20/27 warum vegan? Weil ich mich wohl fühle in MEINER Haut!

Jetzt sind sie wieder unterwegs. Jedes Jahr, wenn’s kälter wird. Und jetzt muss die Wut bei mir wieder raus. Wie jedes Jahr.

Jedes Jahr kommt die grenzenlose Wut in mir hoch, wenn Menschen, die ich sonst eigentlich noch freundlich und relativ intelligent finde, dieser absolut unnötigen Perversion verfallen und sich dadurch in meinen Augen menschlich und intelligenzmässig total disqualifizieren.

Ja, das sind harte Worte. Aber es ist für mich der Inbegriff von Ignoranz, Verrohung und Gleichgültigkeit, wenn man trotz mittlerweile flächendeckender Information zu diesem Thema immer noch Pelz trägt. Wozu genau, wird mir auf immer unverständlich bleiben. Der „oh, wie schön kuschelig-willhaben“-Effekt blendet beim Kauf der Leichenteile offenbar jegliche Empathie und Vernunft aus.

1. Vernunft: Arbeitsbedingungen, Umweltbelastung – Die Leder- und Pelzindustrie ist enorm umweltbelastend. In der Schweiz oder in Deutschland ist der Abbau von Chemikalien streng geregelt. In den Ländern, aus denen die Masse von Leder und Pelzen kommt, gibt es kaum oder keine Regulierung. Die Gerbstoffe gelangen ungefiltert ins Grundwasser. Arbeiter/innen (oft auch Kinder) stehen mit nackten Füssen in der giftigen Brühe.

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/gift-leder-pelz-100.html

https://m.youtube.com/watch?v=pNqJSTU-juk

Und nein: entgegen weit verbreiteter Meinung ist Leder- und vor allem Pelzgewinnung keine Nebenindustrie der Fleischindustrie, sondern ein eigenes unabhängiges Milliarden-Geschäft, in dem jährlich Millionen Tiere (davon geschätzte 2-3 Millionen Hunde und Katzen) meist in absolut unwürdigen Bedingungen ein kurzes trostloses Leben führen, um dann auf brutalste Art getötet zu werden.

Die Unterscheidung von Echt- und Kunstpelz wird immer schwieriger. So schwierig, dass echter Pelz aus China sogar als Kunstpelz verkauft wird! Auch in der Schweiz:

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Echter-Pelz-wird-als-Kunstpelz-verkauft-24782610

Der Echtpelz kann durch die oben beschriebenen Bedingungen so billig produziert werden, dass man gar nicht glauben will, dass er echt ist.

Wer es wirklich wissen will, ob es sich um die Haut eines toten Tieres handelt, kann es aber ganz einfach rausfinden:

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2. Empathie: Nebst der Freiheitsberaubung und meist unwürdiger, artwidriger Haltung millionenfach brutalste Tötung der Tiere, nicht selten lebend gehäutet… 😢

Bilder sagen auch hier mehr als 1000 Worte!

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Und wem das noch nicht reicht, kann sich diese Doku antun:

WARNUNG: Verstörende Bilder!! 😡

https://m.youtube.com/watch?v=c3Y_Z1Kl06A

Und trotzdem weiss ich auch diesen Winter noch immer nicht, wie ich meine Pelz tragenden Kolleginnen auf konstruktive Art auf dieses Thema ansprechen könnte…

Ja, ich tu mich da etwas schwer damit. Als Veganerin bekam ich schon bei der Frage, ob man wenn schon Kuhmilch, nicht wenigstens BIO-Milch in den Lehrer-Kühlschrank stellen könnte, zu hören: „Das kann dir doch egal sein, du trinkst sie ja eh nicht!“ Tja, das sitzt.

Jedes Mal, wenn ich die Kolleginnen mit den Tierhäuten am Hals sehe, steigt die Wut in mir hoch. Aber ich habe es bis jetzt nicht geschafft, sie darauf anzusprechen. Wenn ich dann noch mit einer von ihnen zusammen die Pausenaufsicht mache, wird’s echt schwierig für mich, freundlich h zu bleiben…

Ich bin wirklich offen und sehr dankbar für Vorschläge, wie ich das mit den Pelzkrägen angehen könnte!

Für meinen Teil fühle ich mich wohl in meiner eigenen Haut!

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Warum vegan? 18/27: Du arme Sau!

Bildergebnis für arme sau

Kein Mensch möchte ein Schwein sein. Eine arme Sau schon gar nicht. Wir beschimpfen und bemitleiden mit der armen Sau Menschen, die Schlimmes tun oder aushalten. Wie ist es möglich, dass wir dabei die Namensgeberinnen als empfindsame Leidträger einfach ignorieren, millionenfach einsperren, sie zu Gebärmaschinen degradieren, ihre Jungen töten und essen???

Wöchentlich erreichen uns Meldungen über schreckliche Zustände in der Schweinemast. Ganz aktuell sogar in Ställen oberster Bauern-Chefs.

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2016/Massive-Tierschutzv-Problem-bei-Bauern-Chefs,tierschutz248.html

Klar, wer weiter Tiere essen will, will dies nicht sehen. Dafür gibt es sogar einen Fachbegriff: Kognitive Dissonanz. Die, die sich das genau angeschaut haben, wissen warum sie schon lange kein Fleisch mehr essen wollen.

http://www.zeit.de/kultur/2015-09/massentierhaltung-tierschutz-10nach8

Schweine sind klüger als ein 3-jähriges Kind und als Hunde.

Schweine hören auf ihren Namen.

Schweine können Videospiele mit dem Joystick spielen.

Schweine träumen ähnlich wie Menschen und lieben es, beim Schlafen zu kuscheln.

Hast du das gewusst?

Für mich mehr als genug Gründe, diese wunderbaren Tiere nicht zu essen. Sie sind soziale, empfindungsfähige Individuen. Wie du und ich. Und sie wollen keine arme Sau sein!

Noch mehr spannende Infos gibt es hier:

http://www.petazwei.de/11-fakten-ueber-schweine

Und wer den armen Säuen endlich auch ein Innenleben zugesteht, kommt um dieses wertvolle Buch fast nicht herum: Peter Wohlleben (nomen est omen 😉 hat ein Buch über „Das Seelenleben der Tiere“ geschrieben. Kein Kitsch, sondern das Ergebnis seriöser Forschung und langer Beobachtung.

http://www.zeit.de/2016/28/das-seelenleben-der-tiere-peter-wohlleben

17/27 warum vegan? Ich könnte nicht ohne Fleisch leben.

Bitte hier keine Kommentare um eines kleinen Genitiv-Fehlers wegen…

Es stimmt mich traurig, dass weltweit jedes Jahr 70 Milliarden (!) Tierseelen der Sonne, des Lichts und dem grössten Anteil der Zeitspanne ihres Lebens beraubt werden. Wofür? Für Menschen, die sagen: „Ich könnte nicht ohne Fleisch leben.“

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Warum nur?

15/27 warum vegan? Weil es mir das Herz bricht!

Avatar von glucosebrainyglucosebrainy

Herzschmerz

Was mich am meisten stört, ist in erster Linie nicht, dass ein großer Teil der Menschheit dazu erzogen worden ist Tiere und tierische Produkte zu verspeisen.

Was mich am meisten stört, ist, dass kaum jemand sich ernsthaft auseinandersetzen will mit dem tatsächlich in der großen Mehrheit vorhandenden Leid der Nutztiere, obwohl es sich dabei um keine Ausnahmen handelt sondern um die Regel.

Was mich am meisten stört, ist, dass kaum jemand hören oder sehen will, wie sein Essen entsteht.

Was mich am meisten stört, ist, dass selbst wenn Menschen oberflächlich empfänglich zu sein scheinen für diese Problematik, viele nicht die geringsten Konsequenzen ziehen wollen.

Was mich am meisten stört, dass sie nicht einmal versuchen herauszufinden, ob/wo artgerechte Haltung realisiert wird.

Was mich am meisten stört, ist diese gigantische Ignoranz und Bequemlichkeit, die ich nicht verstehen kann, die zum Himmel schreit, die anderswo, bei anderer Thematik, auch als unerhört wahrgenommen werden…

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Warum vegan? 14/27 Was koche ich denn heute?

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Toll geschrieben! Scharfsinnig erörtert und deutlich formuliert die Publizistin und Philosophin Hilal Sezgin http://www.hilalsezgin.de die Tatsache, dass wir den nichtmenschlichen Tieren das Recht auf Leben absprechen, wie es uns grad auf den Teller passt.

Ist die Grenze, die wir zwischen «uns» und «ihnen» ziehen, selbstverständlich und absolut? Als nutzlos aus der Produktion ausgeschiedenes «Nutztier». (Bild: Daniel Ochoa de Olza / AP)

Wenn ich Tieren Rechte zugestehe, verliere ich ein paar wenige Zutaten beim Kochen. Das stimmt. Seit ich vegan lebe, habe ich aber viel mehr neue dazu gewonnen! 💓🐮🐶🐷🐔🐱🐟

Hier der ganze Artikel in der NZZ:

http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/ein-plaedoyer-fuer-tierrechte-wir-ignorieren-das-offensichtliche-ld.112559

Warum vegan? 9/27: Weil wir können!

Dieser Artikel von Sybille Berg ist ganz einfach und ganz grandios.

Warum töten wir? Warum zerstören wir? Warum tun wir, was wir tun? Die Antwort ist grandios einfach: Weil wir es können.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kein-fleisch-essen-ist-besser-als-sex-kolumne-a-1100380.html

Warum vegan? Grund 8/27: 69 Millionen Tote pro Jahr in der Schweiz

Dazu mag ich eigentlich gar nichts sagen. Finde ich einfach nur traurig und beschämend. Und was meinst du?

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7/27 weil ich nicht aus dem Fenster springen will

„Da kann ich auch gleich aus dem Fenster springen, dann belaste ich die Umwelt gar nicht mehr,“ meinte kürzlich eine Kollegin bei einem Tischgespräch über die ökologischen Gründe für meine pflanzliche Ernährung.

Nein, ich werde nicht aus dem Fenster springen. Sicher, die Menge der Menschen auf der Erde ist eine Zumutung für unseren Planeten. Wenn ich aber schon selber ein Teil des Problems bin, dann will ich wenigstens auch ein Teil der Lösung sein!

Der Dokumentar-Film „TOMORROW“ ist extrem inspirierend und spannend und wird hoffentlich bei allen, die ihn gesehen haben und noch sehen werden, einen nachhaltigen Eindruck und die Motivation zu konkretem Handeln hinterlassen.

Man kann die Ursachen alle nicht sehen wollen, die Probleme weiterhin ignorieren und sich einreden, selber nichts zur Veränderung beitragen zu können, denn dies würde ja bedeuten, das eigene Verhalten aus der Komfortzone hinaus zu verändern und dazu sind (noch) die wenigsten bereit.

Bald werden wir eh keine andere Wahl mehr haben. Die Erkenntnisse der Wissenschaft sind seit Längerem bekannt, nicht erst seit 5 Jahren. Wir sind wohl die einzige Spezies, die über die Möglichkeit und aktuell hohe Wahrscheinlichkeit des eigenen Aussterbens reflektiert, und doch im Grossen und Ganzen wie gewohnt weiter macht. Die nächsten 20 Jahre werden entscheidend sein!

Keiner kann heute noch sagen „Ich hab das alles nicht gewusst.“ Wenn unsere Enkel später mal fragen: „Was habt Ihr getan?“ Wollen wir dann einfach antworten: „Nichts“?

Worauf wartest du noch?