Warum vegan? 18/27: Du arme Sau!

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Kein Mensch möchte ein Schwein sein. Eine arme Sau schon gar nicht. Wir beschimpfen und bemitleiden mit der armen Sau Menschen, die Schlimmes tun oder aushalten. Wie ist es möglich, dass wir dabei die Namensgeberinnen als empfindsame Leidträger einfach ignorieren, millionenfach einsperren, sie zu Gebärmaschinen degradieren, ihre Jungen töten und essen???

Wöchentlich erreichen uns Meldungen über schreckliche Zustände in der Schweinemast. Ganz aktuell sogar in Ställen oberster Bauern-Chefs.

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2016/Massive-Tierschutzv-Problem-bei-Bauern-Chefs,tierschutz248.html

Klar, wer weiter Tiere essen will, will dies nicht sehen. Dafür gibt es sogar einen Fachbegriff: Kognitive Dissonanz. Die, die sich das genau angeschaut haben, wissen warum sie schon lange kein Fleisch mehr essen wollen.

http://www.zeit.de/kultur/2015-09/massentierhaltung-tierschutz-10nach8

Schweine sind klüger als ein 3-jähriges Kind und als Hunde.

Schweine hören auf ihren Namen.

Schweine können Videospiele mit dem Joystick spielen.

Schweine träumen ähnlich wie Menschen und lieben es, beim Schlafen zu kuscheln.

Hast du das gewusst?

Für mich mehr als genug Gründe, diese wunderbaren Tiere nicht zu essen. Sie sind soziale, empfindungsfähige Individuen. Wie du und ich. Und sie wollen keine arme Sau sein!

Noch mehr spannende Infos gibt es hier:

http://www.petazwei.de/11-fakten-ueber-schweine

Und wer den armen Säuen endlich auch ein Innenleben zugesteht, kommt um dieses wertvolle Buch fast nicht herum: Peter Wohlleben (nomen est omen 😉 hat ein Buch über „Das Seelenleben der Tiere“ geschrieben. Kein Kitsch, sondern das Ergebnis seriöser Forschung und langer Beobachtung.

http://www.zeit.de/2016/28/das-seelenleben-der-tiere-peter-wohlleben

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Warum vegan? 14/27 Was koche ich denn heute?

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Toll geschrieben! Scharfsinnig erörtert und deutlich formuliert die Publizistin und Philosophin Hilal Sezgin http://www.hilalsezgin.de die Tatsache, dass wir den nichtmenschlichen Tieren das Recht auf Leben absprechen, wie es uns grad auf den Teller passt.

Ist die Grenze, die wir zwischen «uns» und «ihnen» ziehen, selbstverständlich und absolut? Als nutzlos aus der Produktion ausgeschiedenes «Nutztier». (Bild: Daniel Ochoa de Olza / AP)

Wenn ich Tieren Rechte zugestehe, verliere ich ein paar wenige Zutaten beim Kochen. Das stimmt. Seit ich vegan lebe, habe ich aber viel mehr neue dazu gewonnen! 💓🐮🐶🐷🐔🐱🐟

Hier der ganze Artikel in der NZZ:

http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/ein-plaedoyer-fuer-tierrechte-wir-ignorieren-das-offensichtliche-ld.112559

Sogar Labormäuse haben mehr Schwein!

Ich bin grundsätzlich gegen Tierversuche. Ich empfinde es als verwerflich und arrogant, dass Menschen wehrlose und empfindungsfähige Lebewesen, egal welcher Tierart, zu ihrem eigenen Nutzen ausbeuten, nur weil sie es können. Und doch stelle ich mir die Frage:

Warum müssen Forscher für jede einzelne Labormaus nachweisen, dass ihr Tod „nützlich“ ist und der Bund subventioniert mit 6 Mio. Franken Steuergeldern den unnötigen Tod von Millionen Tieren?? Ich habe nur eine Erklärung: KOGNITIVE DISSONANZ!

Weiter unten kannst du die Petition unterschreiben!

Die Fleischproduktion erzeugt massive Treibhausgase und fördert durch Futtermittelimporte die Armut in den Ländern des Südens. Seit Jahren stagniert der Pro-Kopf-Konsum auf hohem Niveau, weshalb alleine in der Schweiz jährlich 62 Millionen Schweine, Rinder und Hühner getötet werden.

Trotzdem fördert der Bund den Fleischkonsum. Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, erhält für Werbe- und Marketingaktionen jährlich 6 Millionen an Steuergeldern.

Der Bund handelt widersprüchlich. Im November 2014 forderte die Eidgenössische Ernährungskommission eine Fleischreduktion. Wer viel Fleisch esse, habe ein 30 Prozent höheres Sterberisiko.

Die Tierrechtsorganisation tier-im-fokus.ch (TIF), die mitwirkenden Organisationen und die PetitionärInnen fordern Bundesrat und Parlament auf, die Fleischabsatzförderung aus ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Gründen zu streichen.

– See more at: http://www.tier-im-fokus.ch/petition_gegen_steuergelder_proviande/#sthash.veiRdtYd.dpuf

HALLELUJA – Weihnachten für alle?

Die Weihnachtsbotschaft heißt LIEBE, LIEBE und nochmals LIEBE…

Der Weihnachtsengel bringt Liebe

Der Weihnachtsengel bringt Liebe

Entspannen und geniessen gehört dazu!

Genuss muss sein: Cornelias Weihnachtslikör #vegan

Cornelias Weihnachtslikör #vegan

Ein Licht soll brennen für alle: Das Licht der Liebe?

Ein Lichtlein brennt für alle...

Ein Lichtlein brennt für alle…

Den Menschen wünschen wir den Frieden… und den anderen Tieren?

Muss das wirklich sein?

Muss das wirklich sein?

Die Weihnachtsbotschaft heißt LIEBE, LIEBE und nochmals LIEBE… für alle, oder?

Zwei Weihnachten... kognitive Dissonanz!

Zwei Weihnachten… kognitive Dissonanz!

Welche Weihnacht ist die wirkliche?

Ich wünsche allen fröhliche und friedliche Weihnachtstage!

Ich wünsche allen fröhliche und friedliche Weihnachtstage!

Was ist die Weihnachtsbotschaft für dich???

Wird uns das Lachen noch vergehn? (reload mit update)

Update 28.06.2014:
Die Erklärung für den Original-Titel „Euch wird das Lachen noch vergehn“ kommt in diesem Post erst gegen Ende des Textes, bei dem Eisbären-Cartoon. Das haben offenbar nicht alle durchgehalten und alleine schon wegen des Titels nicht weiter gelesen. Somit ist natürlich das Ziel verfehlt.
Mein liebster Kritiker hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass dieser Titel auf ihn belehrend wirke. Ich nehme konstruktive Kritik sehr ernst, denn ich kann daraus lernen. Den Titel habe ich nicht angepasst, um meinem Kritiker zu gefallen, sondern aus 2 Gründen:
1. Belehrend möchte ich nicht sein
2. Bei näherer Betrachtung – oder eher: jetzt aus der Distanz betrachtet – empfinde ich den Satz eher als Drohung. Und drohen möchte ich auch nicht.
Der folgende Text will nicht besser wissen, nicht belehren und nicht missionieren. Mit Esoterik habe ich nichts am Hut. Dies sind alles konkrete Kritikpunkte, die angebracht wurden und zweifellos weiter angebracht werden, wenn ich meine Meinung äussere. Deshalb habe ich diese einleitenden Zeilen geschrieben. Es ist meine persönliche Sicht der Dinge, meine Erfahrungen in Diskussionen und die Konsequenzen, die ich daraus ziehe.

Tierschützer haben nichts zu lachen. Sie werden täglich mit dem unendlichen Leid der Tiere konfrontiert und müssen aufpassen, dass sie nicht vor lauter Frust irgendwann nur noch deprimiert und ausgebrannt vor der Glotze hocken und mit Bier und Wurst die WM begrölen.
Oder nur noch wütend und daher unsachlich argumentieren. Ich finde meine Wut legitim und verständlich, da ich mich immer wieder mit der Gleichgültigkeit vieler Menschen dem Tierleid gegenüber abfinden muss.
Vegetarier haben noch weniger zu lachen.
Und Veganerinnen haben gar keinen Spass am Leben. Was essen die eigentlich noch?
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Heute schreibe ich zum ersten Mal auf diesem Blog in der „wir“- Form. Damit meine ich jetzt „uns“ Tierschützer. Oder meine ich „uns“ Vegetarier? Oder sogar „uns“ Veganer? Das weiss ich jetzt selber nicht so genau. Die Veganer lass ich mal beiseite, die sind extrem.
Zurück zu den Tierschützern.
Ist ein Tierschützer automatisch einer, der auf Fleisch verzichtet? Oder streichelt die rechte Hand den Hund, während die linke eine Gabel Fleisch von einem anderen Tier in den Mund schiebt?
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Das war jetzt ein typischer Vegetarier-Satz. Natürlich ohne Fleisch auf der Gabel. Denn die Fleischesser haben ja eh beide Hände voll mit dem Besteck zu tun.
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Ich lege mich mit dem „wir“ doch mal auf die extremen Veganerinnen fest, damit sich die Fleischesser unter den Lesenden nicht aus „den Anderen“ ausgeschlossen fühlen, die ja wohl auch viele Tierschützer beinhalten. Denn fast alle Fleischesser sagen, dass sie Tiere lieben und ihnen kein Leid zufügen wollen. Viele von ihnen haben sogar Haustiere.
Obwohl ich zugebe, dass es für mich einen leicht schizophrenen Ansatz hat, wenn die eine Hand den Hund streichelt und die andere das Schwein in den Mund schiebt. Gut, ich will nicht Haare mit dem Messer spalten. Interessant dazu ist aber der Begriff KOGNITIVE DISSONANZ. Warum reagieren Fleischesser oft so komisch den Vegetariern gegenüber? http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz

Ich esse seit 35 Jahren kein Fleisch mehr, weil ich die Schreie der Tiere im Schlachthof gehört habe. Mein Zimmerausblick zeigte mir jeden Montagmorgen die Schweine- oder Rinderhälften an den Haken.

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Bildquelle: wohlundtoll.com

Nein, ich hab’s nicht IM Schlachthof gesehen, sondern ausserhalb der Tötungshalle. Davon hab ich jetzt aber kein Bild. Ich war ja erst 6 oder 7 und hatte auch kein Smartphone. Damals durften die geschlachteten Tiere noch gezeigt werden, es hat sich kaum einer darüber aufgeregt.
Zum Glück fand meine Mutter, dass die Vitamine eh im Gemüse liegen.

So durfte ich das Fleisch auch mal liegen lassen. Irgendwann hab ich kapiert und wollte die toten Tiere gar nicht mehr essen. Bin ich deswegen extrem?
Wie ein Kind erklärt, warum es Fleisch essen als falsch erachtet, ist in diesem kurzen Film schön zu sehen:
https://www.google.ch/search?q=luiz+antonio+vegetarier&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&client=safari
Eine gewaltfreie Welt ist eine Idealvision. Dort Gewalt zu mindern und zu verhindern, wo ich Einfluss nehmen kann, will ich es auch tun. Gewaltfrei bedeutet für mich auch, dass keine Tiere für menschliche Gaumenfreuden getötet oder ausgebeutet werden.
Was tot auf dem Teller liegt, kann ja, zum Glück für die Tiere, auch nicht mehr gequält werden.
Mit Ausnahme von gewissen perversen Praktiken, bei denen das Hirn von noch lebenden Schafen oder Affen gegessen wird. Aber das geschieht nur in diesen unterentwickelten Ländern, wo sie eh alles essen, was sich bewegt. Affen, Hunde, Katzen und Meerschweinchen essen? Wäääh!! Hühner, Kühe, Kaninchen und Schweine, jaaa!

Anständig essen, Karen Duve

Anständig essen, Karen Duve

Tiere sollen lebend im Schlachthof ankommen. Verendete Tiere sind nämlich vom Verzehr ausgeschlossen. Das wird auch kontrolliert. Die Veterinärmedizin-Studentin im Praktikum stellt z.B. fest, wie viele Schweine schon während dem Transport zum Schlachthof an Kreislaufversagen oder Verdursten verendet sind. Dazu gibt es hier den Bericht einer deutschen Medizinstudentin zu lesen. Sie gab der Albert Schweitzer Stiftung nach ihrem obligatorischen Praktikum im Schlachthof ein Interview:

Interview zum Schlachthof-Praktikum

Fürs Töten der Tiere wird auch einer bezahlt, zwar meist schlecht und unter miserablen Arbeitsbedingungen. Der muss töten im Akkord – weshalb nach unterschiedlichen Schätzungen und Statistiken 2-10% der Schlachttiere nicht richtig betäubt sind und bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten werden. Immerhin sind also 90-98% der Tiere ordentlich betäubt. In welcher Kategorie das Schnitzel auf dem Teller war, ist nicht mehr eruierbar.
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Viele halten es irgendwann nicht mehr aus. Andere halten länger durch, sind oder werden Alkoholiker und behandeln dann die Tiere wie Dreck.
Anstatt hier den Bericht eines Schlachters zu verlinken, der von diesen Horrorszenarien berichtet, die dann eh die meisten als übertrieben abtun (siehe oben unter „kognitive Dissonanz“) hier der Bericht eines Metzgers, der aus ethischen Gründen Veganer geworden ist:
http://www.berliner-kurier.de/brandenburg/brandenburger-metzger-legt-sein-beil-nieder-gesinnungswechsel-bei-fleischer—jetzt-isst-er-nur-noch-vegan,7169130,16576984.html

Allein in der Schweiz werden täglich 150’000 Tiere geschlachtet. Das deckt den Fleischhunger nicht. Ein Viertel wird zusätzlich importiert.

Die ungeborenen Kälbchen sind jetzt aber noch nicht mitgezählt. Die sterben als Abfall, weil oft nicht bemerkt wird, dass geschlachtete Muttertiere trächtig sind. In der Schweiz ist das laut neusten Angaben in der Berufszeitung „Schweizer Bauer“ bei immerhin 6% der Kühe der Fall.

http://www.schweizerbauer.ch/tiere/milchvieh/6-prozent-der-schlachtkuehe-traechtig–16651.html
http://www.ndr.de/nachrichten/Leidvoll-Das-Schlachten-traechtiger-Kuehe,kaelber113.html

Das wären pro Jahr bei ca. 400’000 geschlachteten Kühen etwa 24’000 Föten, die ersticken und im Müll landen.

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Quelle: ndr.de Nachrichten

Oder vielleicht im Hundefutter? Oder etwa in einer Wurst? So genau wollen das die meisten eh nicht wissen. Also ich weiss es jedenfalls nicht. Ich esse das ja auch nicht. Also kann es mir egal sein. Ist es aber nicht.

Das ist der Punkt, der viele Fleischesserinnen stört und bisweilen aggressiv macht: Dass es „uns“ nicht egal ist, was auf dem Teller „der Anderen“ liegt. Ist doch ihre Sache, oder?

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Weltweit sind es 1000 Tiere pro Sekunde, die für Nahrung geschlachtet werden.
Täglich sterben bis zu 40’000 Kinder an den Folgen von Unterernährung.
Fleischproduktion hat den höchsten Anteil an Landbedarf und verursacht 60% des CO2-Ausstosses.
50% der Getreideernte und 90% der Sojaernte wird für die Fleischproduktion verwendet.
Das bedeutet, dass die Landwirtschaft mehr Nahrung vernichtet als dass sie produziert.
Ist es wirklich jeder Manns und jeder Frau Sache, ob und wie viel Fleisch er oder sie isst?

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https://nachhaltigkeit.unibas.ch/projekte/verpflegung/ernaehrung-und-klima/

Gestern Routine-Kontrolle beim Gynäkologen.
Er: Und, wie geht’s?
Ich: Sehr gut… ernähre mich ja auch gesund… (…) esse kein Fleisch…
Er: Das ist sehr gut. Fleisch ist gut für die Krebszellen… (…)
Mein Gynäkologe isst selber Fleisch. Und das hat er wirklich genauso gesagt.
http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/brustkrebs-rotes-fleisch-kann-risiko-erhoehen-a-974284.html
Diese Aussage darf also als neutral gewertet werden, was bei Tierschützern (oder Veganerinnen?) ja oft nicht der Fall ist, weil die immer gleich so emotional und missionarisch werden. („Vegansein ist sowas wie eine Ersatzreligion.“)
Es erscheint regelmässig in wissenschaftlichen Untersuchungen. Die Zusammenhänge von Volkskrankheiten und Fleischkonsum sind an sich bekannt. Sie werden weiter verdrängt und beschönigt. Also von den anderen, den Fleischessern. Gibt es übergewichtige Vegetarier oder Veganerinnen?

Tierschützer nerven. Sie posten blutige Bilder und erzählen von Grausamkeiten, die an gewisse dunkle Kapitel aus der Geschichte erinnern.
Deshalb werde ich jetzt über was anderes berichten.
Hast du als Baby die Milch von deiner Mutter getrunken?
Wenn ja, warum? Doofe Frage, oder? Genau, du hast deine Muttermilch getrunken.
Warum eigentlich nicht Milch von einem Hund oder einem Schwein oder einer Giraffe?
Hä??? Eeehm… also weil die Milch von der Giraffenmutter nur für die Giraffenbabys ist…?
Warum also sollten Menschen Kuhmilch trinken?
Eine ganzheitliche Sicht wäre hier wünschenswert und hilfreich fürs Verständnis.

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Für jeweils etwa 5000 Liter Kuhmilch wird ein Kalb neu geboren, das in den meisten Fällen sofort oder nach ein paar Stunden oder im besten Fall nach wenigen Wochen von der Mutter getrennt wird. Ist es männlich, ist es für die Milchproduktion überflüssig und landet nach wenigen Monaten beim Schlachter.
Wenn das Tier Pech hat, wird es vorher noch Stunden lang durch Europa gekarrt und muss noch lebend (wegen den EU-Subventionen) am Zielort abgeladen werden. Wenn das Leiden so kurz wäre wie in dem lustigen 6-Sekunden-Cartoon, wäre das ja noch was anderes…

Ist es ein weibliches Kalb, wird es wie seine Mutter in den Kreislauf der Milchproduktion eingeführt.

Immer wieder schauen mich Bekannte und Freunde mit grossen, fragenden Augen an, wenn ich sie mit dieser Tatsache konfrontiere und die einfache Frage stelle: „Warum gibt eine Kuh Milch?“.
Ich bekomme tatsächlich Antworten wie „weil es eine Milchkuh ist“ oder „ja, die Kuh gibt einfach Milch“.
Kühe geben nicht „einfach so“ ihre Milch.
Durch die Naturentfremdung der Menschen ist den meisten der Zusammenhang der Kuhmilch zu Schwangerschaft und Geburt nicht mehr präsent.
Kühe sind Säugetiere. Sie geben Muttermilch für ihre Kinder, die Kälber. Will der Mensch die Milch und das Kalbfleisch gewinnen, muss er also nicht nur die Kühe erst schwängern, sondern ihnen auch ihre Kinder wegnehmen. Auch die tollsten Biobauernhöfe müssen sich diesem Faktum des Lebens stellen.
Der folgende kurze Film hat mich vor etwa 3 Monaten veranlasst, künftig weitgehend auf Milchprodukte zu verzichten. Es ist darin zu sehen, wie ein Kalb von seiner Mutter getrennt wird. Da gibt es kein Blut, keine offensichtliche Gewalt, keine Brutalität. Es ist der ganz „normale“ alltägliche Ablauf in der Milchwirtschaft.
Eine Kuh hat übrigens eine natürliche Lebenserwartung von etwa 30 Jahren.

Die Mehrheit der Menschen in Asien hat bekanntlich eine Laktoseintoleranz.
http://de.wikipedia.org/wiki/Laktoseintoleranz
Was heisst das? Dass sich die Menschen in der westlichen Welt einfach an die Kuhmilch gewöhnt haben. Es ist eine relativ junge genetische Mutation. Ist es deswegen normal, nützlich und natürlich, weiterhin Kuhmilch zu trinken???

Veganer essen nicht mal Hühner, die sind also sogar gut zu Vögeln. Das ist doch was Gutes. Make Love, not War!
„Die Anderen“ finden „uns“ Veganer extrem. Ich finde vegan sein normal und Kuhmilch trinken extrem.
Was sich Veganer alles sagen lassen „müssen“, ist normalerweise extrem. Und das ist extrem normal.
Das Normalste ist die Frage: „Ja, was kannst du denn dann noch essen?“ Warum wollen das die Fleischesser eigentlich wissen?
Ich habe manchmal den Eindruck, sie erwarten die Antwort: „Na, nur noch Körner“, um sich zu vergewissern, dass Veganer exotische Spinner sind.
Wer das meint, kann mal ein veganes Kochbuch zur Hand nehmen. Zum Beispiel: La Veganista von Nicole Just
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Super lecker!
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Super hübsch!

Ein überzeugter Fleischesser, der sich nichts verbieten lassen will, konfrontierte kürzlich die Gruppe „Für die Schliessung aller Schlachthäuser im Kanton Bern“ (ja, diese Gruppe gibt es wirklich und sie organisiert eine Demo am 12.07.2014) mit der Kritik, sie sollten doch bitte zuerst mal im Ausland diese widerlichen Tierquäler bekämpfen.
Ich will niemandem etwas unterstellen, aber wenn Leute immer zuerst auf die Fehler der Ausländer schauen, kommt mir ein leiser Verdacht…

Mir wurde auch schon unterstellt, ich verzichte unter dem „Deckmantel des Tierschutzes“ auf tierliche Produkte, aber eigentlich ginge es mir nur um Selbstverwirklichung.

Wenn du als mir gewogene Leserin, als mir gewogener Leser, nun nach dieser Lektüre über deinen Tellerrand hinaus zu denken wagst, bin ich von Herzen glücklich über meine Selbstverwirklichung, weil auch sie auf dem Weg zu einer gewaltfreien Welt und weniger Leid einen kleinen Schritt beitragen kann.

Nun werde ich mal ne Zeit lang Blog-Pause machen und in meiner freien Zeit neue Rezepte ausprobieren…
Das vegane Tirami-su hat jedenfalls gestern seine Premiere mit Erfolg bestanden und wurde bis zum letzten Löffel ausgeputzt.
Und: Nein, niemand hat bemerkt, dass es vegan war…