Der Vorhof der Hölle…

…ist auf Erden. Die Hölle aber ist leer, denn alle Teufel sind unter den Menschen.  Menschen sind gierig nach Geld und Macht, geizig, egoistisch, ohne Mitgefühl.

Darum müssen Tiere leiden. Unerträglich. „Weil es halt schmeckt“.

Lebend-Exporte werden von der EU subventioniert. Das Tierschutzgesetz wird dabei SYSTEMATISCH IGNORIERT – tagelang ohne Wasser, nicht abgeladen, nicht versorgt, unterwegs auf bis zu über 4000km, auf den Kadavern der Artgenossen stehend… um am Reiseziel, noch knapp „lebend“, definitiv die Kehle durchgeschnitten zu bekommen… einige kommen als Halal-Fleisch zurück in die Ursprungsländer, um von den dortigen Gästen als ihrer Kultur entsprechende Mahlzeit gegessen zu werden.

http://www.nzz.ch/panorama/das-leiden-der-tiere-im-niemandsland-1.18698165

Wer zur Legitimierung des eigenen Fleischkonsums immer noch meint, nicht menschliche Tiere merken nicht, was im Schlachthof mit ihnen passiert, und gleichzeitig den Mut hat, sich anzuschauen, wie ein Rind sich mit aller Kraft dagegen wehrt, auf die Schlachtbank geführt zu werden, darf sich dies anschauen… (Das Töten wird nicht gezeigt und die Schlachthof-Mitarbeiter im Film haben einen einigermassen ruhigen Umgang mit dem Tier. Es wird sogar noch gestreichelt, bevor ihm die Kehle durchgeschnitten wird…)

BÜSIRÜCKEN – WELCH ENTZÜCKEN oder KATZE METZGEN – WELCH ENTSETZEN

EINE LÜGE IST BEREITS DREIMAL UM DIE ERDE GELAUFEN, BEVOR SICH DIE WAHRHEIT DIE SCHUHE ANZIEHT. Mark Twain

Zwei kürzlich enttarnte Lügen möchte ich hier vergleichen. Was mich interessiert ist, wer wie darauf reagiert, wenn die Wahrheit ans Licht kommt. Wer fühlt sich hinters Licht geführt?

1. Lüge: Ich esse nur ganz wenig Fleisch. Und wenn, dann aus der Schweiz und BIO.

Diesen Satz höre ich immer wieder. Das Billigfleisch aus Tierqualhaltung essen die anderen.

Aus dem folgenden Bericht geht hervor, dass laut Selbstdeklaration der Befragten 30% aller Nahrungsmittel in der Schweiz aus BIO-Produktion stammen müssten. In Wirklichkeit sind es nur 7%, also lediglich ein Viertel des genannten Anteils. Beim besonders umweltrelevanten Fleisch ist der Anteil gar am kleinsten. Die Konsumenten lügen sich also selber an. Das beruhigt das eigene schlechte Gewissen. Alles OK.  Oder nicht?

http://www.langenthalertagblatt.ch/schweiz/standard/die-konsumenten-geben-sich-gruener-als-sie-eigentlich-sind/story/27422978

Wer wird sich ob dieser Lüge entsetzen und betrogen fühlen? Die täglichen Fleischesser (ohne Fleisch kann ich nicht leben) oder Billigeinkäufer (ohne billiges Fleisch kann ich nicht jeden Tag Fleisch essen)??? Die als Lügner ertappten Konsumenten, die angeblich auf Qualität und Tierwohl achten??? Wohl eher nicht. Sie bleiben weiter angenehm anonym in der Masse der Befragten.

ES IST GEFÄHRLICH, ANDEREN ETWAS VORZUMACHEN, DENN ES ENDET DAMIT, DASS MAN SICH SELBST ETWAS VORMACHT. Eleonora Dusa

Persönlich bin ich zwar enttäuscht über das Ergebnis, aber nicht wirklich überrascht. Die grosse Mehrheit kann eigenes Fehlverhalten nicht anerkennen und entsprechend ändern, das ist ein üblicher Verdrängungsmechanismus. Es nennt sich auch kognitive Dissonanz. Das Erkennen eines Fehlers würde ja bedeuten, dass man etwas ändern sollte. Und das wollen die wenigsten. Das macht mich wütend und auch traurig. Traurig, dass so viele sich und andere auf Kosten von Tierelend und Umweltbelastung weiter belügen. Es stimmt: Lüge ist hier ein trauriger Ersatz für Wahrheit.

2. Lüge: Es gibt kein Restaurant mit Namen „La Tablesuisse“, das „Büsirücken“ oder „Hunderagout“ serviert.

Büsirücken

latablesuisse.ch

Nach Erscheinen der Meldung entstanden innert kürzester Zeit Online-Petitionen, die diesem „barbarischen Brauch, dieser kranke Tradition“ ein Ende bereiten wollen. Es gab Morddrohungen und aus Anstand hier nicht übersetzbare Kommentare. Zwei Tage später wird bekannt, dass alles erfunden ist und es sich um eine sogenannte Viral-Kampagne handelt. Wofür, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar. Vorstellbar wäre eine Kampagne gegen das Verspeisen von Tieren im Allgemeinen.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Deutsche-Werber-machen-uns-zu-Katzenfressern-17898312

Wer fühlt sich jetzt wohl verarscht? Die Vegetarier, die konsequent gar keine Tiere essen? Die Veganerinnen, die extrem konsequent auch Milchprodukte und Eier nicht auf ihrem Teller haben wollen, da auch diese mit Tierleid verbunden sind, wie unterdessen jede/r weiss? Wohl kaum. Lüge ist hier ein Mittel für „intelligent seeding“ oder einfacher gesagt: der Bericht soll zum Nachdenken anregen, in diesem Fall mittels Provokation. Das ist ihm offenbar gelungen.

Die selektiven Fleischesser könnten sich jedoch möglicherweise übertölpelt fühlen, da sie sich aus der Reserve haben locken lassen und sich vehement und teilweise mit aggressiven und hetzerischen Kommentaren und geheucheltem (selektivem) Entsetzen gegen das Züchten, Einsperren, Mästen, Töten und Essen der lieben Katzen und Hunde ausgesprochen haben. Möglicherweise, um kurz danach im Restaurant ein Schnitzel, Filet oder eine Bratwurst zu verzehren. Mit dem sicheren Wissen, dass es sich dabei ja nicht um Katze oder Hund handelt, sondern nur um ein Schwein, Kalb, Rind, Lamm oder Huhn, das gezüchtet, eingesperrt, gemästet und getötet wurde. Und das ist etwas ganz anderes als eine kranke Tradition. Oder nicht?image

RICHTIG-FALSCH

 

Nackt…

…statt im Pelz!

Fühl dich wohl in deiner eigenen Haut und lass den Tieren ihre, sagen sich offenbar auch diese 4 Schönheiten.

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Recht haben sie: wenn du Pelz trägst, weißt du nie genau, in wessen Haut du steckst… dafür bist du immer hautnah am Tod.

Im Grunde ist alles ganz einfach

Die wirklich guten Dinge sind ganz einfach umzusetzen: Dieses wunderbare Getränk weckt die Sinne!

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Wenn Ihr euch dazu gemütlich einkuschelt und dem Sturm draußen zuhört, werden vielleicht auch bei euch Erinnerungen aus ferner Zeit wach: mein allerliebstes Grosi, meine Kindheit, die Geborgenheit bei den Großeltern… kindliche Unschuld, raschelndes Laub unter den Füßen (unbezahlbar!), Spielfreude, Neugier auf die Welt, die von meinem Großvater geförderte natürliche Empathie für Tiere: auch die Steinkatze am Weg wollte immer gestreichelt werden!

Hier kommt das Rezept:

KURKUMA LATTE (für 2P.)

4dl Pflanzenmilch (2dl Soja, 2dl Mandel oder Haselnuss) in einer Pfanne erwärmen
Gewürz dazu geben und 10 Min. ziehen lassen:
1cm frisch geriebener Ingwer (oder 1 Prise gemahlener)
1 TL Kurkuma
1/2 TL Zimt
1 TL Agavendicksaft (Honig geht auch für Nicht-Veganer 😉
Flüssigkeit gut mit dem Schwingbesen schaumig rühren
In 2 Tassen abfüllen
1 Prise frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer drüber streuen
einkuscheln und genießen!

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Das Tier – ein Mensch wie wir

Das findet nun auch der Bauerverband. Er steckt die Tiere in frisch gewaschene Sennenhemden und lässt sie so kluge Aussagen verlautbaren, als kämen sie direkt aus dem Mund des Bauernverbands.

Hunde essen – warum eigentlich nicht?

Jetzt weiss ich, warum ich mich als Veganerin manchmal fühle wie in der Hauptrolle von einem Horrorfilm: Ich hab das Monster gesehen und versuche alle zu warnen. Aber keiner glaubt mir…

Dr. Melanie Joy erklärt es ganz einfach und für alle verständlich.

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Warum vegan? Darum:

Ja, schon wieder dieses Thema. Sorry. Manchmal weiß auch ich fast nicht mehr, was ich dazu noch sagen soll. Es wurde alles schon gesagt. Wer es wissen will, weiß warum vegan und nicht „nur“ vegetarisch…
Seit ein paar Tagen höre ich das Schreien des Kalbs nach seiner Mutter. Mein Arbeitsweg führt mich täglich am Rand des Hofs vorbei, in dessen Stall nebst anderen Kühen die Mutter des schreienden Kalbs steht. Sie steht, soweit ich es mitbekomme, vom Morgen bis am Abend im Stall. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Vielleicht auch Jahr für Jahr. Die Milch, die ihrem Kind gehört, wird ihr genommen. Das Kalb wurde ihr auch genommen. Kurz nach der Geburt.

Das Kalb ist nun isoliert in Einzelhaft, kann seine Mutter wohl hören und riechen, aber weder sehen noch spüren. Da würde ich auch schreien. Tu ich innerlich auch.
Ich sehe, wie der Bauer am Kalb vorbei in den Stall geht zum Melken. Milch für Käse, Jogurt, Quark, Butter. Weil es halt so gut schmeckt. Wenn das Kalb bei der Mutter bleibt, gibt sie nur so viel Milch, wie das Kalb braucht. Und das ist für den Milchbauer zu wenig rentabel. Eine Milchkuh muss jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Das schafft sie etwa 4-5 mal, dann ist sie meist ausgelaugt und erschöpft, gibt nicht mehr genug Milch und wird geschlachtet.

Der Videoclip, den das deutsche STERN-Magazin online aufschaltet, zeigt zwar Kälber im fernen Neuseeland, die wegen der Milchwirtschaft gequält werden. Doch auch in Deutschland sind bereits Fälle von grober Vernachlässigung und brutaler Behandlung bekannt. Unrentable männliche Kälber werden auch mal zum Sterben liegen gelassen…
Viele Schweizer gehen auch gern im benachbarten Ausland Milch einkaufen. Weil’s doch so billig ist.

http://www.stern.de/panorama/video/ins-netz-gegangen/staunen/verstoerende-bilder-aus-neuseeland–so-brutal-geht-es-in-der-milchindustrie-zu-6588516.html

Ich wohne und arbeite übrigens an einem wunderschönen Ort im Berner Seeland am Jurafuss, in der Schweiz, von der gesagt wird, sie habe das strengste Tierschutzgesetz der Welt.

China ist weit weg

China ist der weltweit größte Tierhaut- Lieferant. Leder hat kaum eine Herkunftsdeklaration. Es steht auch nicht „dog“ drauf. „Made in Italy“ darf auch drauf stehen, wenn die Leder- oder Pelzteile aus China stammen.

Irgendwann hab ich verstanden, dass Leder auch Tierhaut ist und kein Abfallprodukt der Fleischindustrie, sondern ein eigener Wirtschaftszweig.

Die Tierhäute von Hunden aus China im unten stehenden Bericht von PETA Asia werden zu Handschuhen, Gürteln und anderen Accessoires verarbeitet.

ACHTUNG: grausame Bilder!

https://www.e-activist.com/ea-campaign/action.handleViewInBrowser.do?ea.campaigner.email=AQX%2FBD7sPbOLKZXsRod7mFESkN1MQhKC&broadcastId=96599&templateId=73226

Rassistische oder China-Bashing-Kommentare könnt Ihr euch sparen. Schweinen und Kühen geht es in hiesigen Schlachthöfen oft nicht besser. 3-10% der Tiere (je nach Statistik-Quelle) erleben wegen unzureichender Betäubung ihr eigenes Zerlegen bei vollem Bewusstsein.
Die Haut der Hunde liegt auch in europäischen Läden. China ist weit weg.

Zwei von den vielen tierleidfreien Alternativen sind z. B. (links: Matt&Nat, rechts allcork.ch)

http://www.allcork.ch

https://www.veganangle.com

 

Überraschung: Bolognese!

Gibt es wirklich noch Leute, die das nicht kennen? Und ob: Gestern Abend den Tisch voller Gäste, die das noch nie gegessen hatten! Präzisierung für alle, die keine Ahnung haben, wovon ich gerade rede: vegane Spagetti Bolognese.

Jan zum Beispiel findet wie ich grundsätzlich auch, dass es unnötig ist, Lebewesen zu töten fürs Essen und war glücklich, als ich ihm noch ein Glas von der Bolognese-Sauce für seine Freundin mitgeben konnte. 😊 Die Soja-Schnetzel von ALNATURA (erhältlich in größeren MIGROS-Filialen) für die Sauce kosten pro Packung CHF 2.10 und das reicht locker für 4-6 Portionen – von wegen vegane Ernährung ist teuer…

Dass es überhaupt Rest von der Sauce gab, war übrigens nur darauf zurück zu führen, dass es vor den Spagetti schon 3 Gänge gegeben hatte: Tomaten-Oliven-Brot und marinierte Veta-Würfel, Karotten-Kokos-Suppe und Gemüse-Pilz-Strudel. Zum Dessert gab’s Orangen-Zimt-Tiramisu und die unten abgebildeten wunderbaren Birnen-Mandel-Törtchen.

Natürlich alles vegan, also gewaltfrei 💓🐮🐷

Wer die Bolognese und noch vier andere sehr einfache und sehr leckere vegane Basic-Rezepte ausprobieren möchte, findet sie in diesem Link:

http://www.sueddeutsche.de/stil/rezepte-von-attila-hildmann-fuenf-vegane-gerichte-die-jedem-gelingen-1.2699518

Schweizer Philosoph erkennt: FLEISCHESSER HABEN EIN UNTERENTWICKELTES BEWUSSTSEIN

Ich weiss, der Titel klingt provokativ und könnte in einer Zeitung mit vielen Bildern auf der Frontseite stehen. Aber lies selber und bilde dir deine Meinung, denn die Meinung der Mehrheit zu haben ist nicht schwer, auch nicht immer hilfreich oder nützlich…

Frage: Haben Menschen, die über 70 Kilogramm Fleisch pro Jahr verzehren, ein unterentwickeltes Bewusstsein?

Antwort: „Ja. Viele Leute denken, dass man so etwas nicht sagen darf, weil man Leute vor den Kopf stösst, sich ein Urteil über sie erlaubt, sich für etwas Besseres hält, in private und persönliche Einstellungen eingreift und was dergleichen Phrasen mehr sind.
Aber es ist nun einmal so: der durchschnittlich Fleischverzehr bei uns erzeugt grauenhaftes Tierleid, schadet der Umwelt und der Gesundheit, vergeudet Ressourcen in Drittweltländern und sorgt für globale Ungerechtigkeit. Dabei werfen wir noch einen erklecklichen Teil unserer Lebensmittel weg.
Wir haben jedoch Alternativen zum Fleisch, wir brauchen es nicht. Das alles könnte man wissen und man könnte sein Verhalten ziemlich einfach ändern.

Man könnte sich nur schon sagen: Einmal in der Woche Fleisch, wie früher der Sonntagsbraten, und zwar gutes Fleisch, zum Beispiel Rindfleisch, nicht Fisch, Huhn oder Schwein, die man gedankenlos aus dem Meer zerrt beziehungsweise absichtsvoll zusammenpfercht, nicht günstiges Fleisch aus deutschen Akkordschlachthöfen, weil der Euro gerade günstig steht.“

Fleischverzehr ist auch nicht privat. Wenn man durch den Konsum mithilft, massive Schäden an Tieren, Umwelt, Gesundheit und Gerechtigkeit anzurichten, so geht das alle an. Wenn Fleisch in Kantinen, wenn Fleischwerbung und Fleischproduktion vom Bund subventioniert werden, geht es ebenfalls alle an. Wenn man davon lieber nichts wissen und wenn man sein Verhalten lieber nicht ändern will, dann ist das mangelndes Bewusstsein und sogar mangelnde Gutwilligkeit.“

Markus Wild, Prof. für Theoretische Philosophie an der Universität Basel

(Quelle: Programmheft, 8. Bieler Philosophietage, Das Tier und wir, 12. bis 15. November 2015, Referenten-Interviews)

Mehr zu Markus Wild:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Markus_Wild

http://www.srf.ch/play/tv/aeschbacher/video/markus-wild?id=19eed664-9e08-415b-81ab-dd54f4022351

Foto: Bieler Tagblatt

Foto: Bieler Tagblatt