VEGAN LOVE BITES 10/99 – OSTERN: Sündiges Fleisch!

Früher gab’s auch bei mir am Karfreitag Fisch statt Fleisch. Fisch, da ich schon lange aufgehört hatte, Fleisch zu essen. Eine Freundin und ihr Mann schafften es bei jedem gemeinsamen Essen, mich darauf anzusprechen, warum ich noch Fisch esse, das sei doch inkonsequent. Sie selber assen Fisch und Fleisch und waren demnach viel konsequenter als ich. Ich war damals noch nicht bereit und hätte es auch nicht für möglich gehalten, sogar mal ganz vegan zu leben. Tief in meinem Innersten wusste ich es aber und antwortete: Es kommt der Tag, an dem auch der Fisch von meinem Teller verschwindet. Tot war ja nämlich auch der.

Ich hab’s zwar nicht mehr so mit der Kirche, aber auch ich weiss: Eigentlich wird an Ostern das Leben, die Auferstehung gefeiert. Warum dazu tote Tiere gegessen werden sollten, ist mir unverständlich. Klar, das Opferlamm soll uns symbolisch von unseren Sünden befreien, so wie Jesus in der Passionsgeschichte für uns Menschen am Kreuz gestorben ist. Aber irgendwie scheint mir der ganze Fleischwahn an Ostern auf einem Missverständnis zu beruhen: Müssen Christen wirklich Lamm essen, um ihre Liebe zu Gott zu bezeugen??? Das ist doch genauso abwegig wie das Beten von drei Gegrüsset seist du Maria und fünf Vaterunser, um sich per Absolution von einer Sünde zu befreien.

Eine 8-jährige Schülerin aus einer Nachbarklasse hat mal gesagt: „Das ist ja nicht so schlimm, wenn ich etwas nicht gut mache. Der liebe Gott wird schon dafür sorgen, dass es wieder in Ordnung kommt.“ Nun, es mag schön und wichtig für das Seelenheil eines Kindes sein, wenn es sich nicht sorgen muss und gut behütet aufwächst. Falls dieses Mädchen jemals zu mir in meiner Klasse sein sollte, wird jedoch etwas vom Ersten, was sie von mir erfahren wird, sein, dass es eine Verantwortung gibt für das eigene Tun. Und diese Verantwortung trägt jeder Mensch selbst. Sorry. Der liebe Gott muss draussen warten.

Ich wollte und konnte die Verantwortung, dass Tiere sterben müssen, damit ich sie in Stücken auf meinem Teller wiederfinde, nicht länger tragen. Eigentlich finde ich, dass das eh kein Mensch wirklich kann. Darum wird die Drecksarbeit, das Töten von Millionen fühlenden Lebewesen, delegiert an Andere, die anonym bleiben. Und so beschloss ich vor 3 Jahren, vegan zu leben.

Ja, es gibt ein Leben nach dem Fleisch! Und es gibt auch ein Leben nach dem Fisch! Und ja, es schmeckt sündhaft gut, ist voller köstlicher Wunder, Freude an der Kreativität und ausserdem und besonders bemerkenswert, und dies nicht nur für Männer wissenswert, die jetzt nur aufgrund des Titels auf diesen Beitrag „hereingefallen“ sind: Ist euch schon mal aufgefallen, dass bloggende Veganerinnen sündhaft gut aussehen?

Nein, Veganer essen nicht nur Steine und Gras 😆

 

VEGAN LOVE BITES 4/99: Wie bei Oma!

Gestern habe ich zum zweiten Mal einen Backkurs bei Ursi besucht. Das Thema war diesmal „Torten backen und verzieren“. Wir waren wieder 6 Teilnehmerinnen, zwischen 15 und 57 Jahren, die Jüngste hatte den Kurs von ihrer Mutter zum Geburtstag geschenkt bekommen, so cool!

Nachdem ich im letzten Kurs das Aquafaba-Wunder https://hastdubistdu.com/2017/01/28/vegan-love-bites-399-krass/

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entdeckt hatte, war mir klar, dass es diesmal nicht grad wieder einen solchen Zauber geben kann. Ich hab eine mit Vanillecreme gefüllte Biscuit-Torte gemacht und mit Marzipan und Schokolade verziert. Immerhin. Ein wenig stolz bin ich schon auch auf die Torte. 😊

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Eigentlich war vorgesehen, die Torte oben mit Früchten zu garnieren und dann mit Fruchtgelée zum Glänzen zu bringen. Da ich aber bei den unglaublich vielen Deko-Optionen nicht widerstehen konnte, hatte es am Schluss leider keinen Platz mehr für Früchte. Eigentlich schade, aber das mache ich dann bei der nächsten Torte im Sommer…🍓🍑🥝

Für diesmal musste es ausreichen, etwas Mangopürée darüber zu leeren… 😋

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So wie sie aussieht, erinnert mich die Torte an die Zeit, als ich bei meiner Oma lebte. Wir gingen manchmal ins Café und assen dort ein Stück Kuchen. Das war etwas Besonderes und ich fühlte mich dann immer wie ein kleines Fräulein. Die Torte, die ich gestern bei Ursi gemacht habe, hat in mir diese Kindheitserinnerung geweckt. Das ist schön! Etwas Besonderes ist diese Torte ja auch: sie ist vegan – und man sieht es ihr nicht mal an. Und sie schmeckt sogar! Das sind für Menschen wie mich, die seit mehreren Jahren vegan leben, keine besonderen Feststellungen. Allen anderen, den Zweiflern und Kritikerinnen, den prinzipiell vegan Verweigerern mit Geschwafel von wegen „es ist zu teuer und zu aufwendig und schmeckt nicht…“ kann ich nur empfehlen: Bucht einen Backkurs bei Ursi und überzeugt euch selbst!

https://www.backenmitursi.ch

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Aber das wollen sie ja vielleicht gar nicht, denn dann werden sie Lügen gestraft, weil sich alle ihre Bedenken in Schall und Rauch auflösen, und es bleibt nichts mehr übrig, was sie einer veganen Küche entgegen setzen könnten…

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VEGAN LOVE BITES 3/99: krass!

Es ist ein Wunder geschehen! Es ist absolut fantastisch und ich bin ein bisschen stolz, dass ich dieses Wunder nun auch auslösen kann… Aber der Reihe nach…

Die Vorstellung, vegan zu essen, ruft bei mir heute andere Bilder und Assoziationen hervor als vor 3 Jahren, als ich beschlossen hatte, meinen Wahrnehmungszustand zu erweitern. Meine grösste Sorge war damals, dass ich meinen geliebten morgendlichen Latte Macchiato nicht mehr trinken könnte, weil da ja Milch drin ist. Dass es mehrere Dutzend Sorten Pflanzenmilch gibt, von denen mittlerweile wechselweise Mandel-, Reis-, Hafer-, Soja- oder Haselnussmilch mein Favorit ist, wusste ich vor 3 Jahren noch nicht. Heute ist es total normal und beim Einkaufen und Zubereiten mit Null Mehraufwand verbunden, einfach einen veganen LATTE MACCHIATO zu trinken.

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Später kamen Spagetti Volognese, Tiramisu, Pizza, Zopf, pflanzlicher Käse, Cake, Kuchen, Torten, Lasagne, Rührtofu u.v.a. mehr dazu. Es blieb für mich vor allem ein Produkt übrig, von dem ich bis vor kurzem überzeugt war, dass es unmöglich ist, dass es vegan gelingt, also gut aussieht und gut schmeckt: die Meringue – oder für die nicht schweizerischen 🇨🇭 Lesenden hier Baiser. Ich war überzeugt, dass ein paar extreme Veganer in ihrem radikalen Eifer Filme über youtube verbreiten, in denen suggeriert wird, dass es möglich ist, Baiser ohne Zugabe von Hühner-Eiweiss herzustellen, um zu vertuschen, dass man als Veganerin eben doch auf so vieles verzichten muss. Ich hab zweimal versucht, es nachzumachen und das Resultat war ein totaler Flop. Ich war mir danach absolut sicher, dass das einfach nicht geht. Punkt. Finde dich damit ab.

Nun habe ich vor 2 Wochen diesen wunderbaren Backkurs zum Thema Aquafaba (Kichererbsenwasser) bei Ursi Lüthy besucht.

http://www.backenmitursi.ch

Das alles haben wir da in nur 4 Stunden gelernt, gemacht und auch gegessen (numnumnum…!): Vacherin Meringue Glacé, Schoggimousse, Beerenmousse, Schokoküsse, Japonais und…

… ja, du hast das auf dem letzten Foto richtig gesehen: das sind Meringues! Und die sind wirklich unglaublich einfach zu machen.

Und jetzt frage ich mich Folgendes: Warum ändern die meisten Menschen ihre Ess-Gewohnheiten zu Gunsten der Tiere und der Umwelt auch dann nicht, wenn es ganz einfach umsetzbar wäre? Ich meine, wenn du rennen willst wie Usain Bolt, Fussball spielen wie Lionel Messi oder Klavier spielen wie Hélène Grimaud, dann kannst du dich noch so anstrengen und abmühen, du wirst deren Level mit grösster Wahrscheinlichkeit zu Lebzeiten nicht erreichen. Heulst du deswegen rum? Würdest du dich rechtfertigen wollen, warum du nicht so gut bist wie diese Ausnahmetalente? Nein. Du findest dich ganz einfach damit ab,  dass sie besser sind als du.

Aber wie ist es nun mit einer Veganerin in deiner Gegenwart, die dir vermittelt, dass sie dir ethisch überlegen ist, weil sie mit ihrer Ernährung mehr gegen das Leid der Tiere und mehr für die Umwelt tut als du, dass sie also in einem bestimmten Bereich besser ist als du? Du verteidigst dein Verhalten, dein Unvermögen, es ihr gleich zu tun. Du wirst wahlweise aggressiv gegen diese Person oder versuchst, sie schlecht oder lächerlich zu machen. Oder du zeigst immerhin Wertschätzung und sagst,  dass du das toll findest, du das aber selber unmöglich könntest. Warum eigentlich nicht? Du hättest genauso wie sie die Möglichkeit und zweifellos auch die Fähigkeit, es ihr gleich zu tun. Du müsstest nur wollen.

Es ist nun mal einfacher, von etwas zu träumen, das man unmöglich umsetzen kann, als etwas umzusetzen, das man tatsächlich könnte, wenn man nur bereit wäre, eine kleine Anstrengung zu unternehmen, nämlich eine Gewohnheit zu ändern.

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Und so werden weiterhin jährlich über 60 Millionen leidensfähige Tiere in der Schweiz geschlachtet, damit Fleischesser an ihrer Gewohnheit festhalten können, „nur ganz selten Fleisch zu essen und wenn, dann nur BIO und von guter Qualität“. Und das Klima geht den Bach runter, die Ressourcen werden weiter verschwendet, indem etwa für die Produktion von 1kg Rindfleisch nahezu 20’000 Liter Wasser verbraucht werden etc. bla bla bla… Wenn du deine Gewohnheiten nicht ändern willst, dann interessiert dich das eh alles nicht. Hauptsache, du kannst kochen und essen wie bisher.

Ach ja, das Schokoladen-Mousse aus dem Backkurs mit Ursi Lüthy schmeckt schlicht fantastisch, hat nur 3 Zutaten und ist in 15 Minuten gezaubert. Ich hab’s hier auf Blätterteigböden verteilt und mit frischen Mangoschnitzen garniert… himmlisch!

Optionen, die ich auch mag: Sojarahm statt Aquafaba und 1 EL Cognac oder Whisky unterrühren… 😋

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VEGAN LOVE BITES 2/99: weibliche Vleischkräpfchen

Frauen und Fleisch.Ein Thema für sich. Ein Thema mit verschiedenen Bedeutungsebenen und entsprechenden, hier ungeordneten Gedanken, die mir dazu einfallen:

Fleischeslust wird meist mit Sex in Verbindung gebracht.

Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach – hat der Komiker Hagen Rether jetzt umbenannt in Das Fleisch ist billig, aber der Geist ist wach. Das ist zwar nichts für zart besaitete Seelen, aber gnadenloser Denkanstoss gegen das Zwangskorsett aus Prüderie und Heuchelei des Entsetzens: http://www.last.fm/de/music/Hagen+Rether/_/Mettigel

Das Tier im Mann ist allen ein Begriff. Warum die Frau nicht? Dazu hab ich einen tollen Film gesehen und schreibe ein andermal darüber…

Nur 19% der vegan lebenden Menschen in Deutschland sind Männer. Warum so wenige? Darüber habe ich viel nachgedacht und schreibe auch ein andermal dazu…

Fleisch bedeutet für mich erst mal tote Tiere. Ich bin eine Frau. Mir tun die Tiere leid. Ich will nicht, dass Tiere sterben, um auf (m)einem Teller zu enden für etwas, was gar nicht nötig ist. Ich finde es pervers und brutal, Tieren Körperteile abzuschneiden, damit sie besser in einen Stall passen, sie einzusperren, sie Wochen, Monate oder gar das Leben lang anzubinden, dauerzuschwängern, nach der Geburt von ihren Müttern zu trennen, sie im Babyalter zu schlachten, weil ihre Aufzucht nicht rentabel ist, sie nur so lange am Leben zu lassen, wie Sie Profit bringen. Sie zu misshandeln. Sie auszubeuten. Sie zu töten. Wofür? Für Nahrungsmittel, ohne die wir bestens auskommen und für die es viele wunderbare Alternativen gibt, die für unsere körperliche und seelische Gesundheit und unsere 🌎 erst noch besser sind.

EIN RICHTIGER MANN BRAUCHT FLEISCH!img_0871

Dieses Vorurteil ist noch immer breit verankert. Männer haben mit mehr Ablehung zu kämpfen, wenn sie äussern, sich vegetarisch oder gar vegan zu ernähren. Einen ersten Einblick, warum das so ist, gibt es in dem Link hier: http://www.animalfair.at/2016/11/braucht-s-fleisch-um-ein-echter-mann-zu-sein/
Der Musiker Morrissey thematisiert das auch in seinem grandiosen Song „I’m not a man“. Die letzte Strophe lautet:

„I’m not a man
I’d never kill or eat an animal
And I never would destroy this planet I’m on
Well, what do you think I am?
A man?“

(Für Ungeduldige: das Lied geht erst ab 1:30 richtig los und das Bild bleibt während des  ganzen Songs dasselbe 😉

Wer mag, findet hier den kompletten Song-Text und kann nachlesen, was für Morissey alles „nicht Mann-sein“ bedeutet:

http://www.metrolyrics.com/im-not-a-man-lyrics-morrissey.html

Jetzt aber endlich zu den tendenziell weiblichen, weil veganen Vleischkräpfchen:

Das Rezept für die Füllung ist basically von Tibits aus dem Kochbuch „Meat the Green“.  https://at-verlag.ch/buch/978-3-03800-896-5/Meat_the_Green.html

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Ich nehme einfach lieber Kuchenteig statt Blätterteig. Die Kräpfchen bleiben besser in Form und werden nicht pampig.

1. 1 Zwiebel und 1 grosse Knoblauchzehe hacken und in Olivenöl glasig dünsten, etwas abkühlen lassen

2. 200g Räuchertofu, 100g Soja Cuisine, 1TL Paprika, 1TL Senf, 1/2 Bund Petersilie, Zwiebel/Knoblauch-Mischung, Salz, Pfeffer mit Pürierstab zu einer cremigen Masse verrühren, evtl. nachwürzen

3. Einen rechteckigen Kuchenteig in ca. 5x10cm grosse Teile zerschneiden (oder mit dem Täschler von Betty Bossi 😉 je 1 gehäuften TL Füllung drauf geben, Ränder vor dem Zuklappen mit Wasser bestreichen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Sojarahm/Kurkuma bestreichen.

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4. Backen: ca. 25 Minuten bei 180Grad

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Fotos: Elly Hofer @tier-im-fokus

Viele tolle Rezepte und ganze Menüs ohne Fleisch gibt’s auch hier:

http://www.tier-im-fokus.ch/tif-topf/

 

 

 

 

VEGAN LOVE BITES 1/99: Schoko-Mousse

Erst mal wünsche ich allen Lesenden hier ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Ich weiss, dass einige von euch erwartungsvoll auf meine Rezepte vom HIGH TEA-Treffen am 29.12. warten. Der Grund, dass ich erst jetzt damit anfange: Mein Jahr hat nicht so toll angefangen. Es hat nämlich genauso schlecht begonnen, wie das meines Mannes aufgehört hat: Ein heftiges Magen-Darm-Virus hat uns für jeweils 48 Std. komplett lahm 😒 gelegt: ihn am 31./01. und mich am 02.&03. Januar. Da war nix mit Rezepten testen und essen schon gar nicht…

Wir hatten ja diese tollen (und nicht ganz billigen) Karten für NOZZE DI FIGARO am Sylvesterabend und konnten nicht hingehen. Ein guter, lieber Freund hat auf Anfrage dann spontan 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn die beiden Karten aus unserem Briefkasten geholt, ist damit allein ins Theater 🎭 und hat die zweite Karte 💳 problemlos verkauft, denn die Vorstellung war schon lange ausverkauft. Ihn treffe ich heute Nachmittag zum Tee, nicht so ausgiebig wie HIGH TEA, nur mit Erdnussbutter-Keksen, aber das ist ja schon mal ein Anfang!

Hier nun also das 1. Rezept von 99, die ich in diesem Jahr unter dem Titel VEGAN LOVE BITES poste:

SCHOKO-MOUSSE (für ca. 4 Portionen)

1. 100g dunkle Schokolade zerbrechen und mit etwas Schlagcreme in einem kleinen Topf langsam erwärmen, bis die Schokolade schmilzt und sich verrühren lässt, etwas abkühlen lassen, 1 EL Cognac unterrühren

2. 200g Seidentofu, 1EL Kakao, 2-3 EL Puderzucker pürieren, unter die Schokoladen-Masse rühren

3. 200ml Schlagcreme steif schlagen und unter die Schoko-Creme ziehen, in Portionenförmchen abfüllen, min. 2 Std. kühl stellen. (Ja, ich weiss, da ist Palmöl drin, also suboptimal vom Nachhaltigkeitsaspekt her. Habe aber noch nichts Geeigneteres entdeckt, was sich so leicht schlagen lässt… MIGROS arbeitet sicher daran 😉

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4. Wenn du magst: mit Mangopürée übergiessen, Krokant oder Schoko-Späne oben drauf streuen oder noch etwas Schlagrahm oder… … 😋 und dann vernaschen… aber nicht mehr als 3 hintereinander… 😉

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25-27/27 warum vegan?

weiblich-veganMeine Serie „27 Gründe vegan zu leben“ geht zu Ende, und zwar grad zackig mit den letzten 3 Gründen auf einen Streich:

25. Weil ich eine Frau bin! … Tja, darüber könnt Ihr jetzt gerne mal nachdenken, was das mit vegan leben zu tun hat…

26. Weil die Welt nicht mit Worten besser wird: TUN ist wie WOLLEN, nur krasser!

27. Weil das Töten keine Lösung ist: Solange es Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder geben. (Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi)  https://www.aphorismen.de/zitat/15574

So, und wer jetzt immer noch skeptisch ist und findet, vegan ist zu EXTREM und überhaupt, das ist ja sowieso eine RELIGION und die Veganer sind eh alle NICHT GANZ 100, denen kann ich voll zustimmen, denn:

Meine neue Beitrags-Serie heisst 99 vegan love bites. Da werde ich zeigen, dass vegan leben wirklich EXTREM lecker und unterdessen auch ziemlich einfach ist, dass RELIGION etwas ganz anderes bedeutet als die meisten meinen und dass ich gerne nicht ganz 100 bin und mich voller Lebensfreude, Lust und Neugier auf ein phantastisches 2017 mit mindestens 99 veganen Leckereien freue!

Und ja, ich stehe dazu:

Bildergebnis für proud to be vegan

 

 

24/27 – warum vegan? Ausgerechnet an Weihnachten? Da erst recht: VEGAN HIGH TEA, Halleluja!

Ich war heute Gastgeberin eines veganen Koch-Treffens. Die Berner Tierrechts-Organisation TIF http://www.tier-im-fokus.ch  organisiert diese Treffen seit etwa einem Jahr regelmässig: zusammen kochen und essen, gute Gespräche, Rezepte austauschen… Ich hatte das Thema HIGH TEA gewählt. Nachdem ich selber nicht genau wusste, was eigentlich der Unterschied zwischen Afternoon Tea und High Tea ist, hab ich jetzt rausgefunden: Während für die Upper Class die Zeit zwischen dem Mittagessen und Abendessen gefüllt werden musste, da sie sonst nicht so viel zu tun hatte, wurde zum Zeitvertreib der Afternoon Tea eingeführt. Die Arbeiterklasse, die am Nachmittag sehr wohl etwas zu tun hatte, hat dann daraus den High TEA gemacht, der gleichzeitig das Abendessen darstellte und daher auch etwas später stattfand. ☕️🍴

http://www.afternoontea.co.uk/information/what-is-high-tea/

Auf mehrfachen Wunsch der Teilnehmenden poste ich hier nun schon mal das Rezept für den No-Egg-Nog. Die erste Flasche war dann leer, als die letzten Gäste gingen. Ich hab also gleich nochmal nachgemacht, denn eigentlich trinke ich diesen samtenen Likör traditionellerweise an Sylvester. Früher hab ich da 4 Eier rein gehauen, und heute weiss ich nicht wirklich wozu die eigentlich gut waren… Der No-Egg-Nog schmeckt himmlisch, auch ohne Hühnereier und Kuhmilch… 💓🐮🐓 Jetzt ist die zweite Flasche im Kühlschrank parat und hier folgt das absolut einfache Rezept:

1/2 Tasse Zucker mit 1 Tasse Sojarahm steif schlagen

1 1/2 Tassen Soja-Vanillemilch – gibt nicht nur einen feinen Vanille-Geschmack, sondern auch die hellgelbe Farbe passend zum „Eierlikör“ 😉-, 1/2 Tasse Brandy, 1 1/2 Tassen Whisky, 1/2 Tasse Zucker, etwas gemahlene Muskatnuss: alles dazu geben und mit dem Schwingbesen umrühren

alles in eine Flasche giessen, Deckel drauf, gut schütteln, ab in den Kühlschrank

vor dem Servieren jeweils gut schütteln!

etwas Muskatnuss drauf streuen, CHEERS!

Meine Hündin CARA hat übrigens wie viele andere Tiere panische Angst vor der Knallerei an Sylvester und zittert bei jedem Böller wie Espenlaub, die Arme. Ich kann tun was ich will, sie beruhigt sich nicht. Jetzt ist sie schon 13 und ich habe letztes Jahr beschlossen, Ihr ein Beruhigungsmittel zu geben, damit sie diesen Stress nicht durchmachen muss. Bei meinem ersten Hund GEORGE war das jeweils etwas einfacher: der hat einfach aus der Schüssel den Bodenrest Egg-Nog ausgeleckt und war danach total entspannt… 🍸😋🐶😊

23/27 warum vegan? Weil ich nicht bewusstlos sein will!

Manchmal passieren an einem einzigen Wochenende ganz viele wunderbare Dinge. Und diese Dinge hätte ich nicht erlebt, wenn ich nicht vegan leben würde – jedenfalls nicht bewusst.

Buddha soll mal gefragt worden sein, ob er Gott oder Mensch sei. Er antwortete: Weder noch. Ich bin bloss ein Erwachter und Ihr anderen schlaft alle noch.

Ich will jetzt nicht überheblich sein und behaupten, alle nicht vegan lebenden Menschen schlafen noch. Zweifellos ist das Bewusstsein bei Fleischessern anders als bei Menschen, die bewusst keine aus Tieren gewonnene Nahrung essen. Was ist eigentlich das Gegenteil von bewusst? Vielleicht bewusstlos?! – Bewusstlos an allem vorbei leben, das will ich definitiv nicht! Ich will die Energie des Lebens, die Freude an allem Schönen, die Lust, Neues zu entdecken und die Begeisterung fürs Essen ganz bewusst auskosten und nicht zufällig, beiläufig und unbewusst meinen Magen füllen.

Ich lebe seit gut zweieinhalb Jahren vegan. Nein, am Anfang war es nicht einfach und ich wusste selber noch gar nicht, ob ich das auch wirklich kann. Vegan kochen und backen ist wie eine Sprache lernen: zuerst ist alles neu und fremd und du hast keine Ahnung, wo du anfangen sollst. Du kennst ein paar Wörter und Phrasen, aber es fehlen dir ganz viele wichtige Begriffe, um etwas Vernünftiges zu formulieren. Dann entdeckst du Wörter, von denen du noch nie gehört hast oder gemeint hast, sie seien unaussprechlich.

Mit der Zeit kannst du zwar Sätze bauen, aber sie sind nicht wirklich gut. Mit Neugier, Geduld und Motivation erweiterst du deinen Wortschatz und wirst mutig, erfinderisch und redest auch mal einfach drauf los. Denn du weisst ja genau, warum du diese Sprache lernen willst. Und auch alle, die dich wahlweise ungläubig oder bemitleidend fragen, warum du das machst, denn sie könnten das nie, wissen zweifellos unterdessen, dass veganes Leben gut ist für deine Gesundheit, die Umwelt und die Tiere.

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Und ja: jedes Schnitzel oder jede Schinkenscheibe weniger auf dem Teller ist ein zufriedenes Schweinelächeln!

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Du fragst natürlich auch andere, die diese Sprache lernen oder sie schon länger sprechen, wie sie es machen. Und du merkst erfreut, dass es mehr sind als du geglaubt hast, die Erfahrung haben mit veganen Rezepten. Nach gut einem Jahr kannst du ganze Geschichten erzählen und einige finden deine Geschichten jetzt schon ziemlich gut.

Und plötzlich ist es so, dass andere von dir wissen wollen, wie du es machst, dass es gelingt. Denn sie können es fast nicht glauben, dass eine Geschichte in dieser fremdem Sprache so spannend, wunderbar, entspannt und unkompliziert sein kann. Und natürlich gewaltfrei!

1. Spannend ist es zweifellos, da ich wirklich jede Woche etwas Neues entdecke und ausprobiere, sei es im Verkaufssortiment oder beim Rezepte testen.
2. Wunderbar ist das Gefühl, wenn ich Komplimente bekomme, z.B. für meine Lebkuchen-Muffins, und das Erstaunen darüber, dass diese wirklich ohne Eier und Butter so lecker schmecken können 😋 (Das Rezept folgt im nächsten Beitrag 😉

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3. Entspannt ist das Einkaufen im Supermarkt: ich brauche nur noch etwa 1/3 der Zeit, um alles zu finden, was auf meiner Liste steht. Nein, ganz und gar nicht, weil die Auswahl kleiner geworden wäre. Im Gegenteil! Ich habe so viele neue Produkte entdeckt, an denen ich früher mit dem Einkaufswagen einfach vorbei gerauscht bin, weil ich nicht wusste, wie vielseitig, lecker und einfach sie zu verarbeiten sind. Kühlregale mit tierischen Produkten links liegen zu lassen ist eine echte Vereinfachung des Einkaufens.

4.Unkompliziert: Ja, auch in der veganen Küche gibt es genauso viele schnelle Rezepte wie in anderen Kochrichtungen. Ich entscheide mich selber, ob ich in 15 Minuten eine Ingwer-Karotten-Suppe oder in 1 Stunde einen Linsenbraten zubereite.
5. Gewaltfrei? OK, dass beim Fleisch nur noch die Verpackung aufgeschlitzt werden muss und nicht die Kehle des Tiers, ist jedem Fleischesser an sich klar. Wird halt einfach verdrängt. Logisch, sonst könnte man das tote Tierteil nicht mehr mit gutem Gewissen essen. Heute weiss jede/r, wie es bei Mastbetrieben zu und her geht und was im Schlachthof abgeht, ist auch nicht totstreicheln.

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Dass für Milchprodukte auch Tiere sterben, war mir selber auch lange nicht klar. Obwohl auch da die Zusammenhänge logisch sind. Logischer geht’s fast nicht mehr: Mutter hat Baby = Mutter gibt Milch. Mutter hat kein Baby = Mutter gibt keine Milch. Kürzlich fragte mich eine Kollegin, ob ich Kuhmilch nicht vertrage, weil sie neben mir stand und sah, dass ich mir Mandelmilch in den Kaffee goss. Meine Antwort: Ich hab kein Problem mit Kuhmilch. Aber die Kälber haben ein Problem, wenn ich ihre Milch trinke.

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Bist du ein Kalb? Ist deine Mutter eine Kuh?

Ich bin gerne vegan. Für mich ist es kein Verzicht, sondern ein Glücksgefühl und grosser Gewinn.

Über die wunderbaren Dinge, die mir im Verlauf der vergangenen Woche passiert sind, schreibe ich im nächsten Beitrag…

Warum vegan? 22/27 – weil ich kein Brett vor dem Kopf habe!

Eigentlich wollte ich im Dezember über meinen wunderbaren Gewürz-Adventskalender schreiben und auch sonst nur über Erfreuliches und Schönes…

Doch da bin ich vor einigen Tagen auf diesen Text aufmerksam gemacht worden, der ein typisches Winterthema kurz und bündig abhakt. Der Stil-Experte und Ratgeber der renommierten Schweizer Tageszeitung NZZ Jeroen Van Rooijen hat eine Rückblende auf die Modehypes des ausklingenden Jahres verfasst und sich mit 2 von den 10 aus seiner Sicht no-go-Stillosigkeiten mitten in mein veganes Herz geschrieben.

http://bellevue.nzz.ch/mode-beauty/friedhof-der-modetrends-10-fashion-hypes-die-wir-2017-vergessen-muessen-ld.131403

Im Beitrag „Friedhof der Modetrends“ schreibt er unter Punkt 2 einfach und prägnant, warum ein Echt-Pelzbesatz an der Kapuze einfach nicht geht:

Pelzkapuzen – wer heute noch immer mit einem dieser 08/15-Parkas mit Echtpelz-Rand herumläuft, hat nicht nur ein unnütz getötetes Tier im Nacken, sondern ein Brett vor dem Kopf. Es sollte inzwischen jedem klar sein, dass diese Art von Pelzbesatz von mangelnder Bildung und nicht von Wohlstand berichtet. Wenn so etwas sein muss, dann wenigstens aus Kunstpelz.

Dass Van Rooijen in Punkt 6 über die Stillosigkeit der UGG-Boots wettert, finde ich auch ziemlich amüsant und erfreulich. Was die Schafe erleiden müssen, die das Fell für den Füsse wärmenden Modetrend liefern, wissen nur die Wenigsten. Und die Meisten wollen es gar nicht wissen.

Zu wissen, dass Schafe für Lammfell sterben (und dies nicht als Abfallprodukt der Fleischindustrie) und die meisten auch für Wolle leiden müssen, ist wohl die Voraussetzung, vielleicht überhaupt etwas an den eigenen Gewohnheiten ändern zu wollen.

https://www.peta.de/lammfell#.WEg8h7SVChB (Achtung, hier geht’s nicht zum Schäfchen zählen – die Bilder können zum Teil verstörend wirken!)

Nicht wenige glauben, dass für UGG- und andere Boots mit Lammfell nur die Wolle der Tiere verarbeitet wird. Wie der Name schon sagt, wird beim Lammfell wie bei Leder die Haarschicht mitsamt der Tierhaut verarbeitet. Das Tier muss also getötet werden. Und selbst wenn es „nur“ um Wolle geht, ist dies noch längst keine Sicherheit, dass keine Tiere gequält wurden. Der grosse Weltmarktanteil der Wolle kommt aus Australien, Neuseeland und anderen Ländern, in denen Schafzucht im grossen Stil betrieben wird. Dort geht es etwa so zu und her:

http://www.focus.de/panorama/videos/australische-scherer-blutige-wolle-schock-ueber-brutalen-umgang-mit-schafen_id_3988941.html

Ich sag jetzt nicht, alle sollen auf alles aus Wolle verzichten. Sich nur schon zu überlegen, wo man was kauft und sich bewusst zu machen, wie viel man wirklich braucht, macht einen Unterschied in die richtige Richtung.

Gut, ich habe selber ein Paar „Vegetarian Shoes“, die dem australischen Schaffell-Original nachempfunden sind und ich muss zugenen, ich liebe diese Boots! Sie sind bequem und halten meine Füsse WIRKLICH warm! Vielleicht sehe ich ja darin auch ein wenig wie ein Bauerntrampel aus, aber wenigstens ein veganer Trampel! img_0767

Und nun verspreche ich, dass ich dieses Jahr nichts mehr zu Pelz und Fell schreiben werde – Ehrenwort! Das Nächste, was ich möchte, ist mit einfachen und leckeren Rezepten zu zeigen, dass veganes Kochen und Backen auch Anfängern und Neu- oder Teilzeit-Veganerinnen gelingt.

 

 

 

21/27 warum vegan – Was kannst du denn dann noch essen?

WAS KANNST DU DENN DANN NOCH ESSEN?

Diese typische Frage von fassungslosen Fleischessern ist unterdessen ziemlich lächerlich geworden, um nicht zu sagen, überflüssig.

Natürlich gibt es immer noch viele, auch unter meinen Bekannten, die total erstaunt sind, wenn ich Tirami-su, Schokoladen-Mousse, Apfelwähe, Cake, Waffeln, Pancakes, Burger, Kekse, Pizza, Spagetti Volognese und gefühlte 1000 andere Sachen ganz selbstverständlich vegan auftische.

Was mich interessieren würde: wissen sie es wirklich nicht, dass es so viele Möglichkeiten, Zutaten und Kombinationen gibt, dass auch ich als Veganerin ein viel zu kurzes Leben habe, um alle Rezepte auszuprobieren?

Ich halte eher für wahrscheinlich, dass die meisten ganz schlicht und ergreifend zu faul und zu bequem sind, um sich überhaupt darüber Gedanken zu machen, dass auch sie ihre Ernährungsgewohnheiten ändern könnten, wenn sie denn wollten. Denn, wenn sie es KÖNNTEN, wird die Erklärung „ich finde das toll, dass du das machst – aber ich KÖNNTE das nicht“ als Selbstschutz-Lüge enttarnt. Es müsste ganz einfach heissen: „Ich WILL das nicht!“

Das werde ich in Zukunft anmerken. Denn die Haltung „Ich will mich nicht ändern“ bedeutet für mich in diesem Kontext auch „Es ist mir egal, woher mein Essen kommt und ob es mal gelebt oder gelitten hat“.

Ihr seht hier nur ein paar wenige Fotos von meiner bunten Auswahl – ich freue mich, wenn der Eine oder die Andere sich inspiriert fühlen, auch mal was Neues auszuprobieren.

Gute vegane Rezept-Blogs gibt es ja viele… falls Ihr aber genau etwas der hier abgebildeten Sachen nachmachen wollt, meldet euch einfach unter chcornelia@gmail.com oder schreibt einen Kommentar 😊