Der Mensch ist auch nur ein Tier

Warum schreibst du nur über Grausamkeiten gegen Tiere? Menschen werden auch weltweit ausgbeutet und grausam behandelt…

Wer sich mit dieser Frage beschäftigt, merkt schnell, dass Tierquälerei und Ausbeutung von Lebewesen fast immer Hand in Hand geht mit Menschenrechtsverletzungen. Für die Lederproduktion wird in Asien nicht nur Kühen oft noch lebend die Haut abgezogen. Es müssen auch Kinder und Frauen mit nackten Füssen in giftiger Chromlauge das Leder weich stampfen. Dies ist nur ein Beispiel aus der grausamen Realität der Leder- und Pelzproduktion. Der nachfolgende Doku-Film ist nichts für schwache Nerven, aber dringend empfohlen zwecks Aufklärung.

http://www.zdf.de/37-grad/gift-auf-unserer-haut-leder-pelze-und-schuhe-fuer-deutschland-tierquaelerei-kinderarbeit-chemikalische-belastung-karrmann-29878404.html

Wo z.B. Tiere am Fliessband geschlachtet werden, müssen (meist ausländische) Arbeiter unter unwürdigen Bedingungen dem Leben tausendfach ein Ende setzen. Dazu hier ein aktuelles Beispiel aus Deutschland:

http://www.zeit.de/2014/51/schlachthof-niedersachsen-fleischwirtschaft-ausbeutung-arbeiter

Menschen, die nicht in erster Linie aus gesundheitlichen, sondern aus ethischen Gründen vegan leben, lehnen meist jede Form von Diskriminierung ab. Auch ich habe mich mit dem Begriff des Speziesismus auseinander gesetzt und bin zum Schluss gekommen, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, dass ein Menschenleben a priori mehr Wert haben soll als das jeder anderen Spezies.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Speziesismus

http://www.animalequality.de/speziesismus

Seit eineinhalb Jahren ernähre ich mich vegan und profitiere von diesem Lebensstil in vielfältiger Weise und möchte gerne etwas davon weitergeben.

Die pflanzliche Küche ist äusserst kreativ und vielseitig. Ich erlebe das Kochen als spannende und lehrreiche Herausforderung, vergleichbar mit dem Erlernen einer neuen Sprache.

Pflanzliche Ernährung bietet uns nicht nur die Möglichkeit, unseren Planet zu retten, sondern auch Gutes zu tun, indem wir das Leid der Tiere beenden.

Es wäre uns sogar möglich, so die gesamte Menschheit zu ernähren, ohne anderen Lebewesen bewusst zu schaden. Ja, beim Pflügen und Ernten werden auch Lebewesen im Erdeich zerstört. Es geht hier erst mal um Leid, das verhindert werden kann.

Den Zusammenhang zwischen Welthunger, Umweltschäden und Massentierhaltung zu erkennen ist nicht schwer. Rund 60 Prozent der Getreideernte fließen als Futtermittel in die Intensivtierhaltung.

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Ein Großteil der weltweiten Getreide- und Sojaproduktion wird als Tierfutter verwendet. Dabei könnten allein von der jährlich verfütterten Getreidemenge (600 Millionen Tonnen) 2,6 Milliarden Menschen satt werden.

Die Tierzucht zur Fleischproduktion erfordert eine äußerst ineffiziente Nutzung der Landfläche, die zur Gewinnung von Pflanzen besser genutzt werden könnte. Wir verfüttern Nahrungsmittel an Tiere, um diese zu schlachten und Fleisch herzustellen. Würden die Menschen diese Pflanzen jedoch direkt verzehren, ließen sich damit wesentlich mehr Menschen ernähren.

Die Umwelt wird irreversibel geschädigt.

Die Erzeugung tierischer Lebensmittel bringt massive Konsequenzen für die Umwelt mit sich. Laut Klimareport der Vereinten Nationen ist die weltweite Viehwirtschaft schädlicher für das Klima als der komplette Verkehrssektor mit all seinen Autos, Motorrädern und Flugzeugen. Um Futtermittel für die Masttiere anzubauen, werden täglich viele wertvolle Quadratmeter Regenwald gerodet.

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WIR HABEN DIE ERDE NICHT VON UNSEREN VORFAHREN GEERBT – WIR HABEN SIE VON UNSEREN NACHKOMMEN AUSGELIEHEN.

Die Haltung „ich allein kann eh nichts verändern“ wird zum Glück weitgehend nicht mehr akzeptiert. Wir könnten im Gegenteil wie die Verantwortlichen des Polen-Pavillons an der EXPO2015 den Leitsatz zu Dante Alighieris Eingang zur Hölle, zum INFERNO, positiv umformulieren und der Vision eines Regenbogens Raum geben:

„Fill yourselves with all hope, ye who enter here“ – das Motto meint, dass jeder Besucher der Erde – also alle Lebewesen – das findet, was für ihn oder sie gut ist. Natürlich vorausgesetzt, dass man nicht von Gier und Machtgelüsten gesteuert wird. Es ist alles Nötige zum Leben vorhanden. Dies sollte zur Hoffnung inspirieren, oder in einem Wort: Optimismus.

An der Nordseeküste... ©R.W. 2014

An der Nordseeküste… ©R.W. 2014

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