Weil kein Tier freiwillig in den Schlachthof geht!

Rund 10 Personen waren nötig, um das Tier in eine umzäunte Wiese zu treiben. ©Kapo BL
Weil kein Tier freiwillig in den Schlachthof geht!

Rund 10 Personen waren nötig, um das Tier in eine umzäunte Wiese zu treiben. ©Kapo BL
Ich wäre dafür, jedem Bauer das Erstgeborene zu entziehen… Eventuell würde der eine oder andere dann kapieren, was er anrichtet…
Halt! Eigentlich müsste allen Milchprodukte-Konsumenten das Erstgeborene entzogen werden… denn: ohne Nachfrage kein Angebot…
Aber klar, die Bilder im Film sind aus Australien. In der Schweiz ist sicher alles ganz anders…
Ja, und wenn ich hier wieder mal meine Wut über die Ohnmacht rauslasse, bin ich so was von extrem und krass und überhaupt, was würde denn mit all den Tieren geschehen, wenn alle Menschen vegan würden? Genau, die Masttiere würden gar nicht mehr geboren werden, was ihnen das ganze Leid ihres traurigen und meist kurzen Lebens ersparen würde und die Landwirtschaft könnte sich in eine andere Richtung entwickeln und zum Beispiel vermehrt wieder alte Getreidesorten anbauen. Ach ja, und ich missioniere, denn vegan leben ist eine Religion, und der Mensch hat schon immer Fleisch gegessen, so wie er eine Zeit lang auch immer Sklaven gehalten oder Hexen verbrannt hat, und vegan lebende Menschen werden irgendwann krank. Ich kenne zwar diese Krankheit nicht, aber egal, Fleischesser haben auch mal Herzprobleme und hohen Blutdruck, und das ist völlig normal. Veganer und vor allem Veganerinnen werden auch immer grad so aggressiv, zum Beispiel, wenn eine Fleischesserin ihren Rohschinken neben meinen veganen Oliven-Gugelhopf legt und sagt: „Ich hoffe, das macht dem Gugelhopf jetzt nichts“ und ich dann antworte „nein, ich glaub nicht, der Schinken lebt ja nicht mehr“ oder mich dumm stelle und frage: „Wie meinst du das jetzt?“ Ja, das ist wirklich total aggressiv. Ich darf sicher niemandem sagen, was er nicht mehr essen darf, wo kämen wir denn da hin, und was esse ICH denn überhaupt noch? Antwort: Na ALLES, was nicht von Tieren kommt, und das ist der grösste Teil der auf der Erde vorhandenen Nahrungsmittel! Und was soll’s: wenn Mitgefühl für nicht menschliche Tiere und ein Bewusstsein für schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen eine Religion ist, dann bin ich gerne deren Anhängerin.
Schön, dass ich in meinem Freundeskreis und auch im beruflichen Umfeld langsam, aber sicher immer mehr mitfühlenden Menschen begegne, die vegan wenigstens mal ausprobieren. DANKE! Das macht Mut und gibt Hoffnung 🙂
Vegan zu leben ist SO EINFACH… wenn man denn will 😉
WO EIN WILLE IST, IST EIN WEG. WO KEIN WILLE IST, IST EINE AUSREDE.
Ja, schon wieder dieses Thema. Sorry. Manchmal weiß auch ich fast nicht mehr, was ich dazu noch sagen soll. Es wurde alles schon gesagt. Wer es wissen will, weiß warum vegan und nicht „nur“ vegetarisch…
Seit ein paar Tagen höre ich das Schreien des Kalbs nach seiner Mutter. Mein Arbeitsweg führt mich täglich am Rand des Hofs vorbei, in dessen Stall nebst anderen Kühen die Mutter des schreienden Kalbs steht. Sie steht, soweit ich es mitbekomme, vom Morgen bis am Abend im Stall. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Vielleicht auch Jahr für Jahr. Die Milch, die ihrem Kind gehört, wird ihr genommen. Das Kalb wurde ihr auch genommen. Kurz nach der Geburt.
Das Kalb ist nun isoliert in Einzelhaft, kann seine Mutter wohl hören und riechen, aber weder sehen noch spüren. Da würde ich auch schreien. Tu ich innerlich auch.
Ich sehe, wie der Bauer am Kalb vorbei in den Stall geht zum Melken. Milch für Käse, Jogurt, Quark, Butter. Weil es halt so gut schmeckt. Wenn das Kalb bei der Mutter bleibt, gibt sie nur so viel Milch, wie das Kalb braucht. Und das ist für den Milchbauer zu wenig rentabel. Eine Milchkuh muss jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Das schafft sie etwa 4-5 mal, dann ist sie meist ausgelaugt und erschöpft, gibt nicht mehr genug Milch und wird geschlachtet.
Der Videoclip, den das deutsche STERN-Magazin online aufschaltet, zeigt zwar Kälber im fernen Neuseeland, die wegen der Milchwirtschaft gequält werden. Doch auch in Deutschland sind bereits Fälle von grober Vernachlässigung und brutaler Behandlung bekannt. Unrentable männliche Kälber werden auch mal zum Sterben liegen gelassen…
Viele Schweizer gehen auch gern im benachbarten Ausland Milch einkaufen. Weil’s doch so billig ist.
Ich wohne und arbeite übrigens an einem wunderschönen Ort im Berner Seeland am Jurafuss, in der Schweiz, von der gesagt wird, sie habe das strengste Tierschutzgesetz der Welt.
Gibt es wirklich noch Leute, die das nicht kennen? Und ob: Gestern Abend den Tisch voller Gäste, die das noch nie gegessen hatten! Präzisierung für alle, die keine Ahnung haben, wovon ich gerade rede: vegane Spagetti Bolognese.
Jan zum Beispiel findet wie ich grundsätzlich auch, dass es unnötig ist, Lebewesen zu töten fürs Essen und war glücklich, als ich ihm noch ein Glas von der Bolognese-Sauce für seine Freundin mitgeben konnte. 😊 Die Soja-Schnetzel von ALNATURA (erhältlich in größeren MIGROS-Filialen) für die Sauce kosten pro Packung CHF 2.10 und das reicht locker für 4-6 Portionen – von wegen vegane Ernährung ist teuer…
Dass es überhaupt Rest von der Sauce gab, war übrigens nur darauf zurück zu führen, dass es vor den Spagetti schon 3 Gänge gegeben hatte: Tomaten-Oliven-Brot und marinierte Veta-Würfel, Karotten-Kokos-Suppe und Gemüse-Pilz-Strudel. Zum Dessert gab’s Orangen-Zimt-Tiramisu und die unten abgebildeten wunderbaren Birnen-Mandel-Törtchen.
Natürlich alles vegan, also gewaltfrei 💓🐮🐷
Wer die Bolognese und noch vier andere sehr einfache und sehr leckere vegane Basic-Rezepte ausprobieren möchte, findet sie in diesem Link:
COMPASSION is SEXY
MITGEFÜHL ist ATTRAKTIV 😊👏💓
Wann und wo gibt es diese schönen Teile aus Recycling-Material auch in der Schweiz?