Das arme Schwein zahlt den vollen Preis

An der Nordseek├╝ste... ┬ęR.W. 2014

An der Nordseek├╝ste… ┬ęR.W. 2014

Ich befinde mich momentan grad in Nord-DE im Urlaub. Das Meer, der Wind, die Sonne… Ruhe tanken…mit meinem Liebsten lachen, entspannen, geniessen, wunderbar ­čî×

Auf der Menukarte steht auch hier so oft einfach „vom Schwein“… Auch wenn ich das ja aus Prinzip nicht esse, gibt es mir jeweils einen kleinen Stich in mein sensibles Herz, wenn ich mir „das Schwein“ vorstelle, in seinem engen Kastenstand, wo es bis zur Schlachtreife vor sich hin vegetiert und von dem mir k├╝rzlich ein gr├Âsserer deutscher Schweinez├╝chter best├Ątigte, es sei „artgerecht, dass es, (das Schwein) mit Ausnahme des Tages, an dem es verkauft wird, nicht raus kann, da es ja zum Hausschwein domestiziert wurde„. Wer den ganzen Austausch meinerseits mit der Schweinezucht „Brokser Sauen“ lesen Einblick in die Gehirnwindungen desselben gewinnen m├Âchte, kann dies auf Facebook tun.

Sch├Ân, dass es die Eisbude gleich um die Ecke unseres Hotels gibt, in der die Mitarbeiterin aus Eigeninitiative auch Sojamilch f├╝r den Milchshake anbietet und ihrem Chef sagt: „Du probierst das jetzt einfach mal. Es wollen ja jetzt so viele Leute vegan leben.“

Bitte denke daran, auch wenn du in der Schweiz lebst und wenn du Billig-Fleisch kaufst, z.B. von M-Budget (MIGROS) oder Prix Garantie (COOP)… der Verbraucher tr├Ągt AUCH Verantwortung f├╝r Tierleid und: „das Schwein“ zahlt IMMER den vollen Preis!

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Bild: ndr.de

Im schlimmsten Fall zahlst du etwas mehr und konsumierst weniger oder gar kein Fleisch mehr – ja, das geht auch: bei mir jedenfalls seit 35 Jahren problemlos.

Im besten Fall erlangst du durch den Verzicht auf etwas, das du gar nicht brauchst, den Gewinn, einen aktiven Beitrag geleistet zu haben f├╝r: weniger Tierleid, weniger Umweltbelastung, weniger Ressourcenverschwendung.

Sei neugierig und erfahre mehr ├╝ber „das Fleisch vom Schwein“, z.B. im Doku-Film von Monika Anthes und Edgar Verheyen:
Ende 2013 wurden diese schockierenden Aufnahmen erstmals gezeigt: Arbeiterinnen, die im Vorbeigehen reihenweise kleine Ferkel erschlagen oder auch mal lebend in ├╝berf├╝llte Kadavertonnen werfen. Diese Ver├Âffentlichung l├Âste Emp├Ârung und die Frage aus: Ist das der Preis, den die Konsumenten f├╝r billiges Fleisch zahlen wollen? Die Monate lange Recherche der beiden Autoren zeigt am Ende: Es gibt eine systematische, gesetzeswidrige Massent├Âtung ├╝berz├Ąhliger Ferkel, (gesch├Ątzte 150’000 pro Jahr) einen pensionierten Veterin├Ąr, der sich sch├Ąmt, dass es soweit gekommen ist und einen Bundesminister, der verlegen l├Ąchelt, als er mit den Bildern konfrontiert wird und dann erst mal Spanferkel anschneiden geht auf Einladung des Deutschen Schweinez├╝chterverbands.

Dort wird ja vielleicht schon nach einer L├Âsung dieses Problems diskutiert… eine Sau mit 20 Zitzen w├Ąre doch ein Zuchtziel, oder?
Na, dann weiterhin viel Spass beim Essen „vom Schwein!“

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1 Kommentar

  1. xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx

    Treffliches Zitat:
    „Tierqu├Ąlerei schmerzt dich uns├Ąglich?
    Und i├čt doch deinen Braten t├Ąglich?
    Fleisch zu essen ist im Grund
    ja weder n├Âtig noch gesund.
    Doch liebt┬┤s der Mensch sich zu ruinieren
    samt seiner Umwelt und den Tieren.“
    (Wolf Martin – Kronenzeitung 04.11.1989)

    Pers├Ânliche Kurzanmerkung zu diesem Thema:
    Eine parasit├Ąr und asozial lebende Menschheit vermehrt sich t├Ąglich um 200.000 K├Âpfe – die Apokalypse f├╝r unsere geschundene Erde. Die „Dornenkrone der Sch├Âpfung“ hat die Erde zu einem einzigen monstr├Âsen Friedhof gemacht. Es wurden – und werden – gigantisch viele wertvolle Tiere t├Ąglich von vielen wertlosen Menschen gequ├Ąlt und abgemurkst. F├╝r die Tiere hat der Teufel keinen Klumpfu├č und keine H├Ârner, sondern eine Menschenfratze.
    U.Dittmann

    Gef├Ąllt mir

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