Wie werde ich Veganerin?

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VEGAN LOVE BITES 7/99: Milchdrüsen-Sekret… äh… was??

WAS IST MILCH? Äh… also biologisch gesehen ist es so: es ist das Milchdrüsen-Sekret, das eine Mutter für Ihr Säugetier-Baby produziert, um ihm reichhaltige, wachstumsfördernde Babynahrung zu verschaffen. Das ist natürlich sehr praktisch, denn die Mutter muss das Baby nicht mal alleine lassen, da sie diese wertvolle Nahrung ja gleich bei sich hat und ihr Kind versorgen kann, ohne jagen zu gehen. Das tut eine Kuh 🐮 ja sowieso nicht, weil sie sich auch als Erwachsener ausschliesslich herbivor ernährt. Am besten mit frischem Gras und Heu.

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WOHER KOMMT MILCH? Nein, nicht aus dem Supermarkt. Lese bitte den ersten Abschnitt nochmal.

WARUM GIBT EINE KUH MILCH? Äh… wie bitte? „Weil sie Gras frisst.“ (Gängige Antwort von nicht wenigen Erwachsenen, die aus purer bequemer Gewohnheit immer noch gerne Kuhmilch trinken und selber nicht genau wissen, was sie da eigentlich trinken.) Lese bitte den ersten Abschnitt nochmal. Oder hier: „Milch“ ist allgemein der Name für eine Nährflüssigkeit, die bei Säugetieren (Mammalia) von weiblichen Individuen nach einer Schwangerschaft durch Drüsen der Milchleisten über Mamillen bzw. Zitzen an Brüsten (Mammae) oder Eutern dem saugenden Nachwuchs (Säugling) als (zunächst einziges) Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt wird.“ (Quelle: Wikipedia)

WARUM WERDEN FRAUEN BELÄCHELT, DIE IHRE BABYS LANGE STILLEN? Diese Frage kann ich nicht beantworten. Mir fällt dazu nur ein, dass es absurd, unnötig und unnatürlich ist, wenn erwachsene Menschen Babynahrung konsumieren. Dazu noch von einer anderen Tierart. Ja, wir sind auch Tiere. Säugetiere.

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WAS ALSO IST KUH-MILCH? Genau, Babynahrung für Kuhbabies.

UND WIE IN ALLER WELT MACHE ICH MIR MEINEN LATTE MACCHIATO ODER CAPPUCCINO? Genau, mit einer der unzähligen Pflanzenmilch-Sorten! Meine Favoriten: Reis-Mandelmilch, Haselnussmilch oder Hafermilch von Karma, COOP.

Bevor ich begonnen habe, mich vegan zu ernähren, hatte genau diese Frage bei mir die absolut unbegründete Befürchtung ausgelöst, dass ich meinen morgendlichen Kaffee-im-Bett nicht mehr geniessen können würde… Ha, wie überflüssig meine Angst war! Dass auch Pflanzenmilch (vor allem Soja und Hafer) wunderbar geschäumt werden kann, ist hier zu sehen:

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UND WIE BACKST DU KUCHEN UND TORTEN OHNE BUTTER? Das ist eine andere Frage! Die wird im nächsten Beitrag beantwortet… 😋🍰

 

VEGAN LOVE BITES 5/99: Kein Bullshit – Hupf mal anders!

Heute ist ein Glückstag für alle, die sehnsüchtig auf das Rezept von diesem salzigen Gugelhopf warten, den ich fürs HIGH TEA-Kochtreffen Ende Dezember gebacken habe!

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Ursprünglich ist dieser Apéro-Gugelhopf inspiriert von einem Rezept aus der COOP-Zeitung. Ich habe ihn einfach veganisiert und er stösst allerseits auf grosse Begeisterung. Konkret heisst das, dass ich nur die Fleischwürfel mit Oliven ersetze und Reismilch statt Kuhmilch verwende. Ah nein, etwas habe ich vergessen: ich verwende Prosecco statt Weisswein, weil die Kohlensäure das Ganze noch viel luftiger macht! Wer etwas übertreiben will, kann es auch mit Champagner machen, schmeckt natürlich auch wunderbar!

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Gestern habe ich in einem veganen Forum – offensichtlich von einem Troll – gelesen: „Mir schmecken vegane Kuchen nicht. Ich mag einfach keine Kuchen, in denen keine Eier und keine Butter drin sind. Das müsst Ihr (Veganer) so hinnehmen und akzeptieren…“

Das ist Schubladen-Denken, pure Provokation voller Vorurteile, Engstirnigkeit, Bequemlichkeit oder Ignoranz, um nicht zu sagen „Bullshit“. Ich habe in den vergangenen Monaten mit Vleischkräpfchen über Baiser, Schoko-Mousse, verschiedenste Torten 🍰, eben diesen Gugelhopf, falschen Eiersalat und vieles mehr immer wieder auch sehr kritische Leute überzeugt, dass veganes Essen total lecker ist. Wenn es nicht schmeckt, ist es schlecht gekocht. So einfach ist das. Punkt.

Viel Spass beim Nachbacken und lässt es euch schmecken! Der Gugel ist jeweils in kürzester Zeit weggehupft… 😉

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VEGAN LOVE BITES 3/99: krass!

Es ist ein Wunder geschehen! Es ist absolut fantastisch und ich bin ein bisschen stolz, dass ich dieses Wunder nun auch auslösen kann… Aber der Reihe nach…

Die Vorstellung, vegan zu essen, ruft bei mir heute andere Bilder und Assoziationen hervor als vor 3 Jahren, als ich beschlossen hatte, meinen Wahrnehmungszustand zu erweitern. Meine grösste Sorge war damals, dass ich meinen geliebten morgendlichen Latte Macchiato nicht mehr trinken könnte, weil da ja Milch drin ist. Dass es mehrere Dutzend Sorten Pflanzenmilch gibt, von denen mittlerweile wechselweise Mandel-, Reis-, Hafer-, Soja- oder Haselnussmilch mein Favorit ist, wusste ich vor 3 Jahren noch nicht. Heute ist es total normal und beim Einkaufen und Zubereiten mit Null Mehraufwand verbunden, einfach einen veganen LATTE MACCHIATO zu trinken.

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Später kamen Spagetti Volognese, Tiramisu, Pizza, Zopf, pflanzlicher Käse, Cake, Kuchen, Torten, Lasagne, Rührtofu u.v.a. mehr dazu. Es blieb für mich vor allem ein Produkt übrig, von dem ich bis vor kurzem überzeugt war, dass es unmöglich ist, dass es vegan gelingt, also gut aussieht und gut schmeckt: die Meringue – oder für die nicht schweizerischen 🇨🇭 Lesenden hier Baiser. Ich war überzeugt, dass ein paar extreme Veganer in ihrem radikalen Eifer Filme über youtube verbreiten, in denen suggeriert wird, dass es möglich ist, Baiser ohne Zugabe von Hühner-Eiweiss herzustellen, um zu vertuschen, dass man als Veganerin eben doch auf so vieles verzichten muss. Ich hab zweimal versucht, es nachzumachen und das Resultat war ein totaler Flop. Ich war mir danach absolut sicher, dass das einfach nicht geht. Punkt. Finde dich damit ab.

Nun habe ich vor 2 Wochen diesen wunderbaren Backkurs zum Thema Aquafaba (Kichererbsenwasser) bei Ursi Lüthy besucht.

http://www.backenmitursi.ch

Das alles haben wir da in nur 4 Stunden gelernt, gemacht und auch gegessen (numnumnum…!): Vacherin Meringue Glacé, Schoggimousse, Beerenmousse, Schokoküsse, Japonais und…

… ja, du hast das auf dem letzten Foto richtig gesehen: das sind Meringues! Und die sind wirklich unglaublich einfach zu machen.

Und jetzt frage ich mich Folgendes: Warum ändern die meisten Menschen ihre Ess-Gewohnheiten zu Gunsten der Tiere und der Umwelt auch dann nicht, wenn es ganz einfach umsetzbar wäre? Ich meine, wenn du rennen willst wie Usain Bolt, Fussball spielen wie Lionel Messi oder Klavier spielen wie Hélène Grimaud, dann kannst du dich noch so anstrengen und abmühen, du wirst deren Level mit grösster Wahrscheinlichkeit zu Lebzeiten nicht erreichen. Heulst du deswegen rum? Würdest du dich rechtfertigen wollen, warum du nicht so gut bist wie diese Ausnahmetalente? Nein. Du findest dich ganz einfach damit ab,  dass sie besser sind als du.

Aber wie ist es nun mit einer Veganerin in deiner Gegenwart, die dir vermittelt, dass sie dir ethisch überlegen ist, weil sie mit ihrer Ernährung mehr gegen das Leid der Tiere und mehr für die Umwelt tut als du, dass sie also in einem bestimmten Bereich besser ist als du? Du verteidigst dein Verhalten, dein Unvermögen, es ihr gleich zu tun. Du wirst wahlweise aggressiv gegen diese Person oder versuchst, sie schlecht oder lächerlich zu machen. Oder du zeigst immerhin Wertschätzung und sagst,  dass du das toll findest, du das aber selber unmöglich könntest. Warum eigentlich nicht? Du hättest genauso wie sie die Möglichkeit und zweifellos auch die Fähigkeit, es ihr gleich zu tun. Du müsstest nur wollen.

Es ist nun mal einfacher, von etwas zu träumen, das man unmöglich umsetzen kann, als etwas umzusetzen, das man tatsächlich könnte, wenn man nur bereit wäre, eine kleine Anstrengung zu unternehmen, nämlich eine Gewohnheit zu ändern.

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Und so werden weiterhin jährlich über 60 Millionen leidensfähige Tiere in der Schweiz geschlachtet, damit Fleischesser an ihrer Gewohnheit festhalten können, „nur ganz selten Fleisch zu essen und wenn, dann nur BIO und von guter Qualität“. Und das Klima geht den Bach runter, die Ressourcen werden weiter verschwendet, indem etwa für die Produktion von 1kg Rindfleisch nahezu 20’000 Liter Wasser verbraucht werden etc. bla bla bla… Wenn du deine Gewohnheiten nicht ändern willst, dann interessiert dich das eh alles nicht. Hauptsache, du kannst kochen und essen wie bisher.

Ach ja, das Schokoladen-Mousse aus dem Backkurs mit Ursi Lüthy schmeckt schlicht fantastisch, hat nur 3 Zutaten und ist in 15 Minuten gezaubert. Ich hab’s hier auf Blätterteigböden verteilt und mit frischen Mangoschnitzen garniert… himmlisch!

Optionen, die ich auch mag: Sojarahm statt Aquafaba und 1 EL Cognac oder Whisky unterrühren… 😋

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VEGAN LOVE BITES 2/99: weibliche Vleischkräpfchen

Frauen und Fleisch.Ein Thema für sich. Ein Thema mit verschiedenen Bedeutungsebenen und entsprechenden, hier ungeordneten Gedanken, die mir dazu einfallen:

Fleischeslust wird meist mit Sex in Verbindung gebracht.

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach – hat der Komiker Hagen Rether jetzt umbenannt in Das Fleisch ist billig, aber der Geist ist wach. Das ist zwar nichts für zart besaitete Seelen, aber gnadenloser Denkanstoss gegen das Zwangskorsett aus Prüderie und Heuchelei des Entsetzens: http://www.last.fm/de/music/Hagen+Rether/_/Mettigel

Das Tier im Mann ist allen ein Begriff. Warum die Frau nicht? Dazu hab ich einen tollen Film gesehen und schreibe ein andermal darüber…

Nur 19% der vegan lebenden Menschen in Deutschland sind Männer. Warum so wenige? Darüber habe ich viel nachgedacht und schreibe auch ein andermal dazu…

Fleisch bedeutet für mich erst mal tote Tiere. Ich bin eine Frau. Mir tun die Tiere leid. Ich will nicht, dass Tiere sterben, um auf (m)einem Teller zu enden für etwas, was gar nicht nötig ist. Ich finde es pervers und brutal, Tieren Körperteile abzuschneiden, damit sie besser in einen Stall passen, sie einzusperren, sie Wochen, Monate oder gar das Leben lang anzubinden, dauerzuschwängern, nach der Geburt von ihren Müttern zu trennen, sie im Babyalter zu schlachten, weil ihre Aufzucht nicht rentabel ist, sie nur so lange am Leben zu lassen, wie Sie Profit bringen. Sie zu misshandeln. Sie auszubeuten. Sie zu töten. Wofür? Für Nahrungsmittel, ohne die wir bestens auskommen und für die es viele wunderbare Alternativen gibt, die für unsere körperliche und seelische Gesundheit und unsere 🌎 erst noch besser sind.

EIN RICHTIGER MANN BRAUCHT FLEISCH!img_0871

Dieses Vorurteil ist noch immer breit verankert. Männer haben mit mehr Ablehung zu kämpfen, wenn sie äussern, sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren. Einen ersten Einblick, warum das so ist, gibt es in dem Link hier: http://www.animalfair.at/2016/11/braucht-s-fleisch-um-ein-echter-mann-zu-sein/
Der Musiker Morrissey thematisiert das auch in seinem grandiosen Song „I’m not a man“. Die letzte Strophe lautet:

„I’m not a man
I’d never kill or eat an animal
And I never would destroy this planet I’m on
Well, what do you think I am?
A man?“

(Für Ungeduldige: das Lied geht erst ab 1:30 richtig los und das Bild bleibt während des  ganzen Songs dasselbe 😉

Wer mag, findet hier den kompletten Song-Text und kann nachlesen, was für Morissey alles „nicht Mann-sein“ bedeutet:

http://www.metrolyrics.com/im-not-a-man-lyrics-morrissey.html

Jetzt aber endlich zu den tendenziell weiblichen, weil veganen Vleischkräpfchen:

Das Rezept für die Füllung ist basically von Tibits aus dem Kochbuch „Meat the Green“.  https://at-verlag.ch/buch/978-3-03800-896-5/Meat_the_Green.html

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Ich nehme einfach lieber Kuchenteig statt Blätterteig. Die Kräpfchen bleiben besser in Form und werden nicht pampig.

1. 1 Zwiebel und 1 grosse Knoblauchzehe hacken und in Olivenöl glasig dünsten, etwas abkühlen lassen

2. 200g Räuchertofu, 100g Soja Cuisine, 1TL Paprika, 1TL Senf, 1/2 Bund Petersilie, Zwiebel/Knoblauch-Mischung, Salz, Pfeffer mit Pürierstab zu einer cremigen Masse verrühren, evtl. nachwürzen

3. Einen rechteckigen Kuchenteig in ca. 5x10cm grosse Teile zerschneiden (oder mit dem Täschler von Betty Bossi 😉 je 1 gehäuften TL Füllung drauf geben, Ränder vor dem Zuklappen mit Wasser bestreichen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Sojarahm/Kurkuma bestreichen.

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4. Backen: ca. 25 Minuten bei 180Grad

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Fotos: Elly Hofer @tier-im-fokus

Viele tolle Rezepte und ganze Menüs ohne Fleisch gibt’s auch hier:

http://www.tier-im-fokus.ch/tif-topf/

 

 

 

 

VEGAN LOVE BITES 1/99: Schoko-Mousse

Erst mal wünsche ich allen Lesenden hier ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Ich weiss, dass einige von euch erwartungsvoll auf meine Rezepte vom HIGH TEA-Treffen am 29.12. warten. Der Grund, dass ich erst jetzt damit anfange: Mein Jahr hat nicht so toll angefangen. Es hat nämlich genauso schlecht begonnen, wie das meines Mannes aufgehört hat: Ein heftiges Magen-Darm-Virus hat uns für jeweils 48 Std. komplett lahm 😒 gelegt: ihn am 31./01. und mich am 02.&03. Januar. Da war nix mit Rezepten testen und essen schon gar nicht…

Wir hatten ja diese tollen (und nicht ganz billigen) Karten für NOZZE DI FIGARO am Sylvesterabend und konnten nicht hingehen. Ein guter, lieber Freund hat auf Anfrage dann spontan 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn die beiden Karten aus unserem Briefkasten geholt, ist damit allein ins Theater 🎭 und hat die zweite Karte 💳 problemlos verkauft, denn die Vorstellung war schon lange ausverkauft. Ihn treffe ich heute Nachmittag zum Tee, nicht so ausgiebig wie HIGH TEA, nur mit Erdnussbutter-Keksen, aber das ist ja schon mal ein Anfang!

Hier nun also das 1. Rezept von 99, die ich in diesem Jahr unter dem Titel VEGAN LOVE BITES poste:

SCHOKO-MOUSSE (für ca. 4 Portionen)

1. 100g dunkle Schokolade zerbrechen und mit etwas Schlagcreme in einem kleinen Topf langsam erwärmen, bis die Schokolade schmilzt und sich verrühren lässt, etwas abkühlen lassen, 1 EL Cognac unterrühren

2. 200g Seidentofu, 1EL Kakao, 2-3 EL Puderzucker pürieren, unter die Schokoladen-Masse rühren

3. 200ml Schlagcreme steif schlagen und unter die Schoko-Creme ziehen, in Portionenförmchen abfüllen, min. 2 Std. kühl stellen. (Ja, ich weiss, da ist Palmöl drin, also suboptimal vom Nachhaltigkeitsaspekt her. Habe aber noch nichts Geeigneteres entdeckt, was sich so leicht schlagen lässt… MIGROS arbeitet sicher daran 😉

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4. Wenn du magst: mit Mangopürée übergiessen, Krokant oder Schoko-Späne oben drauf streuen oder noch etwas Schlagrahm oder… … 😋 und dann vernaschen… aber nicht mehr als 3 hintereinander… 😉

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24/27 – warum vegan? Ausgerechnet an Weihnachten? Da erst recht: VEGAN HIGH TEA, Halleluja!

Ich war heute Gastgeberin eines veganen Koch-Treffens. Die Berner Tierrechts-Organisation TIF http://www.tier-im-fokus.ch  organisiert diese Treffen seit etwa einem Jahr regelmässig: zusammen kochen und essen, gute Gespräche, Rezepte austauschen… Ich hatte das Thema HIGH TEA gewählt. Nachdem ich selber nicht genau wusste, was eigentlich der Unterschied zwischen Afternoon Tea und High Tea ist, hab ich jetzt rausgefunden: Während für die Upper Class die Zeit zwischen dem Mittagessen und Abendessen gefüllt werden musste, da sie sonst nicht so viel zu tun hatte, wurde zum Zeitvertreib der Afternoon Tea eingeführt. Die Arbeiterklasse, die am Nachmittag sehr wohl etwas zu tun hatte, hat dann daraus den High TEA gemacht, der gleichzeitig das Abendessen darstellte und daher auch etwas später stattfand. ☕️🍴

http://www.afternoontea.co.uk/information/what-is-high-tea/

Auf mehrfachen Wunsch der Teilnehmenden poste ich hier nun schon mal das Rezept für den No-Egg-Nog. Die erste Flasche war dann leer, als die letzten Gäste gingen. Ich hab also gleich nochmal nachgemacht, denn eigentlich trinke ich diesen samtenen Likör traditionellerweise an Sylvester. Früher hab ich da 4 Eier rein gehauen, und heute weiss ich nicht wirklich wozu die eigentlich gut waren… Der No-Egg-Nog schmeckt himmlisch, auch ohne Hühnereier und Kuhmilch… 💓🐮🐓 Jetzt ist die zweite Flasche im Kühlschrank parat und hier folgt das absolut einfache Rezept:

1/2 Tasse Zucker mit 1 Tasse Sojarahm steif schlagen

1 1/2 Tassen Soja-Vanillemilch – gibt nicht nur einen feinen Vanille-Geschmack, sondern auch die hellgelbe Farbe passend zum „Eierlikör“ 😉-, 1/2 Tasse Brandy, 1 1/2 Tassen Whisky, 1/2 Tasse Zucker, etwas gemahlene Muskatnuss: alles dazu geben und mit dem Schwingbesen umrühren

alles in eine Flasche giessen, Deckel drauf, gut schütteln, ab in den Kühlschrank

vor dem Servieren jeweils gut schütteln!

etwas Muskatnuss drauf streuen, CHEERS!

Meine Hündin CARA hat übrigens wie viele andere Tiere panische Angst vor der Knallerei an Sylvester und zittert bei jedem Böller wie Espenlaub, die Arme. Ich kann tun was ich will, sie beruhigt sich nicht. Jetzt ist sie schon 13 und ich habe letztes Jahr beschlossen, Ihr ein Beruhigungsmittel zu geben, damit sie diesen Stress nicht durchmachen muss. Bei meinem ersten Hund GEORGE war das jeweils etwas einfacher: der hat einfach aus der Schüssel den Bodenrest Egg-Nog ausgeleckt und war danach total entspannt… 🍸😋🐶😊