Überraschung: Bolognese!

Gibt es wirklich noch Leute, die das nicht kennen? Und ob: Gestern Abend den Tisch voller Gäste, die das noch nie gegessen hatten! Präzisierung für alle, die keine Ahnung haben, wovon ich gerade rede: vegane Spagetti Bolognese.

Jan zum Beispiel findet wie ich grundsätzlich auch, dass es unnötig ist, Lebewesen zu töten fürs Essen und war glücklich, als ich ihm noch ein Glas von der Bolognese-Sauce für seine Freundin mitgeben konnte. 😊 Die Soja-Schnetzel von ALNATURA (erhältlich in größeren MIGROS-Filialen) für die Sauce kosten pro Packung CHF 2.10 und das reicht locker für 4-6 Portionen – von wegen vegane Ernährung ist teuer…

Dass es überhaupt Rest von der Sauce gab, war übrigens nur darauf zurück zu führen, dass es vor den Spagetti schon 3 Gänge gegeben hatte: Tomaten-Oliven-Brot und marinierte Veta-Würfel, Karotten-Kokos-Suppe und Gemüse-Pilz-Strudel. Zum Dessert gab’s Orangen-Zimt-Tiramisu und die unten abgebildeten wunderbaren Birnen-Mandel-Törtchen.

Natürlich alles vegan, also gewaltfrei 💓🐮🐷

Wer die Bolognese und noch vier andere sehr einfache und sehr leckere vegane Basic-Rezepte ausprobieren möchte, findet sie in diesem Link:

http://www.sueddeutsche.de/stil/rezepte-von-attila-hildmann-fuenf-vegane-gerichte-die-jedem-gelingen-1.2699518

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Darf ich bitte vegan sein?

Ich bin Veganerin, aber im Geheimen! Seit ich versuche vegan zu leben, passieren nämlich merkwürdige Dinge: Menschen, die ich kaum oder gar nicht kenne, machen sich Sorgen um mein Blutbild, meine Eisenwerte, meine Eiweißaufnahme und meinen Vitaminstatus.
Von einem 100 Kilo schweren Bluthochdruckpatienten wurde mir nach seinem 6. Glas Rotwein schwitzend prophezeit, dass ich das Jahr 2015 nicht mehr erleben werde, wenn ich SO, er sagte „veganesisch“, weitermache. Vegetarisch ginge ja so gerade noch, aber veganesisch, das sei Selbstmord! Prost!

Darf ich bitte vegan sein?

Dabei fühle ich mich so gut! Ich habe Energie für zwei, viel mehr Spaß an Sport, es geht mir super! Darf ich das nicht? „Der große Mettkampf“ bei „Britt“, „Warum Fleischesser Veganer anfeinden“ in der SZ, „Fleisch gehört dazu“ in der taz – warum macht sich die ganze Welt plötzlich solche Sorgen um uns Veggies?
Je mehr vegan zum Trend wird – sexy Attila Hildmann sei Dank, auch wenn er es offensichtlich vor allem fürs Geld und nicht für die Tiere macht – er hat einfach vielen ganz grundsätzlich gezeigt: ES GEHT AUCH OHNE FLEISCH! – Attila: vorher-nachher
(JA: das ist derselbe Mann als Fleischesser und als Veganer!!)
desto mehr rasten eingeschworene Fleischesser aus.
Warum? Ich habe nur zwei schlappe Erklärungen:
Ausbruch aus der kollektiven Schuld?
Okay, ich sabbere noch leicht, wenn ich im Supermarkt am Vanillequark oder griechischem Jogurt vorbeigehe. Aber nichts schmeckt so lecker wie das Gefühl, weniger Tierleid zu verursachen. Nehmen mir Nicht-Veganer das übel? Dass ich nicht mehr mitmache? Tragen sie jetzt mehr Schuld, weil ich weniger trage?
Schlechtes Gewissen?
Tierschützer sind nervig. Überall posten sie dieses Zeug: blutige Schlachthofbilder, traurige Kälbchen, unschöne Szenen aus der Massentierhaltung. Das geht nicht spurlos am User vorbei. Das Gewissen meldet sich. Man verteidigt sich. Mehr oder weniger aggressiv. Mehr oder weniger logisch.

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Dieser Text ist leider nicht von mir. Er ist in seiner ganzen Länge zu finden auf:

http://textpluswebdesign.de/blog/vegetarier-veganer-tot/