Ich liebe Tiere

Heute an der Kasse im MIGROS. Dort arbeitet eine ehemalige Klassenkameradin. Ich packe die neue vegane Bratwurst aufs Förderband.

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Ich: Bin sehr gespannt, wie die schmeckt…

Sie: Also ich hab halt schon gerne ab und zu eine richtige Wurst oder ein richtiges Stück Fleisch…

Ich: Das ist auch eine richtige Wurst. Bei einigen schmeckt man echt keinen Unterschied… Ich sehe nicht ein, warum ich die Wurst nehmen soll, für die ein Tier sterben musste… Ich hab Tiere gern…

Sie: Ich hab Fleisch gern und Tiere gern…

Ich: Ist das kein Widerspruch?

Sie: … ??. … denk denk denk…

Auch Schwängern will gelernt sein

 

Kühe jedes Jahr zwangsschwängern ist absolut normal. Denn nur so ist gewährleistet, dass sie auch Milch geben. Nein, das tun Kühe nicht, weil sie Gras fressen. Sondern, weil sie wie wir Menschen Säugetiere sind und für Ihr Baby Milch produzieren. Diese Milch wollen aber die Menschen trinken. Auch das ist völlig normal. Eine artfremde Milch zu trinken, ist jedoch nur bei Menschen normal. Es gibt keine andere Spezies, die das tut.

Was nicht normal ist, man könnte gar sagen, extrem, sind vegan lebende Menschen, die nicht wollen, dass den Kuhmüttern kurz nach der Geburt die Kälbchen weggenommen werden. Weil die ja sonst die Milch trinken würden. Diese wird aber eben für nicht vegan lebende Menschen im Supermarkt verkauft, z.B. unter dem Namen „Wiesenmilch“, „Heumilch“, „von glücklichen Kühen“…

Um sicher zu sein, dass eine Kuh auch wirklich schwanger wird, wird sie zwangsgeschwängert. Das ist nicht so einfach, aber man(n!) kann ja bekanntlich fast alles lernen. Ja, auch das. Mit diesem Simulator.

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Nein, von den Tausenden trächtigen Kühen, die jedes Jahr geschlachtet werden und in deren Bauch das ungeborene Kalb erstickt, reden wir jetzt hier nicht. Auch das ist halt völlig normal, weil es anscheinend einfach nicht immer kontrolliert werden kann, ob eine Kuh nun wirklich schwanger ist.

Aber Veganerinnen sind irgendwie komisch…

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Keiner hält dir die Pistole an den Kopf…

Ziegen- und Schafkäse: Abfallprodukt Tierkinder

Man MUSS nicht das Richtige tun. Man hat immer die Möglichkeit, egoistisch, kurzsichtig, böse oder dumm zu sein.

Das Richtige muss man nicht tun. Es geschieht einfach. Man WILL es tun.

Männer wollen nicht kastrieren lernen

C19A2808-8CD5-4EA3-BEEC-2F8DCD263B1BFoto: Der Bund

Ein männliches Schaf kastrieren darf in der Schweiz nur noch, wer weiss wie’s geht. Weil viele Schafhalter den Kurs nicht besuchen wollen, schwängern die Böcke auf den Weiden munter weiter die Schafe.

Studien und Zahlen aus Deutschland (jedes 5. Schaf kam trächtig zum Schlachter) lassen vermuten, dass Zehntausende ungeborene Lämmer pro Jahr auch in der Schweiz im Schlacht-Abfallkübel landen, bevor sie den ersten Atemzug gemacht haben.

Das Bundesamt sieht sich nicht in der Pflicht, etwas zu unternehmen. Dazu fehle die gesetzliche Grundlage. Trächtige Tiere zu schlachten, ist in der Schweiz erlaubt.

Tierhalter werden nicht wie in Deutschland gebüsst. Dies sei auch nicht nötig, findet Proviande-Direktor Heinrich Bucher und appelliert an den Schafzüchterverband.  Bei den Rindern habe es der Branchenverband auch geschafft, die Situation zu „verbessern“: Gemäss einer internen, nicht publizierten Studie von Proviande wurden nur noch 2300 und nicht mehr 15000 trächtige Rinder geschlachtet wie in den Jahren zuvor.

Wer ist jetzt hier das schwarze Schaf?

Hier geht‘s zum Artikel vom 17.02.2019 aus der Sonntagszeitung:

https://goo.gl/FtZoyp

Vor dem Schlachten noch auf den Pausenhof

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Bevor sie geschlachtet werden, dürfen die Rinder jetzt ihre letzte Nacht im Pausenhof verbringen statt im Transporter ohne Futter und Wasser, damit die in der Schweiz maximal zulässige Transportzeit von 8 Stunden nicht überschritten wird. Super, oder?

Wie heisst es so schön:

Das Schlechte vermindern ist nicht dasselbe wie das Gute vermehren.

http://www.srf.ch/medien/news/kassensturz-strapazen-vor-dem-schlachten-viehtransporte-dauern-oft-zu-lang/

https://www.srf.ch/news/schweiz/strapazen-vor-dem-schlachten-rinder-ueber-20-stunden-im-transporter-eingesperrt

MIGROS schneidet sich ins eigene Fleisch

Manchmal haben Lügen wirklich kurze Beine oder die Wahrheit hat den längeren Atem.

JEEEEEEE!

Ich freu mich grad sehr: Die Beschwerde der Schlachtfabrik der MIGROS zur Sendung 10vor10 vom Januar 2018 wurde abgelehnt, mit der Begründung, dass die schlimmen Zustände nur durch verdeckte Aufnahmen an die Öffentlichkeit gelangen konnten.

Genau: Die MIGROS könnte ja eigentlich auch selber ab und zu in ihren Ställen die toten Küken filmen und die Konsumenten fragen, ob sie das OK finden… 😂 😢

https://www.srf.ch/play/tv/10vor10/video/fokus-der-tod-ist-teil-des-geschaefts?id=9ee35e44-cc8a-4193-a3c5-5b306ce6a400&station=69e8ac16-4327-4af4-b873-fd5cd6e895a7

 

https://www.srgd.ch/de/aktuelles/news/2018/05/08/keine-manipulation-beim-huhnerbericht/?utm_medium=email&utm_campaign=NL%20192018&utm_content=NL%20192018+CID_485943bc78a31cebfbd605dc261ec47b&utm_source=NLartikel&utm_term=Hennen%20in%20einer%20BTS-Mastanlage%20Videostill%20aus%20dem%2010vor10-Beitrag%20Der%20Tod%20ist%20Teil%20des%20Geschfts

Tausche: 6 Kirschbäume und 1 Blumenwiese gegen 700 Schweine

Die maximal erlaubte Grösse eines Schweinemastbetriebs in der Schweiz wird mit diesem Neubau erreicht: von den bereits vorhandenen 800 wird der Bestand erhöht auf 1500 Tiere. Lebewesen, die mindestens so klug sind wie Hunde, auf ihren Namen hören und Freundschaften schliessen. Hier geht es jedoch klar um möglichst effiziente und rasche Umwandlung von fühlenden Wesen in Fleischstücke: Die von extern angelieferten Ferkel nehmen in den rund 100 Tagen in der Tierfabrik pro Tag rund 1kg zu, bis sie das Schlachtgewicht von 110kg erreicht haben.

Unglaublich, aber wahr: „Als ökologische Ausgleichsmassnahme werden (…) sechs Kirschbäume gepflanzt und eine Blumenwiese angesät.“

Das Ganze ist Naturafarm-konform und so kann das Fleisch an COOP und diejenigen verkauft werden, die oft und  gerne sagen: „Ich kaufe nur vom Metzger oder Bio, wenn ich weiss, die Tiere hatten es gut…“

Wie gut sie es haben, kann gerne hier nachgelesen werden:

Klicke, um auf rl_cnf_porc_d.pdf zuzugreifen

Der Bericht zur neuen Tierfabrik in der Aargauer Zeitung ist hier:

https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/wyna-suhre/fuer-2-millionen-franken-entsteht-hier-eine-moderne-tierfabrik-fuer-700-schweine-131826504D1B390DB-879F-4223-884E-CE39739A8420