Wer gibt uns das Recht?

Auch auf dem Bieler Hausberg, dem Bözingenberg, mit der wunderbaren Aussicht auf den Bielersee, wurden die Kälbchen den Müttern weggenommen und werden mit Plastikzitzen betrogen.

Als ich da stand, kamen alle sechs und streckten ihre enthornten Köpfe, teils mit blutigen Wunden, raus.

image image

Bei einem konnte ich das Geburtsdatum auf der Ohrmarke lesen: 8.April, also bei meinem Besuch etwa 7 Wochen alt. Es heisst PAOLO.

PAOLO sog gierig an meiner Hand, wohl in der Hoffnung, da gebe es Muttermilch… Ich hätte PAOLO gern zu seiner Mutter gebracht, die auf der Weide nebenan graste…

image image

Wenigstens dürfen die 6 zusammen sein – das ist ein kleiner Trost.

Wir sind keine Kälber. Unsere Mütter sind keine Kühe. Wir brauchen keine Milch. Wir brauchen auch keinen Käse. Das einzige Argument kann sein: „Es schmeckt“. Legitimiert aber dies wirklich die meist leidvollen Umstände, wie mit Kühen und ihren Kälbern umgegangen wird? Wer gibt uns das Recht, Tausenden und Millionen Tiermüttern ihre Babys wegzunehmen, um an etwas zu kommen, das uns nicht gehört und das wir gar nicht brauchen? Ich koche und backe alles, worauf ich Lust habe, auch ohne Tiermilch: Tiramisu, LATTE Macchiato, cremige Suppen, um nur drei meiner Faoriten zu nennen. Es geht ums Ausprobieren und festgefahrene Vorstellungen und Vorurteile gegenüber pflanzlicher Milch abzubauen. Ganz abgesehen davon, dass sie weniger Ressourcen verbrauchen und somit die Umwelt weniger belasten.

image image image

Die Milch gehört dem Kalb. Das Kalb wird in den meisten Fällen kurz nach der Geburt von der Mutter entfernt, damit sie mehr Milch gibt. Wenn das Kalb bei der Mutter bleibt, produziert diese nämlich nur so viel Milch, wie sie für das Kalb braucht. Halt einfach von Natur aus, wie es normalerweise auch bei Menschenmüttern ist.

PAOLO ist keine Ware, kein Kalbschnitzel. Er hat ein Recht auf seine Muttermilch. PAOLO ist ein Individuum, ein fühlendes Lebewesen.

Advertisements

Latte Macchiato

Nachdem ich zu meinem letzten Beitrag kein Foto von dem veganen Raclette hatte, ist mir heute dafür ein umso schöneres Foto von einem anderen Lieblingsteil gelungen, dem Latte Macchiato.

Mein Latte Macchiato #vegan 💓🐮

Mein Latte Macchiato #vegan 💓🐮

Als ich beschloss, mich vegan zu ernähren, war das eine Entscheidung aus Überzeugung, aus ethischer Sicht, dass alle Tiere dasselbe Recht auf Leben haben und dass ich keine Teile oder Bestandteile von lebenden oder toten Tieren mehr essen will. Mein Kopf hatte dazu ja gesagt, ohne Wenn und Aber.

Mein Magen hatte jedoch seine Zweifel: was wird denn aus deinem morgendlichen Kaffee im Bett? Was ist mit deinen heiss geliebten Jogurts und Käse? Also ich hatte ehrlicherweise schon etwas Schiss, dass ich es mit Kaffee und Käse irgendwie nicht schaffen würde und dann nach einiger Zeit einsehen müsste, dass vegane Ernährung keinen Spass macht.

Jedes Mal, wenn ich so einen wunderbar schaumigen Macchiato auf den Tisch stelle, freue ich mich darüber. Es ist etwas Besonderes.

Wer überlegt sich schon, woher die Milch in seinem Kaffee kommt? Meine Freude ist, dass sie nicht von einer Kuh kommen muss und es trotzdem super lecker schmeckt! Und schön sieht es auch aus, oder?

Der wahre Preis für Milch…

MILCH TRINKEN IST OK!

Eigentlich ist es ganz einfach... oder bist du ein Kalb?

Eigentlich ist es ganz einfach… oder bist du ein Kalb?

Nachdem ich dies gestern wieder gehört habe, nota bene von sympathischen Menschen, die sich selbst explizit als gesellschaftskritisch bezeichnen, MUSS ich es hier wieder mal posten und aussprechen: Millionen Bullenkälber sind jedes Jahr einfach nur wertloser Abfall aus der Milchindustrie! Die heile Welt der Milch direkt von der Kuh auf der Weide trifft auf über 90% aller Milchkühe in der Schweiz NICHT zu: ein grosser Teil lebt sogar in nach wie vor erlaubter Anbindehaltung im Stall, und dies an 270 Tagen im Jahr.

BITTE den Artikel aus dem aktuellen m SPIEGEL LESEN und sich ein Bild machen vom Los der Kälber – und der Mutterkühe!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/tierhaltung-die-milchindustrie-entsorgt-maennliche-kaelber-a-1029612.html