Kannst du die Welt noch wie ein Kind sehen?

Der kleine Luiz Antonio gibt einfache Erklärungen, die jeden Erwachsenen beeindrucken…
Ich war sprachlos… und tief berührt.
Aber schaut selbst und überlegt mal, warum Ihr etwas esst und etwas anderes nicht… findet Ihr auch so klare und einleuchtende Argumente wie Luiz???

Hast du noch Fleisch auf dem Teller oder isst du schon Tiere?

Der Schweizer Nationalliga A-Eishockey-Profi Andreas Hänni erklärt, warum er keine Tiere isst. Ohne Sentimentalitäten, mit aktuellen Bildern aus der Schweiz und umliegenden Ländern, aus denen wir Fleisch importieren.
Der Film hat mich sehr berührt und ich möchte Andreas Hänni meinen Dank für seinen Einsatz und seinen Mut aussprechen, die Dinge beim Namen zu nennen!

Nach dem Sichten dieses Films ist es mir nun ein Anliegen, wieder einmal ausführlich meine Gedanken zum Thema Fleisch essen auszudrücken.
Schweine sind nachweislich intelligenter als Hunde. Ich habe selber 2 Hunde, mit denen ich lebe und weiss, wie sie ihre Freude, Angst, Schmerz und Aufregung zeigen. Wenn ich mir vorstelle, dass der Grossteil der Schweine ein armseliges Leben im dunklen Stall verbringen, gequält, vergessen und lieblos entsorgt werden, nur weil sie das falsche Geschlecht haben oder ein paar Gramm zu leicht sind für die Mast, werde ich unendlich traurig und wütend.

Was mich persönlich betrifft, habe ich bereits als 8-Jährige erfahren, woher das Fleisch auf dem Teller kommt: von meinem Kinderzimmer aus habe ich jeweils am Montag Morgen die Schweine schreien gehört, wenn sie vom Bauern angeliefert wurden – ich wohnte direkt neben dem Schlachthof. Wenn ich um halb acht zur Schule ging, hingen die Schweine schon halbiert an den Haken an der Schiene…
Warum heisst es eigentlich „Fleisch“ auf dem Teller und nicht „Tier“? Beim Fisch heisst es doch auch einfach Fisch, beim Gemüse Gemüse usw.
Warum nennen wir es nicht beim Namen?
Wenn ich ein Kind frage, was es essen möchte und ihm ein Kaninchen und einen Apfel auf dem Teller zur Auswahl gebe, wird es sich für den Apfel entscheiden. Warum? Weil es die natürliche Empathie noch nicht verloren hat, die uns Erwachsenen abhanden gekommen ist, die wir so sehr von der Natur entfremdet sind.
Ich bin nicht grundsätzlich gegen das Fleisch essen, auch wenn ich für mich selber definitiv schon vor über 30 Jahren damit abgeschlossen habe und nie wieder Fleisch essen werde.

Es ist aber einfach nicht wahr, dass der Grossteil der Tiere, die für den Schlachthof bestimmt sind, vorher ein gutes Leben hatten. Immer wieder wird von Fleisch-Verteidigern behauptet, dass solche Bilder wie im gezeigten Film die grossen und schlimmen Ausnahmen seien.
Das Gegenteil ist leider immer noch der Fall. Schweine, die sich in der CO2-Vergasung überschlagen, die Wände hochgehen und rasend werden, sind keine Ausnahme, sondern die Regel bei dieser Tötungsmethode.
Die Vorzeige-Halter und Musterhöfe, die es wirklich vorbildlich und möglichst tierfreundlich machen, sind leider in der Minderheit. Warum? Es ist zu teuer!

Es darf doch aber nicht sein, dass der Tod durch Schlachten für ein Tier eine Erlösung von einem qualvollen Leben ist.
Ein Tier hat eine Würde und diese muss der Mensch respektieren. Sonst verliert er selber seine Würde! Die Gesamtmenschheit ist im Begriff, diese Würde abzugeben…

Warum?

That's him

CH/RW 2013

Du fragst mich, warum ich Tiere schütze?

Ich frage dich zuerst, warum du sie schlecht behandelst oder zulässt, dass sie schlecht behandelt werden.

Glaubst du noch an den Osterhasen?

TIERE ALS ABFALLPRODUKT

image Bild: APA

Ostern ist vorbei. Eier habe ich kurz vorher etwa 30 Stück aus dem Müllcontainer gerettet…

Wie kann ich denn wissen, ob ein Ei noch geniessbar ist? Nützliches fürs Leben sollte man in der Schule lernen, also nächstes Jahr kommt das in den Unterricht:

http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/bibliothek/eiertest.php5

Die Lust am Eier essen vergeht mir aber langsam. Nein, nicht, weil sie  aus dem Müll kommen. Von den 30 Dumpsteiern (dumpstern = containern) haben übrigens lediglich 3 den Geniessbarkeits-Test nicht bestanden und landeten dann letztlich doch im Abfalleimer. Alle anderen wurden verarbeitet und gegessen.

Niemand wurde krank. Krank ist aber wohl Folgendes:

In der Schweiz werden jedes Jahr 2.2 Millionen männliche Küken nach dem Schlüpfen vergast oder „homogenisiert“ = geschreddert! Warum?? Sie legen keine Eier und setzen auch nicht genug Fleisch an, um für ein Pouletbrüschtli wirtschaftlich geeignet zu sein. Zu deutsch: es kostet weniger, die Küken sofort zu töten, als es Gewinn bringen würde, sie zu mästen, so dass ihr Leben wenigstens nicht vergeudet worden wäre…

GELD oder LEBEN? Die Eier der Zweinutzungshühner (bei COOP Schweiz momentan in der Versuchsphase: das Fleisch ist bereits im Verkauf, die Eier ab Juli) seien zu teuer, heisst es, und würden wohl ein Nischenprodukt bleiben, da sie eben nicht wirtschaftlich sind. Ist Wirtschaftlichkeit ein ethisch vertretbarer Grund, Tiere zu quälen?

Das „Aufeinanderschichten“ der Küken ist in der Schweiz verboten, nicht aber das „Homogenisieren“ ( es heisst wirklich so!) , was nichts Anderes bedeutet als lebend im SCHREDDER zu landen!

http://www.tierwelt.ch/?rub=4498&id=37850#.U2Siasy2MbU.email

Ein Tier ohne „vernünftigen Grund“ zu töten ist laut Tierschutzgesetz in Deutschland verboten. Ob Wirtschaftlichkeit ein „vernünftiger Grund“ ist, wird derzeit im Bundesland Nordrhein-Westfalen geprüft. Dort hat man festgestellt, dass das Massentöten von männlichen 1 Tag alten Küken möglicherweise gesetzeswidrig ist… Ich bin mal gespannt, ob die Eier-Lobby genug Druck ausübt, um das Gesetz zu ändern, oder ob NRW tatsächlich innerhalb Jahresfrist andere, tierfreundliche Lösungen sucht.

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CH/RW 2014

Meine Lösung für den heutigen Brunch: Rührei ohne Ei!

Habe es meinem Liebsten aufgetischt und die Zutaten aufgezählt (Seidentofu, Räuchertofu – beides in Bio-Qualität bei COOP erhältlich):image

Er meinte: „Und Ei… oder?“ Nein, es geht OHNE Ei und schmeckt super lecker und für diejenigen, die auf den Ei-Geschmack absolut nicht verzichten können, gibt die Metzger-Enkelin Nicole Just weitere tolle Tipps in ihrem Kochbuch „La Veganista“, erhältlich z.B. in Bern bei „Changemaker“: http://www.changemaker.ch/

http://www.nicole-just.de/publikationen/la-veganista-lust-auf-vegane-kuche/

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Alles OK??

Alles OK??

 

Bild: „My Kitchn“, Paris

Warum muss man sich eigentlich rechtfertigen, wenn man sich vegetarisch oder vegan ernährt???

Übrigens: Ich bezeichne mich als ausgesprochen nicht langweilige Person. Ich trinke gerne Wein und Bier. Ich lache gerne und viel. Ich bin allen Freuden im Leben zugetan, die anderen kein Leid zufügen…

Die 10 Gebote der Erde / Earths ten commandments

Text: Ernest Callenbach / Artist: David Lance Goines / 1990

Vor über 20 Jahren habe ich dieses Poster in den USA gekauft. Es hängt jetzt an der Wand in der Gästetoilette. Die 10 Gebote der Erde haben nichts an ihrer Gültigkeit verloren. Sie haben aber zweifellos an Dringlichkeit zugenommen!

Der Autor des Textes sagt dazu:

„The Earth is not in trouble: we’re in trouble. The Earth is going to do just fine, thanks. Species come and go, regardless, though we may be the first to exterminate ourselves and everything else, too. Couple of hundred thousand-what the heck, maybe a million-years go by and it’s as though we never existed. Bubble in the river of time. Buying a list of swell things you can do to save the Earth is like buying a diet book instead of going on a diet.

It’s the illusion of action. Gives you that warm and fuzzy feeling of having done the right thing when in fact you’ve done nothing at all. We may be able to do something about the problems we’re facing, but first we have to figure out what those problems are. Doing something about the wrong problem will only create new, and much worse, problems for somebody else to fix somewhere down the line. So, let’s put on our thinking caps and stop pretending.“ Ernest Callenbach

Die Würde des Menschen…

… ist unantastbar, heisst es allgemein.

Ich sehe das etwas anders.

Heute, zum Osterfest, mache ich mir Gedanken über das Verhältnis des Menschen zur Natur und den Tieren.

Frieden

CH/RW 2014

 

Menschen können sich für oder gegen etwas entscheiden.  Sie können sich dazu entschliessen, mit weniger zufrieden zu sein oder nach mehr materiellem Gewinn zu streben.

Leider haben Materialismus, Gewinnsucht und Geldgier unsere Welt fest im Griff. Individualität, Selbstverwirklichung, „anything goes“ sind die Maximen unserer Zeit. Das klingt zwar schön, scheint mir aber auf die Dauer nicht gut, weil schwer verdaulich fürs ganze System, ob ökologisch, wirtschaftlich oder gesundheitlich. Es gibt Grenzen der Verträglichkeit. Aber wer oder was bestimmt sie? Die Macht der Welt liegt momentan im Geld. Möglichst billig produzieren und maximalen Gewinn erzielen. Da bleibt die Kreatur auf der Strecke. Ob es Tiere, Kinder, Frauen, Männer oder ganze Ökosysteme sind: die Ausbeutung macht nirgends Halt.

Was der Mensch anderen Menschen, Tieren und der Natur antut, tut er sich selber an. Wir sind Teil eines Ganzen. Mut, etwas zum Guten zu ändern, Empathie der leidenden Kreatur gegenüber, sich für etwas engagieren, ohne einen materiellen Gewinn daraus zu ziehen, bringt letztlich das, was in diesem Film so schön dargestellt ist: Dankbarkeit, ein Lächeln, Glück.

http://www.sunnyskyz.com/happy-videos/320/This-Video-Teaches-You-The-True-Meaning-Of-Life-In-Just-3-Beautiful-Minutes

Ich messe die Würde des Menschen daran, wie er sich Schwächeren, zum Beispiel Tieren gegenüber, verhält. Ein gequältes Tier verliert meiner Meinung nach seine Würde nicht, wohl aber der Mensch, der ihm das Leiden zufügt.

Würde des Menschen und des Tiers

Die Welt gehört uns nicht

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http://en.wikipedia.org/wiki/Ishmael_(novel)

Der Film „Instinkt“ läuft gerade… und ich hab kurz reingeschaut, obwohl ich ihn schon zweimal gesehen habe. Einfach Klasse, dieser Anthony Hopkins!

Das Buch „Ishmael“ von Daniel Quinn ist die Vorlage zum Film. Ich habe es vor 20 Jahren gelesen. Es ist das Buch, das mich wohl am nachhaltigsten geprägt hat.

Das Schlüsselzitat für mich ist:
„Wir müssen nur eine Sache endlich aufgeben… unsere VORHERRSCHAFT. Die Welt gehört uns nicht. Wir sind keine Könige und auch keine Götter. Können wir das aufgeben? Diesen Zwang das alles zu kontrollieren…diesen Drang wie ein Gott zu sein?“

Die Welt gehört uns nicht, auch wenn in der Bibel steht: „Macht euch die Erde untertan!“ Das ist ein grosses Missverständnis: Wir sind hier nur Gast… aber wie lange noch???

http://spruchbilder.com/261/die-welt-gehoert-uns-nicht