Aller guten Dinge sind 3

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Ja, ich weiss, es sind 4 Fotos… (Konnte mich wieder mal nicht beschränken auf 3… in der Kategorie NATUR &TIERE gibt’s noch mehr davon… ! )

Heute war ich mit 2 Freundinnen und meinen beiden Hunden im schönen Berner Jura wandern. Die Osterglocken sind in diesen Tagen in einer Pracht zu finden, es ist ein wahres Wunder der Natur!

Nun habe ich mich gefragt, ob ich mein Lieblingszitat von T.S. Eliot jeden Tag bewusst anwenden könnte:

TO DO THE USEFUL THING, TO SPEAK THE COURAGEOUS THING, TO CONTEMPLATE THE BEAUTIFUL THING.

THAT IS ENOUGH FOR ONE MAN’S LIFE

Also ich fange heute mal damit an:

NÜTZLICH: Ich arbeite an meinem Blog 🙂

MUTIG: Ich sage, was ich wirklich denke.

SCHÖN: natürlich die Wanderung… die Bilder sprechen für sich!

Auf der Suche nach Werten

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Heute habe ich einen Beitrag in der Zeitschrift BILDUNG SCHWEIZ gelesen. Es ging um Werte und Strömungen im Zusammenhang mit dem neuen Lehrplan 21. Seit einiger Zeit wird Kritik laut an Letzterem. Ich möchte nun nicht ausschliesslich für pädagogisch Interessierte und somit nicht darüber schreiben, an welchen streitbaren Werten sich der neue Lehrplan orientiert.

Vielmehr interessiert mich die innere Haltung. Wie entsteht sie? Was empfinden wir als normal und was als krank?

Gesellschaftliche Werte verändern sich, wenn auch langsam, so doch stetig. Veränderung und Wandel sind das einzig Verlässliche im Leben und auch danach…

ALLES VERÄNDERBARE IST KRITISIERBAR, sagt Rahel Jaeggi in ihrem Referat zum Thema LEBENSFORMEN: NICHT JEDER DARF, WIE ER WILL. Nachzuhören auf SRF2 http://www.srf.ch/player/radio/popupaudioplayer?id=e1685007-b234-4cb3-a790-1c0023c00603

Was sind meine Werte, was ist meine innere Haltung zur Welt und zum Leben? Was ist Glück? Etwas, wofür es sich zu kämpfen lohnt?
Ich setze mich für Tiere ein, für Tierrechte, Tierbefreiung. Ich bin der Meinung, dass der Mensch nicht das Recht hat, andere Lebewesen auszubeuten, nur weil er es KANN. Tiere sind empfindsame Wesen, die Stress, Schmerz und Angst erleben. Was gibt uns zum Beispiel das Recht, sie zu unserer Gaumenfreude zu töten? Es schmeckt! Ja bitte, ist das wirklich alles?? Ist es legitim, ein Tier seiner Freiheit zu berauben, es einzupferchen, ihm seine natürlichen Bewegungen zu verunmöglichen, es im eigenen Dreck stehen zu lassen, männliche Tiere nach dem Schlüpfen oder Geborenwerden zu töten, nur weil sie als männliche Tiere überflüssig für die „Fleisch- oder Eierproduktion“ sind?? Wie krank ist das denn?
Ich lebe seit 35 Jahren vegetarisch. Ich bin neben einem Schlachthof aufgewachsen.
Seit 2 Monaten versuche ich, vegan zu leben. Ein unspektakulärer und völlig unblutiger Film, in dem zu sehen ist, wie ein Kalb von seiner Mutter getrennt wird, hat den Anlass für diese Entscheidung gegeben.
Bin ich deshalb ein langweiliger Mensch? Ich finde nicht: Daneben bin ich allem zugetan, was das Leben so an Freuden bietet, wenn es anderen nicht schadet. Ich lache gerne und viel, trinke Wein und Bier – auch mal ein Glas zu viel – und freue mich über Kleinigkeiten und die Natur.
Der Herzens-Wunsch und das dringende Ziel, die Welt ein klein wenig von Leid zu befreien, ist für mich auch ein Wert, für den ich gerne lebe.
Es ist ein gutes Gefühl, mit dem eigenen Handeln zu einer leidfreieren Welt beizutragen. Allein dafür lohnt es sich zu leben!

https://hastdubistdu.wordpress.com/2014/06/13/fleisch-essen-teil-1-ist-es-normal/

Um die innere Ordnung, die Denkmuster, die Gewohnheiten, das scheinbar „Normale“, zu durchbrechen, muss man wohl jedoch etwas unter die Oberfläche, etwas tiefer graben… und das kann durchaus anstrengend und unbequem sein, und es könnte sogar bedeuten, dass ich am eigenen Leben etwas verändern sollte (und könnte!), wie Jürgen Brühlmann in seinem Beitrag in BILDUNG SCHWEIZ 4-2014 schön und treffend sagt.

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(T-Shirt: WWF-online Shop)

 

BLIND DATE IM MÜLLCONTAINER

Kürzlich habe ich mein erstes Mal erlebt. Haha, schön, dass ich so was auch als ü50 noch kann😇.
Also ich war mit meinem Mitbewohner containern. Für die Neuzugänge unter euch: containern/dumpstern = absolut geniessbare Lebensmittel vor dem sicheren Mülltod retten.
Im Anhänger eines Grossverteilers war offensichtlich jemand am Kisten herum schieben… Erster Gedanke: die Mitarbeitenden waren noch am Arbeiten. Curiosity doesn’t kill us, dachten wir, und wollten wissen, wer da schon drin war. Unglaublich genug, aber wahr: Es handelte sich um zwei andere Dumpsterer. Der Hammer war, dass der Eine meinen Mitbewohner mit „Hallo – du?“ begrüsste: Es handelte sich um seinen besten Schulfreund aus seiner Heimat-Wohngemeinde, die immerhin etwa 150km von diesem Container entfernt liegt!!
Fazit: Heute trifft man sich eher im Container als im Café.
Tolle Idee: Blind Dates beim Containern organisieren, da wüsste man schon Bescheid über die innere Haltung der Anwesenden. Oder nicht? Ich persönlich containere nicht unter dem Motto „Geiz ist geil“ – ich kann es mir durchaus leisten, bei COOP Fine food einzukaufen. Es ist mir aber je länger je mehr eine skandalöse und unerträgliche Vorstellung, dass 30% aller Lebensmittel unverbraucht weggeschmissen werden. So werden auch 30% aller Schweine für den Müll geschlachtet!!!

Ich gehe am Samstag um 16.45 in den Laden: das Backregal hat zum Beispiel immer noch mindestens 15 Brotsorten im Angebot. Wer kauft das alles noch bis 17.00? Muss ich wirklich bis 5 Minuten vor Ladenschluss nich diese Auswahl haben? Wie wär’s wieder mal mit selber ein Brot backen? Meine Mitbewohner reissen sich darum, wenn es frisch dampfend auf dem Ofen kommt!
Ich nehme mir vor, mal was Neues auszuprobieren. Ich sage in der Lebensmittelabteilung wie im Kleiderladen:“ Ich schaue mich ein wenig um.“ Dann sehe ich ja gleich, was zwei Stunden später im Hinterhof im Müllcontainer liegen wird…

Fortsetzung folgt!