Vor dem Schlachten noch auf den Pausenhof

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Bevor sie geschlachtet werden, dürfen die Rinder jetzt ihre letzte Nacht im Pausenhof verbringen statt im Transporter ohne Futter und Wasser, damit die in der Schweiz maximal zulässige Transportzeit von 8 Stunden nicht überschritten wird. Super, oder?

Wie heisst es so schön:

Das Schlechte vermindern ist nicht dasselbe wie das Gute vermehren.

http://www.srf.ch/medien/news/kassensturz-strapazen-vor-dem-schlachten-viehtransporte-dauern-oft-zu-lang/

https://www.srf.ch/news/schweiz/strapazen-vor-dem-schlachten-rinder-ueber-20-stunden-im-transporter-eingesperrt

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Das Fest der Liebe Vol. 2017

Muss man wirklich töten, um das Fest der Liebe zu feiern? Das scheint mir zumindest absurd, um nicht zu sagen schizophren.

Warum spricht die Kirche von Liebe und Frieden, will aber ein Opferlamm? Wie können Menschen erwarten, in Frieden zu leben, wenn sie doch aber täglich den Tod auf dem Teller haben?

Probier mal ohne Tier!

Zum Beispiel der traditionelle EGG NOG. Geht wunderbar ganz ohne Eier. Einfach weglassen. Die Pflanzenmilch kannst du nach Belieben austauschen, z.B. mit Mandelmilch. Die hier abgebildete Soja-Vanille-Milch schäumt ganz wunderbar.

Nebst dem Alkohol braucht es diese Zutaten:

Was dabei rauskommt, ist pure Liebe, das garantiere ich: diesen Egg Nog willst du immer wieder!

Oder Lebkuchen: das Rezept meiner Tante, die extra für mich einen veganen Lebkuchen gebacken hat, macht unter meinen Bekannten unterdessen die Runde und wird überall mit Begeisterung aufgenommen. Ich lobe mich hier also nicht selber, garantiere dir aber, dass du das Tierische nicht vermissen wirst. Wäre hier eh nur die Milch und Butter. Rapsöl mit Buttergeschmack und Hafermilch gibt‘s im COOP. Das Einzige, was ich noch ergänzt habe, ist der pink-farbene Überzug: 1EL Randensaft, 1 EL Zitronensaft und Puderzucker, so viel wie es braucht für eine zähflüssige Masse zum Bestreichen (ca. 80g).

Anstatt einen runden Lebkuchen kannst du mit der Teigmenge auch Muffins backen. Das sieht dann so aus und kann gut ins Pausenzimmer des Kollegiums mitgebracht werden:

Für mich ist seit 4 Jahren klar:

Falsche Sprache

RÜCKTRITT VON NATIONALRAT JONAS FRICKER – Leserbrief

Betreff: Berichterstattung in der NZZ am 03.10.17 zu Jonas Frickers Rücktritt

SPRACHNUANCEN
Von der NZZ hätte ich etwas mehr Feingefühl und vor allem fundierte Kenntnis der deutschen Sprache erwartet. Der reisserische Titel „Auschwitz-Vergleich“ grenzt an Verleumdung. Nationalrat Fricker äusserte eine Assoziation, das ist etwas Anderes. Er hat weder Menschen mit Schweinen verglichen – was unserer Spezies angesichts der Weltlage nicht nur im übertragenen, sondern auch im biologischen Sinn durchaus anstehen würde (das wirkliche Entsetzen liegt in der Haltung des Speziesismus begraben: es darf gar nicht sein, dass Schweine mit Menschen verglichen werden) – noch hat er den Holocaust verunglimpft. Seine zweifellos ungeschickte Formulierung hat dazu geführt, dass einmal mehr über das Verbrechen der Tötung von 6 Millionen Menschen im dritten Reich gesprochen wird, echtes oder geheucheltes Entsetzen der Medien zelebriert wird, was einen derart grossen Druck erzeugt hat, dass Fricker als Nationalrat für seine Partei untragbar wurde. Über die zoologische Spezies der annähernd 3 Millionen armen Schweine in der Schweiz, die Jahr für Jahr für unsere heilige Bratwurst in den sicheren Tod gefahren werden, redet nun im Parlament zumindest eine schöne Zeit lang keiner mehr.

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Auch in der Schweiz erlaubt: Kein Einstreu, kein Auslauf Bild: tier-im-fokus.ch (TIF)

Du sollst töten!

 

Isst du Fleisch? In der Metzgerei einkaufen ist einfach. Vakuumverpackte, unkenntlich gemachte Tierteile im Supermarkt noch einfacher. Aber was passiert mit dir, wenn du deinen Hasenbraten, das Pouletflügeli oder gar das Rindsfilet selber mit dem Bolzenschuss tötest?

Fotos: Blick am Abend

Die Redakteurin Silvia Tschui hatte den Mut, es auszuprobieren. Auf den Fotos fühlt sie sich sichtlich unwohl. Beim Todesschuss weinte sie. Warum tut sie sich das an? Hier ihr Bericht: einnehmend und herzzerreissend geschrieben. Einige wünschen ihr den Tod. Was wiegt mehr: die zweifellos ambivalente Selbsterfahrung oder die Absicht, anderen die Augen zu öffnen?

https://www.blickamabend.ch/news/unsere-redaktorin-hat-getoetet-sogar-veganer-haben-mir-gratuliert-id7237897.html

5/27 Nicht normal

Mein 5. Grund für ein veganes Leben:

Unsere industrielle Vernutzung der Tiere ist ein einziges widerliches Elend.

Wenn das normal ist, bin ich gerne extrem:

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Bild: Karin Hofer / NZZ

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Massentötung von Eintagsküken für vereinbar mit dem deutschen Tierschutzgesetz erklärt. Die Ethik habe keinen Vorrang vor der Rentabilität der Brütereien.

Den ganzen Text gibt’s hier:

http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/eintagskueken-toeten-schluepfen-fuer-den-schredder-ld.84505

Leben oder Tod nach Ostern

Was war nochmal der Sinn des Osterfestes?

Das Leiden und der Tod wird überwunden: wir feiern das Leben! Das Ei als Symbol der Fruchtbarkeit, der Hase als fortpflanzungsfreudige Kreatur, das Küken, das aus dem Ei schlüpft: eine Verwandlung wie die Auferstehung.

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Foto: Freeimages.com / Iwan Beijes

Das Lamm als Osterbraten ist übrigens keine historisch oder gar durch die Bibel belegte Tradition. Es ist ganz einfach so, dass im Frühling viele Jungtiere geboren werden und dann überzählig sind, um nicht zu sagen überflüssig.

Die Hühner, die unsere vielen bunten Ostereier gelegt haben, werden zu Tausenden auch kurz nach Ostern geschlachtet, da sie mit eineinhalb Jahren das Alter erreicht haben, wo sie nicht mehr so viele Eier legen, dass es rentiert.

Von den Millionen männlichen Küken, die geschreddert und vergast werden, berichtet aktuell auch die ANNABELLE:

http://www.annabelle.ch/leben/gesellschaft/küken-schreddern-vergasen-42144

Na dann: viele, viele bunte Eier und frohe Ostern!