VEGAN LOVE BITES 12/99: WEGSCH(m)EISSEN – ist das vegan oder kann das weg?

Im aktuellen Magazin des Tages Anzeigers findet sich ein Artikel mit dem Titel „Wegschmeissen“, in dem es darum geht, sich von Konzepten zu verabschieden, da sich diese als falsch oder irreführend gezeigt haben. Sehr lesenswert auch für Nicht-Veganer 😉

Einen Abschnitt aus besagtem Artikel von Bruno S. Frey und David Iselin möchte ich hier zitieren, da er exakt die Ausgangslage der veganen Idee darlegt:

Menschen verharren in jenem Ideengehäuse, das sie kennen, und verlassen ihr Häuschen selten. Das hat auch damit zu tun, dass wir kognitiv mit den meisten aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen schlicht nicht mehr mitkommen;  wir flüchten uns in unsere gewohnte kognitive Heimat. 

Ins banal Alltägliche übersetzt heisst das dann zum Beispiel „das haben wir schon immer so gemacht“ (Fleisch essen), „das ist unmöglich“ (Veganer sind realitätsferne Spinner) oder „wer soll das bezahlen?“ (vegan leben ist zu teuer). Wer wissen WILL, dass alle drei genannten Aussagen nicht oder nicht mehr zutreffend sind, KANN sich informieren. Ich bin nicht Wissenschaftlerin, sondern nur eine Spinnerin, die sich seit über 3 Jahren vegan ernährt, bei den Routine-Kontrolle nebst bester Gesundheit top-Blutwerte hat und letztlich durch Umstellung auf vegan sämtliche Lebensbereiche in ein anderes Licht getaucht und die Prioritäten neu gesteckt hat. Du kommst gar nicht darum herum: wenn du aus echter Überzeugung vegan lebst, wirst du bescheidener, brauchst und kaufst weniger, gibst also weniger Geld aus und bist mit dem Leben insgesamt zufriedener. Mit Ausnahme von einem Punkt: Dein Wissen um das Leiden und Sterben der Tiere wird immer grösser und differenzierter.  Das kann eine Belastung sein und durchaus auch mal traurig und wütend machen.

Beispiel heute Mittag: eine Kollegin hat wie immer am Montag für sieben Kolleginnen zu Mittag gekocht. Es gab Gemüsewähe – mit Speckwürfelchen drin.  Sie wusste nicht, dass ich auch komme. Sonst hätte sie keinen Speck rein getan. Schön und nett, aber ich frage mich, ob denn wirklich in jedem verdammten Essen tote Tiere drin sein müssen. Als ich das Kuchenstück dankend ablehne, meint eine andere Kollegin: Oh, das kann ich verstehen. Ich war selber eine Zeit lang vegetarisch,  da konnte ich auch kein Fleisch essen. 

Ich check’s nicht: man hat Empathie für Tiere und isst sie deshalb nicht. Und plötzlich ist die Empathie weg oder wie?

Aber nochmal zurück zum Ideengehäuse vom Anfang. Das Häuschen zu verlassen ist  nicht leicht. Aller Anfang ist schwer.

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Ja, ich hatte Angst, dass ich es nicht schaffen würde. Dass es schwierig, teuer, kompliziert, aufwendig, ausgrenzend sein würde. Aber irgendwann gab es keinen echten Grund mehr, in dem alten Häuschen drin zu bleiben. Ich wollte raus, um eine neue Welt zu entdecken. Ich habe sie entdeckt. Eine emotional und kognitiv neue Welt. Eine der drei besten Entscheidungen in meinem Leben. Die vegane Welt. Ich möchte sie nicht mehr verlassen.

 

 

 

 

VEGAN LOVE BITES 11/99: Vegan nervt!

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Dies ist ein Ausschnitt aus dem Interview mit Sebastian Leugger in der heutigen Berner Zeitung. Für mich eins der besten Interviews seit Langem überhaupt zum Thema vegan. Sind Veganer schuld am Abholzen des Regenwaldes? Ist vegan leben nicht wahnsinnig teuer? Haben wir denn nicht wichtigere Probleme? Aber schaut doch selber rein. Unten folgt der Link zum vollständigen Beitrag.

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http://www.bernerzeitung.ch/leben/gesellschaft/was-machen-die-veganer-falsch/story/30944312

VEGAN LOVE BITES 10/99 – OSTERN: Sündiges Fleisch!

Früher gab’s auch bei mir am Karfreitag Fisch statt Fleisch. Fisch, da ich schon lange aufgehört hatte, Fleisch zu essen. Eine Freundin und ihr Mann schafften es bei jedem gemeinsamen Essen, mich darauf anzusprechen, warum ich noch Fisch esse, das sei doch inkonsequent. Sie selber assen Fisch und Fleisch und waren demnach viel konsequenter als ich. Ich war damals noch nicht bereit und hätte es auch nicht für möglich gehalten, sogar mal ganz vegan zu leben. Tief in meinem Innersten wusste ich es aber und antwortete: Es kommt der Tag, an dem auch der Fisch von meinem Teller verschwindet. Tot war ja nämlich auch der.

Ich hab’s zwar nicht mehr so mit der Kirche, aber auch ich weiss: Eigentlich wird an Ostern das Leben, die Auferstehung gefeiert. Warum dazu tote Tiere gegessen werden sollten, ist mir unverständlich. Klar, das Opferlamm soll uns symbolisch von unseren Sünden befreien, so wie Jesus in der Passionsgeschichte für uns Menschen am Kreuz gestorben ist. Aber irgendwie scheint mir der ganze Fleischwahn an Ostern auf einem Missverständnis zu beruhen: Müssen Christen wirklich Lamm essen, um ihre Liebe zu Gott zu bezeugen??? Das ist doch genauso abwegig wie das Beten von drei Gegrüsset seist du Maria und fünf Vaterunser, um sich per Absolution von einer Sünde zu befreien.

Eine 8-jährige Schülerin aus einer Nachbarklasse hat mal gesagt: „Das ist ja nicht so schlimm, wenn ich etwas nicht gut mache. Der liebe Gott wird schon dafür sorgen, dass es wieder in Ordnung kommt.“ Nun, es mag schön und wichtig für das Seelenheil eines Kindes sein, wenn es sich nicht sorgen muss und gut behütet aufwächst. Falls dieses Mädchen jemals zu mir in meiner Klasse sein sollte, wird jedoch etwas vom Ersten, was sie von mir erfahren wird, sein, dass es eine Verantwortung gibt für das eigene Tun. Und diese Verantwortung trägt jeder Mensch selbst. Sorry. Der liebe Gott muss draussen warten.

Ich wollte und konnte die Verantwortung, dass Tiere sterben müssen, damit ich sie in Stücken auf meinem Teller wiederfinde, nicht länger tragen. Eigentlich finde ich, dass das eh kein Mensch wirklich kann. Darum wird die Drecksarbeit, das Töten von Millionen fühlenden Lebewesen, delegiert an Andere, die anonym bleiben. Und so beschloss ich vor 3 Jahren, vegan zu leben.

Ja, es gibt ein Leben nach dem Fleisch! Und es gibt auch ein Leben nach dem Fisch! Und ja, es schmeckt sündhaft gut, ist voller köstlicher Wunder, Freude an der Kreativität und ausserdem und besonders bemerkenswert, und dies nicht nur für Männer wissenswert, die jetzt nur aufgrund des Titels auf diesen Beitrag „hereingefallen“ sind: Ist euch schon mal aufgefallen, dass bloggende Veganerinnen sündhaft gut aussehen?

Nein, Veganer essen nicht nur Steine und Gras 😆

 

VEGAN LOVE BITES 4/99: Wie bei Oma!

Gestern habe ich zum zweiten Mal einen Backkurs bei Ursi besucht. Das Thema war diesmal „Torten backen und verzieren“. Wir waren wieder 6 Teilnehmerinnen, zwischen 15 und 57 Jahren, die Jüngste hatte den Kurs von ihrer Mutter zum Geburtstag geschenkt bekommen, so cool!

Nachdem ich im letzten Kurs das Aquafaba-Wunder https://hastdubistdu.com/2017/01/28/vegan-love-bites-399-krass/

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entdeckt hatte, war mir klar, dass es diesmal nicht grad wieder einen solchen Zauber geben kann. Ich hab eine mit Vanillecreme gefüllte Biscuit-Torte gemacht und mit Marzipan und Schokolade verziert. Immerhin. Ein wenig stolz bin ich schon auch auf die Torte. 😊

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Eigentlich war vorgesehen, die Torte oben mit Früchten zu garnieren und dann mit Fruchtgelée zum Glänzen zu bringen. Da ich aber bei den unglaublich vielen Deko-Optionen nicht widerstehen konnte, hatte es am Schluss leider keinen Platz mehr für Früchte. Eigentlich schade, aber das mache ich dann bei der nächsten Torte im Sommer…🍓🍑🥝

Für diesmal musste es ausreichen, etwas Mangopürée darüber zu leeren… 😋

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So wie sie aussieht, erinnert mich die Torte an die Zeit, als ich bei meiner Oma lebte. Wir gingen manchmal ins Café und assen dort ein Stück Kuchen. Das war etwas Besonderes und ich fühlte mich dann immer wie ein kleines Fräulein. Die Torte, die ich gestern bei Ursi gemacht habe, hat in mir diese Kindheitserinnerung geweckt. Das ist schön! Etwas Besonderes ist diese Torte ja auch: sie ist vegan – und man sieht es ihr nicht mal an. Und sie schmeckt sogar! Das sind für Menschen wie mich, die seit mehreren Jahren vegan leben, keine besonderen Feststellungen. Allen anderen, den Zweiflern und Kritikerinnen, den prinzipiell vegan Verweigerern mit Geschwafel von wegen „es ist zu teuer und zu aufwendig und schmeckt nicht…“ kann ich nur empfehlen: Bucht einen Backkurs bei Ursi und überzeugt euch selbst!

https://www.backenmitursi.ch

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Aber das wollen sie ja vielleicht gar nicht, denn dann werden sie Lügen gestraft, weil sich alle ihre Bedenken in Schall und Rauch auflösen, und es bleibt nichts mehr übrig, was sie einer veganen Küche entgegen setzen könnten…

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VEGAN LOVE BITES 3/99: krass!

Es ist ein Wunder geschehen! Es ist absolut fantastisch und ich bin ein bisschen stolz, dass ich dieses Wunder nun auch auslösen kann… Aber der Reihe nach…

Die Vorstellung, vegan zu essen, ruft bei mir heute andere Bilder und Assoziationen hervor als vor 3 Jahren, als ich beschlossen hatte, meinen Wahrnehmungszustand zu erweitern. Meine grösste Sorge war damals, dass ich meinen geliebten morgendlichen Latte Macchiato nicht mehr trinken könnte, weil da ja Milch drin ist. Dass es mehrere Dutzend Sorten Pflanzenmilch gibt, von denen mittlerweile wechselweise Mandel-, Reis-, Hafer-, Soja- oder Haselnussmilch mein Favorit ist, wusste ich vor 3 Jahren noch nicht. Heute ist es total normal und beim Einkaufen und Zubereiten mit Null Mehraufwand verbunden, einfach einen veganen LATTE MACCHIATO zu trinken.

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Später kamen Spagetti Volognese, Tiramisu, Pizza, Zopf, pflanzlicher Käse, Cake, Kuchen, Torten, Lasagne, Rührtofu u.v.a. mehr dazu. Es blieb für mich vor allem ein Produkt übrig, von dem ich bis vor kurzem überzeugt war, dass es unmöglich ist, dass es vegan gelingt, also gut aussieht und gut schmeckt: die Meringue – oder für die nicht schweizerischen 🇨🇭 Lesenden hier Baiser. Ich war überzeugt, dass ein paar extreme Veganer in ihrem radikalen Eifer Filme über youtube verbreiten, in denen suggeriert wird, dass es möglich ist, Baiser ohne Zugabe von Hühner-Eiweiss herzustellen, um zu vertuschen, dass man als Veganerin eben doch auf so vieles verzichten muss. Ich hab zweimal versucht, es nachzumachen und das Resultat war ein totaler Flop. Ich war mir danach absolut sicher, dass das einfach nicht geht. Punkt. Finde dich damit ab.

Nun habe ich vor 2 Wochen diesen wunderbaren Backkurs zum Thema Aquafaba (Kichererbsenwasser) bei Ursi Lüthy besucht.

http://www.backenmitursi.ch

Das alles haben wir da in nur 4 Stunden gelernt, gemacht und auch gegessen (numnumnum…!): Vacherin Meringue Glacé, Schoggimousse, Beerenmousse, Schokoküsse, Japonais und…

… ja, du hast das auf dem letzten Foto richtig gesehen: das sind Meringues! Und die sind wirklich unglaublich einfach zu machen.

Und jetzt frage ich mich Folgendes: Warum ändern die meisten Menschen ihre Ess-Gewohnheiten zu Gunsten der Tiere und der Umwelt auch dann nicht, wenn es ganz einfach umsetzbar wäre? Ich meine, wenn du rennen willst wie Usain Bolt, Fussball spielen wie Lionel Messi oder Klavier spielen wie Hélène Grimaud, dann kannst du dich noch so anstrengen und abmühen, du wirst deren Level mit grösster Wahrscheinlichkeit zu Lebzeiten nicht erreichen. Heulst du deswegen rum? Würdest du dich rechtfertigen wollen, warum du nicht so gut bist wie diese Ausnahmetalente? Nein. Du findest dich ganz einfach damit ab,  dass sie besser sind als du.

Aber wie ist es nun mit einer Veganerin in deiner Gegenwart, die dir vermittelt, dass sie dir ethisch überlegen ist, weil sie mit ihrer Ernährung mehr gegen das Leid der Tiere und mehr für die Umwelt tut als du, dass sie also in einem bestimmten Bereich besser ist als du? Du verteidigst dein Verhalten, dein Unvermögen, es ihr gleich zu tun. Du wirst wahlweise aggressiv gegen diese Person oder versuchst, sie schlecht oder lächerlich zu machen. Oder du zeigst immerhin Wertschätzung und sagst,  dass du das toll findest, du das aber selber unmöglich könntest. Warum eigentlich nicht? Du hättest genauso wie sie die Möglichkeit und zweifellos auch die Fähigkeit, es ihr gleich zu tun. Du müsstest nur wollen.

Es ist nun mal einfacher, von etwas zu träumen, das man unmöglich umsetzen kann, als etwas umzusetzen, das man tatsächlich könnte, wenn man nur bereit wäre, eine kleine Anstrengung zu unternehmen, nämlich eine Gewohnheit zu ändern.

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Und so werden weiterhin jährlich über 60 Millionen leidensfähige Tiere in der Schweiz geschlachtet, damit Fleischesser an ihrer Gewohnheit festhalten können, „nur ganz selten Fleisch zu essen und wenn, dann nur BIO und von guter Qualität“. Und das Klima geht den Bach runter, die Ressourcen werden weiter verschwendet, indem etwa für die Produktion von 1kg Rindfleisch nahezu 20’000 Liter Wasser verbraucht werden etc. bla bla bla… Wenn du deine Gewohnheiten nicht ändern willst, dann interessiert dich das eh alles nicht. Hauptsache, du kannst kochen und essen wie bisher.

Ach ja, das Schokoladen-Mousse aus dem Backkurs mit Ursi Lüthy schmeckt schlicht fantastisch, hat nur 3 Zutaten und ist in 15 Minuten gezaubert. Ich hab’s hier auf Blätterteigböden verteilt und mit frischen Mangoschnitzen garniert… himmlisch!

Optionen, die ich auch mag: Sojarahm statt Aquafaba und 1 EL Cognac oder Whisky unterrühren… 😋

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VEGAN LOVE BITES 2/99: weibliche Vleischkräpfchen

Frauen und Fleisch.Ein Thema für sich. Ein Thema mit verschiedenen Bedeutungsebenen und entsprechenden, hier ungeordneten Gedanken, die mir dazu einfallen:

Fleischeslust wird meist mit Sex in Verbindung gebracht.

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach – hat der Komiker Hagen Rether jetzt umbenannt in Das Fleisch ist billig, aber der Geist ist wach. Das ist zwar nichts für zart besaitete Seelen, aber gnadenloser Denkanstoss gegen das Zwangskorsett aus Prüderie und Heuchelei des Entsetzens: http://www.last.fm/de/music/Hagen+Rether/_/Mettigel

Das Tier im Mann ist allen ein Begriff. Warum die Frau nicht? Dazu hab ich einen tollen Film gesehen und schreibe ein andermal darüber…

Nur 19% der vegan lebenden Menschen in Deutschland sind Männer. Warum so wenige? Darüber habe ich viel nachgedacht und schreibe auch ein andermal dazu…

Fleisch bedeutet für mich erst mal tote Tiere. Ich bin eine Frau. Mir tun die Tiere leid. Ich will nicht, dass Tiere sterben, um auf (m)einem Teller zu enden für etwas, was gar nicht nötig ist. Ich finde es pervers und brutal, Tieren Körperteile abzuschneiden, damit sie besser in einen Stall passen, sie einzusperren, sie Wochen, Monate oder gar das Leben lang anzubinden, dauerzuschwängern, nach der Geburt von ihren Müttern zu trennen, sie im Babyalter zu schlachten, weil ihre Aufzucht nicht rentabel ist, sie nur so lange am Leben zu lassen, wie Sie Profit bringen. Sie zu misshandeln. Sie auszubeuten. Sie zu töten. Wofür? Für Nahrungsmittel, ohne die wir bestens auskommen und für die es viele wunderbare Alternativen gibt, die für unsere körperliche und seelische Gesundheit und unsere 🌎 erst noch besser sind.

EIN RICHTIGER MANN BRAUCHT FLEISCH!img_0871

Dieses Vorurteil ist noch immer breit verankert. Männer haben mit mehr Ablehung zu kämpfen, wenn sie äussern, sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren. Einen ersten Einblick, warum das so ist, gibt es in dem Link hier: http://www.animalfair.at/2016/11/braucht-s-fleisch-um-ein-echter-mann-zu-sein/
Der Musiker Morrissey thematisiert das auch in seinem grandiosen Song „I’m not a man“. Die letzte Strophe lautet:

„I’m not a man
I’d never kill or eat an animal
And I never would destroy this planet I’m on
Well, what do you think I am?
A man?“

(Für Ungeduldige: das Lied geht erst ab 1:30 richtig los und das Bild bleibt während des  ganzen Songs dasselbe 😉

Wer mag, findet hier den kompletten Song-Text und kann nachlesen, was für Morissey alles „nicht Mann-sein“ bedeutet:

http://www.metrolyrics.com/im-not-a-man-lyrics-morrissey.html

Jetzt aber endlich zu den tendenziell weiblichen, weil veganen Vleischkräpfchen:

Das Rezept für die Füllung ist basically von Tibits aus dem Kochbuch „Meat the Green“.  https://at-verlag.ch/buch/978-3-03800-896-5/Meat_the_Green.html

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Ich nehme einfach lieber Kuchenteig statt Blätterteig. Die Kräpfchen bleiben besser in Form und werden nicht pampig.

1. 1 Zwiebel und 1 grosse Knoblauchzehe hacken und in Olivenöl glasig dünsten, etwas abkühlen lassen

2. 200g Räuchertofu, 100g Soja Cuisine, 1TL Paprika, 1TL Senf, 1/2 Bund Petersilie, Zwiebel/Knoblauch-Mischung, Salz, Pfeffer mit Pürierstab zu einer cremigen Masse verrühren, evtl. nachwürzen

3. Einen rechteckigen Kuchenteig in ca. 5x10cm grosse Teile zerschneiden (oder mit dem Täschler von Betty Bossi 😉 je 1 gehäuften TL Füllung drauf geben, Ränder vor dem Zuklappen mit Wasser bestreichen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Sojarahm/Kurkuma bestreichen.

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4. Backen: ca. 25 Minuten bei 180Grad

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Fotos: Elly Hofer @tier-im-fokus

Viele tolle Rezepte und ganze Menüs ohne Fleisch gibt’s auch hier:

http://www.tier-im-fokus.ch/tif-topf/