21/27 warum vegan – Was kannst du denn dann noch essen?

WAS KANNST DU DENN DANN NOCH ESSEN?

Diese typische Frage von fassungslosen Fleischessern ist unterdessen ziemlich lächerlich geworden, um nicht zu sagen, überflüssig.

Natürlich gibt es immer noch viele, auch unter meinen Bekannten, die total erstaunt sind, wenn ich Tirami-su, Schokoladen-Mousse, Apfelwähe, Cake, Waffeln, Pancakes, Burger, Kekse, Pizza, Spagetti Volognese und gefühlte 1000 andere Sachen ganz selbstverständlich vegan auftische.

Was mich interessieren würde: wissen sie es wirklich nicht, dass es so viele Möglichkeiten, Zutaten und Kombinationen gibt, dass auch ich als Veganerin ein viel zu kurzes Leben habe, um alle Rezepte auszuprobieren?

Ich halte eher für wahrscheinlich, dass die meisten ganz schlicht und ergreifend zu faul und zu bequem sind, um sich überhaupt darüber Gedanken zu machen, dass auch sie ihre Ernährungsgewohnheiten ändern könnten, wenn sie denn wollten. Denn, wenn sie es KÖNNTEN, wird die Erklärung „ich finde das toll, dass du das machst – aber ich KÖNNTE das nicht“ als Selbstschutz-Lüge enttarnt. Es müsste ganz einfach heissen: „Ich WILL das nicht!“

Das werde ich in Zukunft anmerken. Denn die Haltung „Ich will mich nicht ändern“ bedeutet für mich in diesem Kontext auch „Es ist mir egal, woher mein Essen kommt und ob es mal gelebt oder gelitten hat“.

Ihr seht hier nur ein paar wenige Fotos von meiner bunten Auswahl – ich freue mich, wenn der Eine oder die Andere sich inspiriert fühlen, auch mal was Neues auszuprobieren.

Gute vegane Rezept-Blogs gibt es ja viele… falls Ihr aber genau etwas der hier abgebildeten Sachen nachmachen wollt, meldet euch einfach unter chcornelia@gmail.com oder schreibt einen Kommentar 😊

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Warum nur?

15/27 warum vegan? Weil es mir das Herz bricht!

glucosebrainy

Herzschmerz

Was mich am meisten stört, ist in erster Linie nicht, dass ein großer Teil der Menschheit dazu erzogen worden ist Tiere und tierische Produkte zu verspeisen.

Was mich am meisten stört, ist, dass kaum jemand sich ernsthaft auseinandersetzen will mit dem tatsächlich in der großen Mehrheit vorhandenden Leid der Nutztiere, obwohl es sich dabei um keine Ausnahmen handelt sondern um die Regel.

Was mich am meisten stört, ist, dass kaum jemand hören oder sehen will, wie sein Essen entsteht.

Was mich am meisten stört, ist, dass selbst wenn Menschen oberflächlich empfänglich zu sein scheinen für diese Problematik, viele nicht die geringsten Konsequenzen ziehen wollen.

Was mich am meisten stört, dass sie nicht einmal versuchen herauszufinden, ob/wo artgerechte Haltung realisiert wird.

Was mich am meisten stört, ist diese gigantische Ignoranz und Bequemlichkeit, die ich nicht verstehen kann, die zum Himmel schreit, die anderswo, bei anderer Thematik, auch als unerhört wahrgenommen werden…

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Warum vegan? 14/27 Was koche ich denn heute?

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Toll geschrieben! Scharfsinnig erörtert und deutlich formuliert die Publizistin und Philosophin Hilal Sezgin http://www.hilalsezgin.de die Tatsache, dass wir den nichtmenschlichen Tieren das Recht auf Leben absprechen, wie es uns grad auf den Teller passt.

Ist die Grenze, die wir zwischen «uns» und «ihnen» ziehen, selbstverständlich und absolut? Als nutzlos aus der Produktion ausgeschiedenes «Nutztier». (Bild: Daniel Ochoa de Olza / AP)

Wenn ich Tieren Rechte zugestehe, verliere ich ein paar wenige Zutaten beim Kochen. Das stimmt. Seit ich vegan lebe, habe ich aber viel mehr neue dazu gewonnen! 💓🐮🐶🐷🐔🐱🐟

Hier der ganze Artikel in der NZZ:

http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/ein-plaedoyer-fuer-tierrechte-wir-ignorieren-das-offensichtliche-ld.112559

7/27 weil ich nicht aus dem Fenster springen will

„Da kann ich auch gleich aus dem Fenster springen, dann belaste ich die Umwelt gar nicht mehr,“ meinte kürzlich eine Kollegin bei einem Tischgespräch über die ökologischen Gründe für meine pflanzliche Ernährung.

Nein, ich werde nicht aus dem Fenster springen. Sicher, die Menge der Menschen auf der Erde ist eine Zumutung für unseren Planeten. Wenn ich aber schon selber ein Teil des Problems bin, dann will ich wenigstens auch ein Teil der Lösung sein!

Der Dokumentar-Film „TOMORROW“ ist extrem inspirierend und spannend und wird hoffentlich bei allen, die ihn gesehen haben und noch sehen werden, einen nachhaltigen Eindruck und die Motivation zu konkretem Handeln hinterlassen.

Man kann die Ursachen alle nicht sehen wollen, die Probleme weiterhin ignorieren und sich einreden, selber nichts zur Veränderung beitragen zu können, denn dies würde ja bedeuten, das eigene Verhalten aus der Komfortzone hinaus zu verändern und dazu sind (noch) die wenigsten bereit.

Bald werden wir eh keine andere Wahl mehr haben. Die Erkenntnisse der Wissenschaft sind seit Längerem bekannt, nicht erst seit 5 Jahren. Wir sind wohl die einzige Spezies, die über die Möglichkeit und aktuell hohe Wahrscheinlichkeit des eigenen Aussterbens reflektiert, und doch im Grossen und Ganzen wie gewohnt weiter macht. Die nächsten 20 Jahre werden entscheidend sein!

Keiner kann heute noch sagen „Ich hab das alles nicht gewusst.“ Wenn unsere Enkel später mal fragen: „Was habt Ihr getan?“ Wollen wir dann einfach antworten: „Nichts“?

Worauf wartest du noch?

Veganes Leben kann tödlich sein…

Dieser Erfahrungsbericht zweier Veganer könnte dein Leben und deine Meinung über vegane Ernährung wirklich verändern. Ich weiß, der Bericht ist ziemlich lang, weil ausführlich und informativ. Es lohnt sich, ihn zu Ende zu lesen. Wer sich nicht so für Details zum veganen Essen interessiert, kann in der Mitte ein paar Absätze überspringen, aber den Schluss sollte man nicht verpassen!

http://www.eatplantsdrinkbeer.com/readup/2015/11/12/our-vegan-diet-almost-killed-us

Weisst du es oder interessiert es dich?

Zustand: sehr zufrieden, heute meine „best ever-Tarte Tatin“ gezaubert #vegan ☺️

Warum vegan? Weil es mir nicht egal ist, wenn die Polarkappen schmelzen!

Die veganen Glacés im MIGROS schmelzen übrigens auch und schmecken sehr lecker.

Tataaa: TARTE TATIN... soo lecker!

Tataaa: TARTE TATIN… soo lecker!

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Abbildung aus „FÜR IMMER“, erschienen 2015 im Verlag Neue Zürcher Zeitung – in der Reihe ABSTRAKT, Taschenlabor für Zukunftsfragen, ISBN 978-3-03810-091

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Gesundheit oder Ethik?

Wenn ich auf Kaffee verzichte, weil die Säure meinem Magen nicht gut tut, kommt mir Verständnis oder allenfalls Bedauern über den mir entgehenden Genuss entgegen. Wenn ich mein Dessert ohne Schlagrahm esse, weil ich grad auf meine Linie achten will, erhalte ich etwa ein Feedback wie „wow, du bist aber sehr diszipliniert“.

Ich trinke täglich gerne Kaffee und erlaube mir ohne schlechtes Gewissen meine Desserts mit Schlagrahm. Die Milch in meinem Latte Macchiato ist pflanzlich und der Schlagrahm ebenfalls. Nein, ich hab keine Laktoseintoleranz. Ich ernähre mich vegan, weil es mir unethisch erscheint, Tiere zu züchten, um aus ihnen in einem lebenslangen schwängern-gebären-töten-Kreislauf das Maximum rauszuholen, damit ich etwas Tiermilch in meinen Latte oder ein paar Speckwürfelchen über meinen Salat schütten kann.

Und plötzlich bin ich nicht mehr diszipliniert, sondern extrem, intolerant, missionierend, radikal. Dieser Unterscheidung in der Begrifflichkeit nachzugehen, finde ich spannend und aufschlussreich.

Wenn ich aus gesundheitlichen Gründen etwas nicht konsumiere, ernte ich weitgehend Verständnis und Respekt. Warum? Ich tue es für mich, für meine Gesundheit. Es ist also ausschliesslich mein Problem und nicht das der Anderen. Mein Egoismus wird respektiert, denn ich tue etwas für meine Gesundheit.

Jede/r weiss, dass es kein Fleisch von glücklichen, sondern nur von toten Tieren gibt. Wer Fleisch isst, muss es also grundsätzlich OK finden, dass dafür Tiere getötet werden. Wer Kuhmilchprodukte konsumiert, ist sich bewusst, dass diese dem Menschen von Natur aus nicht zugänglich sind, es sei denn, die Kälber werden der Mutter weggenommen. Wenn ich demnach aus Empathie auf bestimmte Nahrungsmittel verzichte, weil ich problemlos auch mit pflanzlichen Produkten Genuss und Freude am Kochen und Essen habe, nebenbei noch bemerke, dass dies meinem Körper und meiner Seele gut tut und also meiner ganzheitlichen Gesundheit, dann ernte ich bisweilen Kritik oder mitleidiges Unverständnis. Eine Freundin hat mir, als sie erfahren hat, dass ich vegan lebe, unterstellt, ich wolle sie provozieren. Als ich verneinte, meinte sie gar, ich sei nicht ehrlich. Warum? Es steht mir nicht zu, anderen zu sagen, was sie tun oder lassen sollen. Wird meine extreme Empathie als indirekte Kritik an ihrem Verhalten empfunden?

Meine sympathische, äusserst kreative, engagierte und lebensfrohe Bekannte Sandra Weber schreibt jeweils eine Kolumne im Reformhaus-Magazin „oliv“ und hat sich in der aktuellen Ausgabe eben dieser Frage gewidmet.image

Liebe Sandra, vielleicht hast du die Antwort ja für dich auch gefunden. Ich finde deinen Weg und dein Tun jedenfalls bemerkenswert und dein VLOWERS-Magazin wunderbar! Auch hoffe ich, dass der Weg vom Bieler Seeland nach Zürich zu deinem sonntäglichen Frühstückscafé mal etwas kürzer wird… 😉 Keep going the great work 👍

http://www.vlowers.ch

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