Kinder an die Macht und Eltern in die Schlachthöfe!

imageKinder mögen Fleisch kaum einfach so. Es wird ihnen angewöhnt, so wie es ihren Eltern bereits von den Grosseltern beigebracht wurde. Warum sagen Eltern ihren Kindern nicht die Wahrheit? Könnte das ein Hinweis darauf sein, dass das was wir tun, so schlimm ist, dass wir es den Kindern nicht zumuten?

Der kleine Luiz erklärt hier genau, warum er kein Fleisch essen will:

Oder das erschütterte kleine Mädchen, das realisiert, woher das Fleisch kommt:

http://www.interbeing.de/2017/08/07/kinder-an-die-macht-und-eltern-in-die-schlachthoefe/

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Tod durch Feigheit

Soeben habe ich auf Radio Vorarlberg den Podcast „Verantwortung“ von Prof. Dr. Claus Eurich gehört. Es folgt der Versuch einer Zusammenfassung.

Am Universum gemessen, ist es ein Wimpernschlag vor 12.

Wir leben in der Zeit, über die später unsere Enkel sagen können: Ihr habt alles gewusst. Ihr hattet im Jahr 2017 alle Zahlen. Warum habt Ihr nichts getan, um es zu verhindern? Warum habt Ihr einfach nur zugeschaut?? Was habt Ihr eigentlich die ganze Zeit gemacht??

Die 4 Kardinaltugenden nach Thomas von Aquin sind seit über 2000 Jahren bekannt:

TAPFERKEIT: Hinter das einmal Erkannte darfst du nie zurückfallen. Stehe für deine Einsicht ein, auch wenn es Widerstände gibt. Tapferkeit ist die Tugend, die zwischen Feigheit und Tollkühnheit liegt. Die beiden Letzteren bezahlen wir Menschen als Spezies mit grosser Wahrscheinlichkeit mit dem Leben.

KLUGHEIT: Ohne die Klugheit ist alles nichts. Das tiefe Verstehen dessen, was ist. Und weiche dem nicht aus. Ausweichen kann man auch „Knowledge-Action-Gap“ nennen“. Oder ist das schon Feigheit?

GERECHTIGKEIT: Was ist gerecht gegenüber dem Leben? Nicht nur dem menschlichen Leben gegenüber? Was ist gerecht gegenüber der Natur? Was können wir denn zurück geben, wenn wir permanent nur nehmen?

Angemessenes MASS: Verbrauche nie mehr als du wirklich zum Leben brauchst.

Immanuel Kants kategorischer Imperativ sei hier der Vollständigkeit und ganz einfach zur Zusammenfassung auch noch erwähnt: Handle immer so, dass alles was du tust, zugleich ein allgemeines Gesetz sein kann.

Wenn wir als Menschheit eine Chance haben wollen, können wir nicht auf die Politik warten.

Alles, was ich sehe, hat mir zu tun. Alles, was ich sehe, ist ein Teil von mir.

Alles was ich tue, hat Auswirkungen. Alles.

 

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Hier der ganze Podcast und Claus Eurichs Weblink:

http://vorarlberg.orf.at/radio/stories/2866507/

http://www.interbeing.de

Du sollst töten!

 

Isst du Fleisch? In der Metzgerei einkaufen ist einfach. Vakuumverpackte, unkenntlich gemachte Tierteile im Supermarkt noch einfacher. Aber was passiert mit dir, wenn du deinen Hasenbraten, das Pouletflügeli oder gar das Rindsfilet selber mit dem Bolzenschuss tötest?

Fotos: Blick am Abend

Die Redakteurin Silvia Tschui hatte den Mut, es auszuprobieren. Auf den Fotos fühlt sie sich sichtlich unwohl. Beim Todesschuss weinte sie. Warum tut sie sich das an? Hier ihr Bericht: einnehmend und herzzerreissend geschrieben, Chapeau! Dass einige wenige Veganer ihr den Tod wünschen, kann ich nicht verstehen. Es ist doch offensichtlich, dass dieser Augenzeugenbericht wieder etlichen Menschen die Augen und vor allem das Herz öffnen wird.

https://www.blickamabend.ch/news/unsere-redaktorin-hat-getoetet-sogar-veganer-haben-mir-gratuliert-id7237897.html

VEGAN LOVE BITES 12/99: WEGSCH(m)EISSEN – ist das vegan oder kann das weg?

Im aktuellen Magazin des Tages Anzeigers findet sich ein Artikel mit dem Titel „Wegschmeissen“, in dem es darum geht, sich von Konzepten zu verabschieden, da sich diese als falsch oder irreführend gezeigt haben. Sehr lesenswert auch für Nicht-Veganer 😉

Einen Abschnitt aus besagtem Artikel von Bruno S. Frey und David Iselin möchte ich hier zitieren, da er exakt die Ausgangslage der veganen Idee darlegt:

Menschen verharren in jenem Ideengehäuse, das sie kennen, und verlassen ihr Häuschen selten. Das hat auch damit zu tun, dass wir kognitiv mit den meisten aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen schlicht nicht mehr mitkommen;  wir flüchten uns in unsere gewohnte kognitive Heimat. 

Ins banal Alltägliche übersetzt heisst das dann zum Beispiel „das haben wir schon immer so gemacht“ (Fleisch essen), „das ist unmöglich“ (Veganer sind realitätsferne Spinner) oder „wer soll das bezahlen?“ (vegan leben ist zu teuer). Wer wissen WILL, dass alle drei genannten Aussagen nicht oder nicht mehr zutreffend sind, KANN sich informieren. Ich bin nicht Wissenschaftlerin, sondern nur eine Spinnerin, die sich seit über 3 Jahren vegan ernährt, bei den Routine-Kontrolle nebst bester Gesundheit top-Blutwerte hat und letztlich durch Umstellung auf vegan sämtliche Lebensbereiche in ein anderes Licht getaucht und die Prioritäten neu gesteckt hat. Du kommst gar nicht darum herum: wenn du aus echter Überzeugung vegan lebst, wirst du bescheidener, brauchst und kaufst weniger, gibst also weniger Geld aus und bist mit dem Leben insgesamt zufriedener. Mit Ausnahme von einem Punkt: Dein Wissen um das Leiden und Sterben der Tiere wird immer grösser und differenzierter.  Das kann eine Belastung sein und durchaus auch mal traurig und wütend machen.

Beispiel heute Mittag: eine Kollegin hat wie immer am Montag für sieben Kolleginnen zu Mittag gekocht. Es gab Gemüsewähe – mit Speckwürfelchen drin.  Sie wusste nicht, dass ich auch komme. Sonst hätte sie keinen Speck rein getan. Schön und nett, aber ich frage mich, ob denn wirklich in jedem verdammten Essen tote Tiere drin sein müssen. Als ich das Kuchenstück dankend ablehne, meint eine andere Kollegin: Oh, das kann ich verstehen. Ich war selber eine Zeit lang vegetarisch,  da konnte ich auch kein Fleisch essen. 

Ich check’s nicht: man hat Empathie für Tiere und isst sie deshalb nicht. Und plötzlich ist die Empathie weg oder wie?

Aber nochmal zurück zum Ideengehäuse vom Anfang. Das Häuschen zu verlassen ist  nicht leicht. Aller Anfang ist schwer.

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Ja, ich hatte Angst, dass ich es nicht schaffen würde. Dass es schwierig, teuer, kompliziert, aufwendig, ausgrenzend sein würde. Aber irgendwann gab es keinen echten Grund mehr, in dem alten Häuschen drin zu bleiben. Ich wollte raus, um eine neue Welt zu entdecken. Ich habe sie entdeckt. Eine emotional und kognitiv neue Welt. Eine der drei besten Entscheidungen in meinem Leben. Die vegane Welt. Ich möchte sie nicht mehr verlassen.