Veganes Leben kann tödlich sein…

Dieser Erfahrungsbericht zweier Veganer könnte dein Leben und deine Meinung über vegane Ernährung wirklich verändern. Ich weiß, der Bericht ist ziemlich lang, weil ausführlich und informativ. Es lohnt sich, ihn zu Ende zu lesen. Wer sich nicht so für Details zum veganen Essen interessiert, kann in der Mitte ein paar Absätze überspringen, aber den Schluss sollte man nicht verpassen!

http://www.eatplantsdrinkbeer.com/readup/2015/11/12/our-vegan-diet-almost-killed-us

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Glaubst du noch an Märchen?

An der Nordseeküste... ©R.W. 2014

Oder bist du schon in der Realwelt angekommen?

Immer wenn im Gespräch mit Omnivoren das Thema Fleischessen auftaucht, bekomme ich zu hören: „Ich esse nicht übertrieben viel Fleisch“ oder „Ich esse nur ganz wenig Fleisch“ oder „Ich esse nur Fleisch vom Metzger, den ich kenne“ oder „Ich esse nur Fleisch aus artgerechter Haltung“ oder oder oder…

Was heißt denn das genau für die Aussagenden?

1. Für sie werden Tiere nicht übertrieben häufig getötet, sondern nur ganz wenig.

2. Die zerhackten Körperteile werden beim Metzger um die Ecke statt im Supermarkt in die Verkaufstheke gestellt.

3. Die Tiere hatten während ihres kurzen und meist trostlosen Lebens, das nach einem Bruchteil der zu erwartenden Lebenszeit von Menschen beendet wird, gemäß Gesetz mindestens an 90 Tagen Auslauf statt gar keinen (Kühe), oder sie hatten im Stall eine Gummimatte unter ihren Füßen statt nur Beton (Schweine) oder sie wurden ihrer Mutter erst nach 3 Monaten weggenommen statt schon einen Tag nach der Geburt (Kälber).

Interessant ist, dass der Fleischkonsum in der Schweiz aber gemäß Statistik gestiegen ist. Rund 56 Kilo pro Person und Jahr. Das sind immerhin etwa150g pro Tag. Also nicht übertrieben viel, oder? Ich verstehe das nicht so ganz. Entweder glauben die, die oben genannte Aussagen machen, an Märchen oder sie sagen nicht die Wahrheit. Ich möchte niemandem zu nahe treten. Aber auffallend ist es schon, dass die Fleischesser IMMER erklären, dass sie nur die „gute“ Sorte Fleisch essen.

Meine persönliche Vermutung erscheint mir nahe liegend. Irgendwo macht sich ein Gewissen bemerkbar, das sagt: Eigentlich weißt du schon, dass die Tiere nicht so schön leben und sterben, wie du es wahr haben möchtest. Aber wenn du ganz fest daran glaubst, ist es vielleicht auch ein bisschen wahr.

Es stimmt: Es war sehr schmerzhaft, die Augen zu öffnen. Die Bilder, die ich gesehen habe, sind unvergesslich eingebrannt. Sie haben dazu geführt, dass ich in der Realwelt angekommen bin, nicht mehr an Märchen glaube und für mich entsprechende Konsequenzen gezogen habe. Konkret heißt das bei mir: Seit über 30 Jahren esse ich kein Fleisch (bin neben einem Schlachthof aufgewachsen) und vor 16 Monaten habe ich mich für ein veganes Leben entschieden. Dies wird bisweilen als extrem bezeichnet.

Ich meine: Ja, das ist extrem – extrem konsequent.

Dass Tiere, wie wir Menschen, empfindungsfähige Wesen sind, ist eine offensichtliche Realität, die nach individuellem Belieben angepasst wird. Mein Hund: Ja, dem gestehe ich Angst, Freude und Schmerzen zu und den würde ich natürlich auch nicht essen. Warum soll ein Schwein, das nachweislich intelligenter ist, so völlig anders sein? Antwort: Es MUSS etwas Anderes sein, sonst könnte es ja nicht mit gutem Gewissen gegessen werden.

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Die Ignoranz und Gleichgültikeit vieler Menschen macht mich traurig. Ich weiß manchmal nicht, wie ich konstruktiv damit umgehen kann. Doch dann kommt mir wieder in den Sinn, dass alle diese Meschen noch gar nicht in der Realwelt angekommen sind. Die Nahrungsmittelindustrie mit ihrer Millionen-Werbung erhält den Glauben an die heile HEIDI-Welt perfekt aufrecht.

Der Knopf auf der Fernbedienung heißt „OFF“. (Immer öfter denke ich auch „F… OFF!) Es ist ein Risiko, den Fernseher auszuschalten und die Augen zu öffnen. Das Abnehmen der Scheuklappen blendet nicht nur. Es tut richtig weh. Denn Wissen kann nicht rückgängig gemacht werden.

Und in welcher Welt lebst du?

Katzen haben mehr Schwein

Heute habe ich diesen Leserbrief an unsere Regionalzeitung geschickt. Mal sehen, ob er abgedruckt wird…

Werte Redaktion
Ich möchte Ihnen zur Meldung vom Freitag, 31.10. zur Rettung von über 150 Katzen in New York folgenden Leserbrief senden:
VON KATZEN IN NEW YORK
Schlimm, wenn Katzen von Privatpersonen unter tierquälerischen Bedingungen gehalten werden und von der Polizei beschlagnahmt werden müssen. Entsetzen: die armen Katzen! Ich frage mich, was das Bieler Tagblatt motiviert, darüber zu berichten.
Wer aber spricht von der Intelligenz und Sensibilität der Schweine? Sie leben in unserer nächsten Umgebung, hier in der Schweiz. Meist im Dunkeln eingesperrt in riesige Ställe, die von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen werden wollen. Oft unter qualvollen Bedingungen, wie der Schweinereport der Tierrechtsorganisation TIF gezeigt hat. Ja, hier in unserer Schweiz. Schweine sind wie Hunde auch sehr sozial und verspielt. Eine halbe Million Schweine in der Schweiz verbringen ihre Lebenszeit ohne Einstreu. Ja, vom Tierschutzgesetz erlaubt. Die neugierigen Tiere sehen das Tageslicht genau einmal in ihrem Leben, nämlich an ihrem letzten Tag, wenn sie vom Schweinefleisch zum Menschenfleisch zu werden, um dann im Mund eines Menschen zerkaut zu werden. Da fragt man sich, warum kein empörtes Raunen durch die Menge geht. Aber eigentlich wissen wir es ja. Man wischt nicht gern vor der eigenen Tür…

Bild: tier-im-fokus.ch (TIF)

Bild: tier-im-fokus.ch (TIF)

Kannst du die Welt noch wie ein Kind sehen?

Der kleine Luiz Antonio gibt einfache Erklärungen, die jeden Erwachsenen beeindrucken…
Ich war sprachlos… und tief berührt.
Aber schaut selbst und überlegt mal, warum Ihr etwas esst und etwas anderes nicht… findet Ihr auch so klare und einleuchtende Argumente wie Luiz???