vegetarier/Veganer bitte so tolerant sein und akzeptieren, dass ein Fleischesser millionenfaches Leid der Tiere in Kauf nimmt um der Gaumenfreude willen???

Veganer dürfen auch keinen Zucker:
Als ich mir neulich eine Holunderlimo beim Essen bestellte, triumphierte mein omnivorer Sitznachbar auf: „Weißt du eigentlich, wie viel Zucker da drin ist? Das ist auch nicht vegan! Da steht zwar „Bio“ drauf, aber das ist voller Zucker!“ Äh, ja, stimmt. Manchmal trinke ich sogar Alkohol! Und gern auch mal ein Glas zu viel.
Man will mir mit allen Mitteln beweisen, dass ich keine Heilige bin. Dabei ist das überhaupt nicht nötig.

Es gibt noch genug zu tun – auch in meinem Leben. Das weiß ich. Ich bemühe mich.

Eine Zahl zum Schluss: weltweit werden pro Sekunde (!) schätzungsweise 1000 Tiere für Nahrung getötet (Fische nicht mitgezählt). Und es werden immer mehr, da auch Länder, in denen Fleisch bisher nur eine marginale Rolle auf dem Speiseplan spielte, plötzlich den intensiven Fleischkonsum entdecken. Neuerdings macht man zum Beispiel in China seinen Wohlstand mit dem Fleischkonsum „westlicher Tiere“ sichtbar.

Katzen und Hunde würden die meisten Westeuropäer wohl nie essen… nein, wie eklig… sie sind uns als unsere geliebten Haustiere zu nahe. Ein Schwein oder ein Kalb ist etwas ganz Anderes…

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Den ganzen Beitrag mit Originaltext zum Thema „Vegetarier-Veganer-tot“ gibt’s hier zu lesen:

http://textpluswebdesign.de/blog/vegetarier-veganer-tot/

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7 Kommentare

  1. Die wenigsten Chinesen essen Hundefleisch! Blödes Vorurteil!! Wir „Fleischesser“ müssen tolerieren, dass uns Veganer bevormunden in dem, was wir essen und wie wir uns kleiden sollen. Nicht mit mir! Ich esse gerne Fleisch. Hundefleisch ist auch lecker. Die Welt wird nicht besser, wenn wir gar kein Fleisch mehr essen. Alles achtsam und nicht übermäßig, das sollte die Devise sein! Als Veganer sollte man auch mal darüber nachdenken, wie viele Käfer und Schnecken brutal dahingemordet werden, wenn man Salat auf dem Feld erntet. Auch Mäuse und andere kleine Säugetiere gehen bei der Ernte von Gemüse und Getreide drauf. Und selbst der Dalai Lama isst hin und wieder Fleisch, seiner Gesundheit zuliebe! Also, liebe Veganer, verschont uns Fleischesser!

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    • Danke für den Kommentar!
      Unglaublich: dass sich die Aussagen im Blog so schnell bewahrheiten, hätte ich nun wirklich nicht gedacht.
      Ich bevormunde niemanden. Jede/r entscheidet und verantwortet selbst.
      Was der Dalai Lama in deinem Kommentar zu suchen hat, ist mir unklar. Ich gehöre keiner Glaubensgemeinschaft an und richte mich nach keinem Guru.
      Zum Thema China und Hundefleisch: Die scheinheilige Empörung der westlichen Welt geht mir auch auf den Geist. Du bist wenigstens konsequent und isst anscheinend auch Hund. In China? Dann wäre es offenbar doch nicht sooo selten anzutreffen. Ob Hund oder Schwein, ist wirklich egal. Es sind empfindsame und intelligente Lebewesen. Und Hauptsache: lecker!

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    • Liebe Ulrike, so viel noch zu deiner Aussage, dass es ein „blödes Vorurteil“ sei, dass Chinesen traditionellerweise Hundefleisch essen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/protest-gegen-hundefleischfestival-in-yulin-guangxi-china-a-975843.html Zum Glück gibt es unterdessen auch in China schon viele Menschen, die sich gegen Tierquälerei (lebendes Häuten, verbrennen… s. Artikel im SPIEGEL) einsetzen und nicht wegschauen, wie dies offenbar etliche Touristen tun, die das zweifellos wunderschöne Land bereisen und die alte Kultur bewundern. Mir geht’s übrigens nicht um „China-Bashing“, gegen das du dich aussprichst, wie du auf deiner Seite erwähnst, sondern um Mitgefühl für die, die keine Stimme haben, egal in welchem Land. Es gibt überall genug zu tun. Und noch zu den Tieren im Boden, die beim Pflügen und Ernten umkommen: du weisst sicher auch, dass 50% der Getreideernte und 90% der Sojaernte für die Fleischproduktion gewonnen wird, oder?
      Ein Fleischesser muss an einem Vegetarier nichts tolerieren, denn der verzichtet einfach freiwillig auf etwas, was er nicht braucht, und verhindert damit u.a. Tierleid und Umweltbelastung. Umgekehrt ist die Sache etwas komplizierter… aber letztlich muss jede/r selbst fähig sein, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Und damit meine ich jetzt nicht, nach China zu reisen.

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