BÜSIRÜCKEN – WELCH ENTZÜCKEN oder KATZE METZGEN – WELCH ENTSETZEN

EINE LÜGE IST BEREITS DREIMAL UM DIE ERDE GELAUFEN, BEVOR SICH DIE WAHRHEIT DIE SCHUHE ANZIEHT. Mark Twain

Zwei kürzlich enttarnte Lügen möchte ich hier vergleichen. Was mich interessiert ist, wer wie darauf reagiert, wenn die Wahrheit ans Licht kommt. Wer fühlt sich hinters Licht geführt?

1. Lüge: Ich esse nur ganz wenig Fleisch. Und wenn, dann aus der Schweiz und BIO.

Diesen Satz höre ich immer wieder. Das Billigfleisch aus Tierqualhaltung essen die anderen.

Aus dem folgenden Bericht geht hervor, dass laut Selbstdeklaration der Befragten 30% aller Nahrungsmittel in der Schweiz aus BIO-Produktion stammen müssten. In Wirklichkeit sind es nur 7%, also lediglich ein Viertel des genannten Anteils. Beim besonders umweltrelevanten Fleisch ist der Anteil gar am kleinsten. Die Konsumenten lügen sich also selber an. Das beruhigt das eigene schlechte Gewissen. Alles OK.  Oder nicht?

http://www.langenthalertagblatt.ch/schweiz/standard/die-konsumenten-geben-sich-gruener-als-sie-eigentlich-sind/story/27422978

Wer wird sich ob dieser Lüge entsetzen und betrogen fühlen? Die täglichen Fleischesser (ohne Fleisch kann ich nicht leben) oder Billigeinkäufer (ohne billiges Fleisch kann ich nicht jeden Tag Fleisch essen)??? Die als Lügner ertappten Konsumenten, die angeblich auf Qualität und Tierwohl achten??? Wohl eher nicht. Sie bleiben weiter angenehm anonym in der Masse der Befragten.

ES IST GEFÄHRLICH, ANDEREN ETWAS VORZUMACHEN, DENN ES ENDET DAMIT, DASS MAN SICH SELBST ETWAS VORMACHT. Eleonora Dusa

Persönlich bin ich zwar enttäuscht über das Ergebnis, aber nicht wirklich überrascht. Die grosse Mehrheit kann eigenes Fehlverhalten nicht anerkennen und entsprechend ändern, das ist ein üblicher Verdrängungsmechanismus. Es nennt sich auch kognitive Dissonanz. Das Erkennen eines Fehlers würde ja bedeuten, dass man etwas ändern sollte. Und das wollen die wenigsten. Das macht mich wütend und auch traurig. Traurig, dass so viele sich und andere auf Kosten von Tierelend und Umweltbelastung weiter belügen. Es stimmt: Lüge ist hier ein trauriger Ersatz für Wahrheit.

2. Lüge: Es gibt kein Restaurant mit Namen „La Tablesuisse“, das „Büsirücken“ oder „Hunderagout“ serviert.

Büsirücken

latablesuisse.ch

Nach Erscheinen der Meldung entstanden innert kürzester Zeit Online-Petitionen, die diesem „barbarischen Brauch, dieser kranke Tradition“ ein Ende bereiten wollen. Es gab Morddrohungen und aus Anstand hier nicht übersetzbare Kommentare. Zwei Tage später wird bekannt, dass alles erfunden ist und es sich um eine sogenannte Viral-Kampagne handelt. Wofür, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar. Vorstellbar wäre eine Kampagne gegen das Verspeisen von Tieren im Allgemeinen.

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Deutsche-Werber-machen-uns-zu-Katzenfressern-17898312

Wer fühlt sich jetzt wohl verarscht? Die Vegetarier, die konsequent gar keine Tiere essen? Die Veganerinnen, die extrem konsequent auch Milchprodukte und Eier nicht auf ihrem Teller haben wollen, da auch diese mit Tierleid verbunden sind, wie unterdessen jede/r weiss? Wohl kaum. Lüge ist hier ein Mittel für „intelligent seeding“ oder einfacher gesagt: der Bericht soll zum Nachdenken anregen, in diesem Fall mittels Provokation. Das ist ihm offenbar gelungen.

Die selektiven Fleischesser könnten sich jedoch möglicherweise übertölpelt fühlen, da sie sich aus der Reserve haben locken lassen und sich vehement und teilweise mit aggressiven und hetzerischen Kommentaren und geheucheltem (selektivem) Entsetzen gegen das Züchten, Einsperren, Mästen, Töten und Essen der lieben Katzen und Hunde ausgesprochen haben. Möglicherweise, um kurz danach im Restaurant ein Schnitzel, Filet oder eine Bratwurst zu verzehren. Mit dem sicheren Wissen, dass es sich dabei ja nicht um Katze oder Hund handelt, sondern nur um ein Schwein, Kalb, Rind, Lamm oder Huhn, das gezüchtet, eingesperrt, gemästet und getötet wurde. Und das ist etwas ganz anderes als eine kranke Tradition. Oder nicht?image

RICHTIG-FALSCH

 

Das Tier – ein Mensch wie wir

Das findet nun auch der Bauerverband. Er steckt die Tiere in frisch gewaschene Sennenhemden und lässt sie so kluge Aussagen verlautbaren, als kämen sie direkt aus dem Mund des Bauernverbands.

Hunde essen – warum eigentlich nicht?

Jetzt weiss ich, warum ich mich als Veganerin manchmal fühle wie in der Hauptrolle von einem Horrorfilm: Ich hab das Monster gesehen und versuche alle zu warnen. Aber keiner glaubt mir…

Dr. Melanie Joy erklärt es ganz einfach und für alle verständlich.

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https://youtu.be/r8GR8x_SMnw

 

 

Warum vegan? Darum:

Ja, schon wieder dieses Thema. Sorry. Manchmal weiß auch ich fast nicht mehr, was ich dazu noch sagen soll. Es wurde alles schon gesagt. Wer es wissen will, weiß warum vegan und nicht „nur“ vegetarisch…
Seit ein paar Tagen höre ich das Schreien des Kalbs nach seiner Mutter. Mein Arbeitsweg führt mich täglich am Rand des Hofs vorbei, in dessen Stall nebst anderen Kühen die Mutter des schreienden Kalbs steht. Sie steht, soweit ich es mitbekomme, vom Morgen bis am Abend im Stall. Tag für Tag. Woche für Woche. Monat für Monat. Vielleicht auch Jahr für Jahr. Die Milch, die ihrem Kind gehört, wird ihr genommen. Das Kalb wurde ihr auch genommen. Kurz nach der Geburt.

Das Kalb ist nun isoliert in Einzelhaft, kann seine Mutter wohl hören und riechen, aber weder sehen noch spüren. Da würde ich auch schreien. Tu ich innerlich auch.
Ich sehe, wie der Bauer am Kalb vorbei in den Stall geht zum Melken. Milch für Käse, Jogurt, Quark, Butter. Weil es halt so gut schmeckt. Wenn das Kalb bei der Mutter bleibt, gibt sie nur so viel Milch, wie das Kalb braucht. Und das ist für den Milchbauer zu wenig rentabel. Eine Milchkuh muss jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringen. Das schafft sie etwa 4-5 mal, dann ist sie meist ausgelaugt und erschöpft, gibt nicht mehr genug Milch und wird geschlachtet.

Der Videoclip, den das deutsche STERN-Magazin online aufschaltet, zeigt zwar Kälber im fernen Neuseeland, die wegen der Milchwirtschaft gequält werden. Doch auch in Deutschland sind bereits Fälle von grober Vernachlässigung und brutaler Behandlung bekannt. Unrentable männliche Kälber werden auch mal zum Sterben liegen gelassen…
Viele Schweizer gehen auch gern im benachbarten Ausland Milch einkaufen. Weil’s doch so billig ist.

http://www.stern.de/panorama/video/ins-netz-gegangen/staunen/verstoerende-bilder-aus-neuseeland–so-brutal-geht-es-in-der-milchindustrie-zu-6588516.html

Ich wohne und arbeite übrigens an einem wunderschönen Ort im Berner Seeland am Jurafuss, in der Schweiz, von der gesagt wird, sie habe das strengste Tierschutzgesetz der Welt.

China ist weit weg

China ist der weltweit größte Tierhaut- Lieferant. Leder hat kaum eine Herkunftsdeklaration. Es steht auch nicht „dog“ drauf. „Made in Italy“ darf auch drauf stehen, wenn die Leder- oder Pelzteile aus China stammen.

Irgendwann hab ich verstanden, dass Leder auch Tierhaut ist und kein Abfallprodukt der Fleischindustrie, sondern ein eigener Wirtschaftszweig.

Die Tierhäute von Hunden aus China im unten stehenden Bericht von PETA Asia werden zu Handschuhen, Gürteln und anderen Accessoires verarbeitet.

ACHTUNG: grausame Bilder!

https://www.e-activist.com/ea-campaign/action.handleViewInBrowser.do?ea.campaigner.email=AQX%2FBD7sPbOLKZXsRod7mFESkN1MQhKC&broadcastId=96599&templateId=73226

Rassistische oder China-Bashing-Kommentare könnt Ihr euch sparen. Schweinen und Kühen geht es in hiesigen Schlachthöfen oft nicht besser. 3-10% der Tiere (je nach Statistik-Quelle) erleben wegen unzureichender Betäubung ihr eigenes Zerlegen bei vollem Bewusstsein.
Die Haut der Hunde liegt auch in europäischen Läden. China ist weit weg.

Zwei von den vielen tierleidfreien Alternativen sind z. B. (links: Matt&Nat, rechts allcork.ch)

http://www.allcork.ch

https://www.veganangle.com

 

Ohne „……..“ kann ich nicht leben!

Ich bin Präsidentin in einem Stiftungsrat. Wir sind vier Personen, die den Nachlass eines alten Ehepaars für Tiere in Not verwalten. Natürlich ehrenamtlich. Gestern haben wir eine unserer Hauptdestinäre besucht, die wir seit einigen Jahren regelmässig unterstützen, damit sie ihren Tierpark über Wasser halten kann, den sie seit über 30 Jahren betreibt. Es sind Wildtiere aus Zoos, die eingeschläfert werden sollten oder verletzte und gerettete Tiere, die von ihr aufgenommen wurden. Die gute, über 70-jährige Frau hat nebst zwei Emus, Gänsen, Hühnern, Wildkatzen, einem Luchs, Papageien und Meerschweinchen auch etwa 30 Hauskatzen, von denen sie keine einzige fremd platzieren würde, weil sie die „doch nicht aus dem Rudel nehmen kann und weil die an einem andern Ort sterben könnten. Wenn der Zoo stirbt, sterbe ich auch.“ Damit hat sie wahrscheinlich sogar Recht. Es ist ihr Lebenswerk und ihre Identifikation. Das ist sicher auch der Grund, weshalb sie verstorbene Tiere durch neue alte ersetzt. Zum Beispiel das alte Schwein, das sonst geschlachtet würde. Im Anschluss an den Besuch sind wir zusammen essen gegangen, um die Eindrücke etwas zu verarbeiten und das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Stiftung sollte und möchte vor allem präventive, konstruktive und nachhaltige Projekte unterstützen. An der nächsten Sitzung müssen wir das weitere Vorgehen definieren. Beim Essen kommen wir nahe liegend aufs Thema Ernährung zu sprechen. Ein Stiftungsrat erwähnt, welche Milch für ihn die beste sei und beim Latte Macchiato den schönsten Schaum hergebe. Ich sage, dass es eine Weile gedauert hat, bis ich die Pflanzenmilch gefunden habe, die mir am besten schmeckt und den besten Schaum hergibt. Alle Anwesenden wissen, dass ich seit vielen Jahren kein Fleisch esse. Aber warum jetzt auch keine Milch mehr?image Ich stelle die Frage, warum eine Kuh Milch gibt. Kurzes Überlegen… Dann: „Weil die Kuh Gras frisst.“ … ??? … Ich war mir fast sicher, dass diese Antwort kommen würde. Die kommt in mindestens 2 von 3 Fällen, wenn ich sie stelle. Genau das ist es: Eine Mehrheit der Menschen in unserer westlichen, „zivilisierten“ Gesellschaft erkennt viele Vorgänge und Zusammenhänge in der Natur nicht mehr, da wir davon entfremdet sind. Wenn ich erwähne, dass eine Kuh nur Milch gibt, wenn sie ein Kalb hat, kommt meist erst ein protestierendes „Aber bei dem Bauern, den ich kenne, stehen Kühe im Stall und die geben einfach Milch…“ Der Veterinär in unserer Runde bestätigt sachlich, dass eine Kuh etwa 9 Monate lang Milch gibt, wenn sie ein Kalb hat. http://alpensepp.com/kaese-wiki/laktationsperiode Ich persönlich bin der Meinung, diese Milch sollte hauptsächlich für ihr Kalb sein. Doch dieses wird mit prozentual sehr geringen Ausnahmen (Mutterkuh- oder Ammenkuhhaltung) innert Stunden oder Tagen nach der Geburt von der Mutter getrennt und steht dann bis zur Schlachtreife zum Beispiel im Iglu, sehr oft in Einzelhaltung. Solche Iglus sehe ich manchmal, wenn ich mit meinem Hund spazieren gehe… :-(( Artgerecht wäre dies – aber so oder so: auch auf dem BIO-Hof wird das Kalb früher oder später von der Mutter getrennt…

CH 2014

CH 2014

http://alpensepp.com/kaese-wiki/laktationsperiode Ich verurteile niemanden dafür, dass er Milchprodukte konsumiert. Selbst habe ich die weit reichenden Zusammenhänge und Konsequenzen der Milchwirtschaft auch erst mit diesem kurzen , unblutigen und gewaltlosen Film erkannt. https://m.youtube.com/watch?v=IzOjqeKdYn8 Danach wollte ich nicht mehr zurück. Wissen kann nicht rückgängig gemacht werden. Innerhalb von wenigen Wochen habe ich von vegetarisch auf vegan umgestellt. Mit diesem Bild möchte ich niemanden provozieren. Wirklich nicht. Aber vielleicht zum Nachdenken anregen… nach dem Motto: ICH WILL GAR NICHT, DASS DU DASSELBE DENKST WIE ICH. ICH WÜNSCHE MIR NUR, DASS DU SELBER DENKST. image Jemand in der gestrigen Runde sagte, es gehe doch vor allem um die WERTSCHÄTZUNG des tierlichen Produktes. Ich meine, es geht auch um die MASSE. Die Wertschätzung ist die Voraussetzung schlechthin, damit du dir überhaupt Gedanken machst, woher was kommt und wenn du erkennst, dass dahinter ein fühlendes Lebewesen mit Angst, Schmerz und Lebensfreude steckt, wirst du deinen Konsum von tierlichen Produkten vielleicht mal reflektieren, möglicherweise reduzieren und im besten Fall einstellen. Oder eben nicht, weil du findest, das ändert eh nichts an der Masse. Ein Stück Zeitungspapier lässt dich noch nicht ans oberste Bücherregal kommen. Wenn du 1000 aufeinander legst, schon… Die Aussage „ohne Käse und Jogurt könnte ich nicht leben“ könnte von mir sein. Noch vor einem Jahr hätte ich dies bestätigt. Und doch:

alles ohne Milchprodukte: Latte Macchiato, Zwetschgen-Streuselkuchen, "Quarktorte"... (Vom Tiramisu hab ich leider kein Foto ;-) und von den Gästen gelobt und nicht bemerkt, dass es "nur" pflanzlich ist... ;-)

Diese leckeren, selbst gemachten Sachen alle OHNE Milchprodukte: Latte Macchiato, Zwetschgen-Streuselkuchen (ist momentan bei uns DER Renner), „Quarktorte“ mit Himbeeren und Mandarineneis…  wurden von den Gästen gelobt und nicht bemerkt, dass es „nur“ pflanzlich ist… Vom Tiramisu hab ich leider kein Foto 😉

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Dies sind nur drei kleine Beispiele. Der Latte Macchiato schmeckt mir übrigens am besten mit dem BIO-Sojadrink vom MIGROS, Nature oder noch besser mit Kalzium angereichert. Nicht wegen dem Kalzium, sondern wegen dem Geschmack. Ach ja, der Geschmack… ein tolles Thema! Da habe ich doch kürzlich festgestellt, dass jemand – oder möglicherweise sogar mehrere Leute aus meinem Arbeitskollegium – sich an meiner Sojadrink-Packung bedient, die im Kühlschrank des Lehrerzimmers steht. Und dies offenbar nicht nur einmal… Ich interpretiere mal: Soja schmeckt einfach nicht… wääh… ehm… also ich probier mal… das muss ja keiner wissen… na, schmeckt ja ganz passabel… Ich ziehe das Experiment jetzt weiter und lasse noch so gern alle, die unerkannt Sojadrink im Kaffee probieren wollen, dies tun, ohne das Risiko einzugehen, sich vor den anderen zu outen, dass es doch ganz gut schmeckt… Wie Albert Einstein schon sagte: ES IST SCHWIERIGER, EINE VORGEFASSTE MEINUNG ZU ZERTRÜMMERN ALS EIN ATOM. – Und der muss es ja wissen.. Mehr sehr Leckeres gibt es von der sehr hübschen und sympathischen Kochbuchautorin Nicole Just im Buch: imageimage Und ganz neu gibt es jetzt auch: LA VEGANISTA backt! Es gibt verschiedene Gründe, sich vegan zu ernähren.  https://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/anti-milch-pro-gesundheit?utm_content=buffer55571&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer Es hat sich herausgestellt, dass es nebst den für mich in erster Linie ethischen, aber auch gesundheitlichen und ökologischen Gründen, mir persönlich vor allem SPASS macht, Neues zu entdecken und meinen Gästen aufzutischen. Bis jetzt sind alle immer wieder gekommen 😉 Und ohne was kannst DU nicht leben???

Heute schon Schwein gehabt oder nur ein Schinken-Sandwich?

Kürzlich erzählte mir eine Kollegin, ihr Mann habe betont, dass er ja gar nicht jeden Tag Fleisch esse. Worauf sie ihn fragte: Und was war denn der Schinken gestern in deinem Sandwich?
Viele Menschen sind so von der Natur entfremdet oder beherrschen die kognitive Dissonanz so vorbildlich, dass sie gar nicht mehr wahr nehmen, woher die Nahrungsmittel eigentlich kommen.
Erstaunlicherweise hat für viele Wurst, Cervelat, Schinken, Aufschnitt etc. nicht dieselbe Bedeutung wie Fleisch.
Tatsächlich waren all diese in Folie verschweissten genormt geformten Stücke einmal Teil eines lebenden Tieres, das dafür sterben musste: Meistens ein Schwein.
Glaubst du, dass es Mastschweinen in der Schweiz besser geht als den in den kürzlich mehrfach gezeigten buchstäblich armen Schweinen in deutschen Massenbetrieben? Demnach könntest du mit gutem Gewissen ein Schinkensandwich essen, oder?

Bildquelle: tier-im-fokus.ch (TIF)

Bildquelle: tier-im-fokus.ch (TIF)

Abfall: Tote oder nicht lebensfähige Ferkel...

Abfall: Tote oder nicht lebensfähige Ferkel…

 

Wenn aufgedeckt wird, dass Hunde im eigenen Kot stehen, verwahrlost, ohne Bewegung und ohne Spielmöglichkeit eingesperrt sind, geht ein Aufschrei des Entsetzens durch die Medien und die Menge der fleischessenden Mehrheit. Wenn Hundewelpen in Eimer geschmissen oder zum Sterben einfach liegen gelassen würden, weil die Hundemutter zu wenig Zitzen hat, um alle zu säugen, würden wohl nicht wenige auf die Strasse gehen und versuchen, etwas dagegen zu tun.
Welche Heuchelei! Warum ist das bei den Schweinen nicht so?
Eine halbe Million Schweine lebt – nein, vegetiert – IN DER SCHWEIZ so vor sich hin, mit dem einzigen Ziel, mölichst rasch und kostengünstig fett und somit schlachtreif zu werden.
Schweine sind übrigens intelligenter als Hunde. Ich liebe meine beiden Hunde. Aber was den Schweinen – auch in der Schweiz mit dem ach so vorbildlichen Tierschutzgesetz – zugemutet wird, ist unter jedem Hund!
Die folgende Website zeigt aktuelles Bild- und Filmmaterial aus der Schweiz. „Einzelfälle“, werden die zuständigen Stellen nicht müde zu betonen. Wohl eher nicht: Die Beispiele mit über 1000 Bildern stammen aus 12 Betrieben in vier Kantonen (Bern, Luzern, Waadt, Fribourg) und zeigen alle dieselben Missstände auf. Überlege dir doch mal, ob es wirklich nötig ist, dieses Fleisch zu essen…

http://schweine-report.ch/?page_id=192

I’m so f**king tolerant!

WHY SHOULD I BE TOLERANT TOWARDS VIOLENCE???

Ich weiss, Veganer sollten sich einfach um mehr TOLERANZ bemühen. Nicht immer dieses Weltverbesserungs-blablabla und überhaupt, hey, das Leben ist doch so schön! Stimmt, aber nicht für alle…

Gestern hat mir eine Tierärztin erzählt, dass das Schlachten von trächtigen Kühen auch hier in der Schweiz an der Tagesordnung ist. Die ausgemergelten, dauerzwangsgeschwängerten Kühe, die die Kraft nicht mehr aufbringen normal zu gebären, werden im Alter von etwa 4 Jahren (bei einer natürlichen Lebenserwartung von etwa 30) trächtig geschlachtet, da sich ein CHF 500.–Kaiserschnitt einfach ’nicht lohnt’….

Ich bin verdammt tolerant, wenn es um dies geht:

Hautfarben, Geschlechter, Staatsangehörigkeit, Glaubensrichtungen, sexuelle Orientierung, Lebensgestaltung usw.

ABER WARUM IN ALLER WELT SOLLTE ICH TOLERANZ ZEIGEN GEGENÜBER GEWALT???

Vielleicht hilft dieser Beitrag mit, warum es Veganern manchmal so schwer fällt, der Gewalt gegenüber Tieren immer nur so f**king tolerant zu sein.

Bild: Nachrichten in ndr.de, 25.03.2014

Dazu auch aufschlussreich in der Fachzeitung SCHWEIZER BAUER: http://www.schweizerbauer.ch/tiere/milchvieh/6-prozent-der-schlachtkuehe-traechtig–16651.html

In Deutschland sieht’s leider nicht besser aus…

http://www.ndr.de/nachrichten/Leidvoll-Das-Schlachten-traechtiger-Kuehe,kaelber113.html

http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama-3/Leidvoll-Das-Schlachten-tr%C3%A4chtiger-K%C3%BChe/NDR-Fernsehen/Video?documentId=20385386&bcastId=14049184&mpage=page.moreclips

Und hier noch die Worte einer angehenden Veterinär-Medizinerin, die ein Praktikum in einem Schlachthaus absolvieren musste:

„Erzählen möchte ich, dass immer wieder inmitten dieses schleimigen, blutigen Berges ein trächtiger Uterus zu finden ist, dass ich kleine, schon ganz fertig aussehende Kälbchen in allen Größen gesehen habe, zart und nackt und mit geschlossenen Augen in ihren schützenden Fruchtblasen, die sie nicht zu schützen vermochten, – das kleinste so winzig wie ein neugeborenes Kätzchen und doch eine richtige Miniatur-Kuh, das größte weich behaart, braunweiß und mit langen seidigen Wimpern, nur wenige Wochen vor der Geburt.“

Wird uns das Lachen noch vergehn? (reload mit update)

Update 28.06.2014:
Die Erklärung für den Original-Titel „Euch wird das Lachen noch vergehn“ kommt in diesem Post erst gegen Ende des Textes, bei dem Eisbären-Cartoon. Das haben offenbar nicht alle durchgehalten und alleine schon wegen des Titels nicht weiter gelesen. Somit ist natürlich das Ziel verfehlt.
Mein liebster Kritiker hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass dieser Titel auf ihn belehrend wirke. Ich nehme konstruktive Kritik sehr ernst, denn ich kann daraus lernen. Den Titel habe ich nicht angepasst, um meinem Kritiker zu gefallen, sondern aus 2 Gründen:
1. Belehrend möchte ich nicht sein
2. Bei näherer Betrachtung – oder eher: jetzt aus der Distanz betrachtet – empfinde ich den Satz eher als Drohung. Und drohen möchte ich auch nicht.
Der folgende Text will nicht besser wissen, nicht belehren und nicht missionieren. Mit Esoterik habe ich nichts am Hut. Dies sind alles konkrete Kritikpunkte, die angebracht wurden und zweifellos weiter angebracht werden, wenn ich meine Meinung äussere. Deshalb habe ich diese einleitenden Zeilen geschrieben. Es ist meine persönliche Sicht der Dinge, meine Erfahrungen in Diskussionen und die Konsequenzen, die ich daraus ziehe.

Tierschützer haben nichts zu lachen. Sie werden täglich mit dem unendlichen Leid der Tiere konfrontiert und müssen aufpassen, dass sie nicht vor lauter Frust irgendwann nur noch deprimiert und ausgebrannt vor der Glotze hocken und mit Bier und Wurst die WM begrölen.
Oder nur noch wütend und daher unsachlich argumentieren. Ich finde meine Wut legitim und verständlich, da ich mich immer wieder mit der Gleichgültigkeit vieler Menschen dem Tierleid gegenüber abfinden muss.
Vegetarier haben noch weniger zu lachen.
Und Veganerinnen haben gar keinen Spass am Leben. Was essen die eigentlich noch?
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Heute schreibe ich zum ersten Mal auf diesem Blog in der „wir“- Form. Damit meine ich jetzt „uns“ Tierschützer. Oder meine ich „uns“ Vegetarier? Oder sogar „uns“ Veganer? Das weiss ich jetzt selber nicht so genau. Die Veganer lass ich mal beiseite, die sind extrem.
Zurück zu den Tierschützern.
Ist ein Tierschützer automatisch einer, der auf Fleisch verzichtet? Oder streichelt die rechte Hand den Hund, während die linke eine Gabel Fleisch von einem anderen Tier in den Mund schiebt?
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Das war jetzt ein typischer Vegetarier-Satz. Natürlich ohne Fleisch auf der Gabel. Denn die Fleischesser haben ja eh beide Hände voll mit dem Besteck zu tun.
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Ich lege mich mit dem „wir“ doch mal auf die extremen Veganerinnen fest, damit sich die Fleischesser unter den Lesenden nicht aus „den Anderen“ ausgeschlossen fühlen, die ja wohl auch viele Tierschützer beinhalten. Denn fast alle Fleischesser sagen, dass sie Tiere lieben und ihnen kein Leid zufügen wollen. Viele von ihnen haben sogar Haustiere.
Obwohl ich zugebe, dass es für mich einen leicht schizophrenen Ansatz hat, wenn die eine Hand den Hund streichelt und die andere das Schwein in den Mund schiebt. Gut, ich will nicht Haare mit dem Messer spalten. Interessant dazu ist aber der Begriff KOGNITIVE DISSONANZ. Warum reagieren Fleischesser oft so komisch den Vegetariern gegenüber? http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz

Ich esse seit 35 Jahren kein Fleisch mehr, weil ich die Schreie der Tiere im Schlachthof gehört habe. Mein Zimmerausblick zeigte mir jeden Montagmorgen die Schweine- oder Rinderhälften an den Haken.

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Bildquelle: wohlundtoll.com

Nein, ich hab’s nicht IM Schlachthof gesehen, sondern ausserhalb der Tötungshalle. Davon hab ich jetzt aber kein Bild. Ich war ja erst 6 oder 7 und hatte auch kein Smartphone. Damals durften die geschlachteten Tiere noch gezeigt werden, es hat sich kaum einer darüber aufgeregt.
Zum Glück fand meine Mutter, dass die Vitamine eh im Gemüse liegen.

So durfte ich das Fleisch auch mal liegen lassen. Irgendwann hab ich kapiert und wollte die toten Tiere gar nicht mehr essen. Bin ich deswegen extrem?
Wie ein Kind erklärt, warum es Fleisch essen als falsch erachtet, ist in diesem kurzen Film schön zu sehen:
https://www.google.ch/search?q=luiz+antonio+vegetarier&ie=UTF-8&oe=UTF-8&hl=de&client=safari
Eine gewaltfreie Welt ist eine Idealvision. Dort Gewalt zu mindern und zu verhindern, wo ich Einfluss nehmen kann, will ich es auch tun. Gewaltfrei bedeutet für mich auch, dass keine Tiere für menschliche Gaumenfreuden getötet oder ausgebeutet werden.
Was tot auf dem Teller liegt, kann ja, zum Glück für die Tiere, auch nicht mehr gequält werden.
Mit Ausnahme von gewissen perversen Praktiken, bei denen das Hirn von noch lebenden Schafen oder Affen gegessen wird. Aber das geschieht nur in diesen unterentwickelten Ländern, wo sie eh alles essen, was sich bewegt. Affen, Hunde, Katzen und Meerschweinchen essen? Wäääh!! Hühner, Kühe, Kaninchen und Schweine, jaaa!

Anständig essen, Karen Duve

Anständig essen, Karen Duve

Tiere sollen lebend im Schlachthof ankommen. Verendete Tiere sind nämlich vom Verzehr ausgeschlossen. Das wird auch kontrolliert. Die Veterinärmedizin-Studentin im Praktikum stellt z.B. fest, wie viele Schweine schon während dem Transport zum Schlachthof an Kreislaufversagen oder Verdursten verendet sind. Dazu gibt es hier den Bericht einer deutschen Medizinstudentin zu lesen. Sie gab der Albert Schweitzer Stiftung nach ihrem obligatorischen Praktikum im Schlachthof ein Interview:
http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/schlachthof-praktikum-interview

Fürs Töten der Tiere wird auch einer bezahlt, zwar meist schlecht und unter miserablen Arbeitsbedingungen. Der muss töten im Akkord – weshalb nach unterschiedlichen Schätzungen und Statistiken 2-10% der Schlachttiere nicht richtig betäubt sind und bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten werden. Immerhin sind also 90-98% der Tiere ordentlich betäubt. In welcher Kategorie das Schnitzel auf dem Teller war, ist nicht mehr eruierbar.
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Viele halten es irgendwann nicht mehr aus. Andere halten länger durch, sind oder werden Alkoholiker und behandeln dann die Tiere wie Dreck.
Anstatt hier den Bericht eines Schlachters zu verlinken, der von diesen Horrorszenarien berichtet, die dann eh die meisten als übertrieben abtun (siehe oben unter „kognitive Dissonanz“) hier der Bericht eines Metzgers, der aus ethischen Gründen Veganer geworden ist:
http://www.berliner-kurier.de/brandenburg/brandenburger-metzger-legt-sein-beil-nieder-gesinnungswechsel-bei-fleischer—jetzt-isst-er-nur-noch-vegan,7169130,16576984.html

Allein in der Schweiz werden täglich 150’000 Tiere geschlachtet. Das deckt den Fleischhunger nicht. Ein Viertel wird zusätzlich importiert.

Die ungeborenen Kälbchen sind jetzt aber noch nicht mitgezählt. Die sterben als Abfall, weil oft nicht bemerkt wird, dass geschlachtete Muttertiere trächtig sind. In der Schweiz ist das laut neusten Angaben in der Berufszeitung „Schweizer Bauer“ bei immerhin 6% der Kühe der Fall.

http://www.schweizerbauer.ch/tiere/milchvieh/6-prozent-der-schlachtkuehe-traechtig–16651.html
http://www.ndr.de/nachrichten/Leidvoll-Das-Schlachten-traechtiger-Kuehe,kaelber113.html

Das wären pro Jahr bei ca. 400’000 geschlachteten Kühen etwa 24’000 Föten, die ersticken und im Müll landen.

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Quelle: ndr.de Nachrichten

Oder vielleicht im Hundefutter? Oder etwa in einer Wurst? So genau wollen das die meisten eh nicht wissen. Also ich weiss es jedenfalls nicht. Ich esse das ja auch nicht. Also kann es mir egal sein. Ist es aber nicht.

Das ist der Punkt, der viele Fleischesserinnen stört und bisweilen aggressiv macht: Dass es „uns“ nicht egal ist, was auf dem Teller „der Anderen“ liegt. Ist doch ihre Sache, oder?

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Weltweit sind es 1000 Tiere pro Sekunde, die für Nahrung geschlachtet werden.
Täglich sterben bis zu 40’000 Kinder an den Folgen von Unterernährung.
Fleischproduktion hat den höchsten Anteil an Landbedarf und verursacht 60% des CO2-Ausstosses.
50% der Getreideernte und 90% der Sojaernte wird für die Fleischproduktion verwendet.
Das bedeutet, dass die Landwirtschaft mehr Nahrung vernichtet als dass sie produziert.
Ist es wirklich jeder Manns und jeder Frau Sache, ob und wie viel Fleisch er oder sie isst?

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https://nachhaltigkeit.unibas.ch/projekte/verpflegung/ernaehrung-und-klima/

Gestern Routine-Kontrolle beim Gynäkologen.
Er: Und, wie geht’s?
Ich: Sehr gut… ernähre mich ja auch gesund… (…) esse kein Fleisch…
Er: Das ist sehr gut. Fleisch ist gut für die Krebszellen… (…)
Mein Gynäkologe isst selber Fleisch. Und das hat er wirklich genauso gesagt.
http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/brustkrebs-rotes-fleisch-kann-risiko-erhoehen-a-974284.html
Diese Aussage darf also als neutral gewertet werden, was bei Tierschützern (oder Veganerinnen?) ja oft nicht der Fall ist, weil die immer gleich so emotional und missionarisch werden. („Vegansein ist sowas wie eine Ersatzreligion.“)
Es erscheint regelmässig in wissenschaftlichen Untersuchungen. Die Zusammenhänge von Volkskrankheiten und Fleischkonsum sind an sich bekannt. Sie werden weiter verdrängt und beschönigt. Also von den anderen, den Fleischessern. Gibt es übergewichtige Vegetarier oder Veganerinnen?

Tierschützer nerven. Sie posten blutige Bilder und erzählen von Grausamkeiten, die an gewisse dunkle Kapitel aus der Geschichte erinnern.
Deshalb werde ich jetzt über was anderes berichten.
Hast du als Baby die Milch von deiner Mutter getrunken?
Wenn ja, warum? Doofe Frage, oder? Genau, du hast deine Muttermilch getrunken.
Warum eigentlich nicht Milch von einem Hund oder einem Schwein oder einer Giraffe?
Hä??? Eeehm… also weil die Milch von der Giraffenmutter nur für die Giraffenbabys ist…?
Warum also sollten Menschen Kuhmilch trinken?
Eine ganzheitliche Sicht wäre hier wünschenswert und hilfreich fürs Verständnis.

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Für jeweils etwa 5000 Liter Kuhmilch wird ein Kalb neu geboren, das in den meisten Fällen sofort oder nach ein paar Stunden oder im besten Fall nach wenigen Wochen von der Mutter getrennt wird. Ist es männlich, ist es für die Milchproduktion überflüssig und landet nach wenigen Monaten beim Schlachter.
Wenn das Tier Pech hat, wird es vorher noch Stunden lang durch Europa gekarrt und muss noch lebend (wegen den EU-Subventionen) am Zielort abgeladen werden. Wenn das Leiden so kurz wäre wie in dem lustigen 6-Sekunden-Cartoon, wäre das ja noch was anderes…

Ist es ein weibliches Kalb, wird es wie seine Mutter in den Kreislauf der Milchproduktion eingeführt.

Immer wieder schauen mich Bekannte und Freunde mit grossen, fragenden Augen an, wenn ich sie mit dieser Tatsache konfrontiere und die einfache Frage stelle: „Warum gibt eine Kuh Milch?“.
Ich bekomme tatsächlich Antworten wie „weil es eine Milchkuh ist“ oder „ja, die Kuh gibt einfach Milch“.
Kühe geben nicht „einfach so“ ihre Milch.
Durch die Naturentfremdung der Menschen ist den meisten der Zusammenhang der Kuhmilch zu Schwangerschaft und Geburt nicht mehr präsent.
Kühe sind Säugetiere. Sie geben Muttermilch für ihre Kinder, die Kälber. Will der Mensch die Milch und das Kalbfleisch gewinnen, muss er also nicht nur die Kühe erst schwängern, sondern ihnen auch ihre Kinder wegnehmen. Auch die tollsten Biobauernhöfe müssen sich diesem Faktum des Lebens stellen.
Der folgende kurze Film hat mich vor etwa 3 Monaten veranlasst, künftig weitgehend auf Milchprodukte zu verzichten. Es ist darin zu sehen, wie ein Kalb von seiner Mutter getrennt wird. Da gibt es kein Blut, keine offensichtliche Gewalt, keine Brutalität. Es ist der ganz „normale“ alltägliche Ablauf in der Milchwirtschaft.
Eine Kuh hat übrigens eine natürliche Lebenserwartung von etwa 30 Jahren.

Die Mehrheit der Menschen in Asien hat bekanntlich eine Laktoseintoleranz.
http://de.wikipedia.org/wiki/Laktoseintoleranz
Was heisst das? Dass sich die Menschen in der westlichen Welt einfach an die Kuhmilch gewöhnt haben. Es ist eine relativ junge genetische Mutation. Ist es deswegen normal, nützlich und natürlich, weiterhin Kuhmilch zu trinken???

Veganer essen nicht mal Hühner, die sind also sogar gut zu Vögeln. Das ist doch was Gutes. Make Love, not War!
„Die Anderen“ finden „uns“ Veganer extrem. Ich finde vegan sein normal und Kuhmilch trinken extrem.
Was sich Veganer alles sagen lassen „müssen“, ist normalerweise extrem. Und das ist extrem normal.
Das Normalste ist die Frage: „Ja, was kannst du denn dann noch essen?“ Warum wollen das die Fleischesser eigentlich wissen?
Ich habe manchmal den Eindruck, sie erwarten die Antwort: „Na, nur noch Körner“, um sich zu vergewissern, dass Veganer exotische Spinner sind.
Wer das meint, kann mal ein veganes Kochbuch zur Hand nehmen. Zum Beispiel: La Veganista von Nicole Just
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Super lecker!
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Super hübsch!

Ein überzeugter Fleischesser, der sich nichts verbieten lassen will, konfrontierte kürzlich die Gruppe „Für die Schliessung aller Schlachthäuser im Kanton Bern“ (ja, diese Gruppe gibt es wirklich und sie organisiert eine Demo am 12.07.2014) mit der Kritik, sie sollten doch bitte zuerst mal im Ausland diese widerlichen Tierquäler bekämpfen.
Ich will niemandem etwas unterstellen, aber wenn Leute immer zuerst auf die Fehler der Ausländer schauen, kommt mir ein leiser Verdacht…

Mir wurde auch schon unterstellt, ich verzichte unter dem „Deckmantel des Tierschutzes“ auf tierliche Produkte, aber eigentlich ginge es mir nur um Selbstverwirklichung.

Wenn du als mir gewogene Leserin, als mir gewogener Leser, nun nach dieser Lektüre über deinen Tellerrand hinaus zu denken wagst, bin ich von Herzen glücklich über meine Selbstverwirklichung, weil auch sie auf dem Weg zu einer gewaltfreien Welt und weniger Leid einen kleinen Schritt beitragen kann.

Nun werde ich mal ne Zeit lang Blog-Pause machen und in meiner freien Zeit neue Rezepte ausprobieren…
Das vegane Tirami-su hat jedenfalls gestern seine Premiere mit Erfolg bestanden und wurde bis zum letzten Löffel ausgeputzt.
Und: Nein, niemand hat bemerkt, dass es vegan war…