Auch Schwängern will gelernt sein

 

Kühe jedes Jahr zwangsschwängern ist absolut normal. Denn nur so ist gewährleistet, dass sie auch Milch geben. Nein, das tun Kühe nicht, weil sie Gras fressen. Sondern, weil sie wie wir Menschen Säugetiere sind und für Ihr Baby Milch produzieren. Diese Milch wollen aber die Menschen trinken. Auch das ist völlig normal. Eine artfremde Milch zu trinken, ist jedoch nur bei Menschen normal. Es gibt keine andere Spezies, die das tut.

Was nicht normal ist, man könnte gar sagen, extrem, sind vegan lebende Menschen, die nicht wollen, dass den Kuhmüttern kurz nach der Geburt die Kälbchen weggenommen werden. Weil die ja sonst die Milch trinken würden. Diese wird aber eben für nicht vegan lebende Menschen im Supermarkt verkauft, z.B. unter dem Namen „Wiesenmilch“, „Heumilch“, „von glücklichen Kühen“…

Um sicher zu sein, dass eine Kuh auch wirklich schwanger wird, wird sie zwangsgeschwängert. Das ist nicht so einfach, aber man(n!) kann ja bekanntlich fast alles lernen. Ja, auch das. Mit diesem Simulator.

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Nein, von den Tausenden trächtigen Kühen, die jedes Jahr geschlachtet werden und in deren Bauch das ungeborene Kalb erstickt, reden wir jetzt hier nicht. Auch das ist halt völlig normal, weil es anscheinend einfach nicht immer kontrolliert werden kann, ob eine Kuh nun wirklich schwanger ist.

Aber Veganerinnen sind irgendwie komisch…

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Brücken schlagen statt Tiere schlachten

Er steigt auf BIO um und pflanzt Neues oder längst Vergessenes, aber Bewährtes an. Er nennt den Hof Tierarche. Aus dem Nutztierbetrieb der Eltern macht der Sohn einen Lebenshof.  Zweifellos werden andere zukünftige Landwirte dem Beispiel folgen, auch wenn ein paar abschätzige oder gar dumme Sprüche am Stammtisch noch das Unverständnis zum Ausdruck bringen, dass da einer die Tiere einfach leben lassen will, statt auf Kosten ihrer Würde oder ihres Lebens Geld zu verdienen.

Menschen wie Urs Marti aus Kallnach haben und machen Mut!

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Urs Marti mit Stier Luca – Foto: Raphael Moser

Hier der vollständige Bericht in der Berner Zeitung vom 21.10.2017: https://www.bernerzeitung.ch/region/bern/er-krempelt-den-hof-des-vaters-um/story/23486816

Für die 40 Rinder werden noch Patenschaften gesucht:

Diese ermöglichen den Rindern bzw. einem Rind ganz konkret, ein langes und würdevolles Leben frei von menschlichen Nutzungs-Ansprüchen.“

Der Link zur Tierarche Kallnach:

http://www.tierarche.ch/index.php/de/