
TIERISCHES
Brücken schlagen statt Tiere schlachten
Er steigt auf BIO um und pflanzt Neues oder längst Vergessenes, aber Bewährtes an. Er nennt den Hof Tierarche. Aus dem Nutztierbetrieb der Eltern macht der Sohn einen Lebenshof. Zweifellos werden andere zukünftige Landwirte dem Beispiel folgen, auch wenn ein paar abschätzige oder gar dumme Sprüche am Stammtisch noch das Unverständnis zum Ausdruck bringen, dass da einer die Tiere einfach leben lassen will, statt auf Kosten ihrer Würde oder ihres Lebens Geld zu verdienen.
Menschen wie Urs Marti aus Kallnach haben und machen Mut!

Urs Marti mit Stier Luca – Foto: Raphael Moser
Hier der vollständige Bericht in der Berner Zeitung vom 21.10.2017: https://www.bernerzeitung.ch/region/bern/er-krempelt-den-hof-des-vaters-um/story/23486816
Für die 40 Rinder werden noch Patenschaften gesucht:
„Diese ermöglichen den Rindern bzw. einem Rind ganz konkret, ein langes und würdevolles Leben frei von menschlichen Nutzungs-Ansprüchen.“
Der Link zur Tierarche Kallnach:
Falsche Sprache
RÜCKTRITT VON NATIONALRAT JONAS FRICKER – Leserbrief
Betreff: Berichterstattung in der NZZ am 03.10.17 zu Jonas Frickers Rücktritt
SPRACHNUANCEN
Von der NZZ hätte ich etwas mehr Feingefühl und vor allem fundierte Kenntnis der deutschen Sprache erwartet. Der reisserische Titel „Auschwitz-Vergleich“ grenzt an Verleumdung. Nationalrat Fricker äusserte eine Assoziation, das ist etwas Anderes. Er hat weder Menschen mit Schweinen verglichen – was unserer Spezies angesichts der Weltlage nicht nur im übertragenen, sondern auch im biologischen Sinn durchaus anstehen würde (das wirkliche Entsetzen liegt in der Haltung des Speziesismus begraben: es darf gar nicht sein, dass Schweine mit Menschen verglichen werden) – noch hat er den Holocaust verunglimpft. Seine zweifellos ungeschickte Formulierung hat dazu geführt, dass einmal mehr über das Verbrechen der Tötung von 6 Millionen Menschen im dritten Reich gesprochen wird, echtes oder geheucheltes Entsetzen der Medien zelebriert wird, was einen derart grossen Druck erzeugt hat, dass Fricker als Nationalrat für seine Partei untragbar wurde. Über die zoologische Spezies der annähernd 3 Millionen armen Schweine in der Schweiz, die Jahr für Jahr für unsere heilige Bratwurst in den sicheren Tod gefahren werden, redet nun im Parlament zumindest eine schöne Zeit lang keiner mehr.

Auch in der Schweiz erlaubt: Kein Einstreu, kein Auslauf Bild: tier-im-fokus.ch (TIF)
Du sollst töten!
Isst du Fleisch? In der Metzgerei einkaufen ist einfach. Vakuumverpackte, unkenntlich gemachte Tierteile im Supermarkt noch einfacher. Aber was passiert mit dir, wenn du deinen Hasenbraten, das Pouletflügeli oder gar das Rindsfilet selber mit dem Bolzenschuss tötest?
Fotos: Blick am Abend
Die Redakteurin Silvia Tschui hatte den Mut, es auszuprobieren. Auf den Fotos fühlt sie sich sichtlich unwohl. Beim Todesschuss weinte sie. Warum tut sie sich das an? Hier ihr Bericht: einnehmend und herzzerreissend geschrieben. Einige wünschen ihr den Tod. Was wiegt mehr: die zweifellos ambivalente Selbsterfahrung oder die Absicht, anderen die Augen zu öffnen?
11/27 OMG es hat Nippel!
An alle, die jetzt wegen „Nippel“ angeklickt haben: Sorry, hier geht es nicht um Sex, sondern nur ums Essen: Schon mal Nippel gegessen?
http://vegan.ch/2016/08/das-nipplegate-der-fleischkonsums/

Foto: Reddit/Misssmeg
Warum vegan? 9/27: Weil wir können!
Dieser Artikel von Sybille Berg ist ganz einfach und ganz grandios.
Warum töten wir? Warum zerstören wir? Warum tun wir, was wir tun? Die Antwort ist grandios einfach: Weil wir es können.
6/27 warum vegan?
Weil kein Tier freiwillig in den Schlachthof geht!

Rund 10 Personen waren nötig, um das Tier in eine umzäunte Wiese zu treiben. ©Kapo BL
5/27 Nicht normal
Mein 5. Grund für ein veganes Leben:
Unsere industrielle Vernutzung der Tiere ist ein einziges widerliches Elend.
Wenn das normal ist, bin ich gerne extrem:

Bild: Karin Hofer / NZZ
Das Oberverwaltungsgericht Münster hat die Massentötung von Eintagsküken für vereinbar mit dem deutschen Tierschutzgesetz erklärt. Die Ethik habe keinen Vorrang vor der Rentabilität der Brütereien.
Den ganzen Text gibt’s hier:
4/27 Schlachthof im Keller
Haben Fleischesser eine unbewusst selektive Wahrnehmung – auch „kognitive Dissonanz“ genannt: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz – oder belügen sie sich bewusst selber? Anders kann ich die Kontroversen zum Essen von toten Tieren nicht plausibel erklären:
Warum heisst es „Fleisch“ und nicht „tote Tiere“?
Warum ekeln sich die meisten Menschen davor, ein totes Tier anzufassen, haben aber kein Problem, dieses zu essen?
Warum bestätigen die meisten Menschen, selber kein Tier töten zu können, aber dass andere es an ihrer Stelle töten, ist OK? (Was diese „Arbeit“ mit einem macht, lasse ich hier mal weg.)
Warum finden die meisten Fleischesser es abartig, (s)einen Hund zu schlachten und zu essen, aber völlig normal, dies mit dem mindestens ebenso intelligenten Schwein zu tun?
Hund oder Schwein? Weisst du Bescheid? http://pt.slideshare.net/mobile/peta2/hund-oder-schwein
Warum bezeichnen sich also die meisten Menschen als Tierfreunde und essen selektiv einige Arten?

Konsequenterweise müssten sie sich eher Hundefreunde, Katzenfreunde und Pferdefreuende nennen. Gibt es denn auch Schweinefreunde, Ziegenfreunde oder Kuhfreunde?
Dieses Dilemma wird seit bald hundert Jahren unter anderem mit dem Begriff des Speziesismus erörtert. Dabei wird Speziesismus als Unterdrückungsform mit Parallelen zum Rassismus oder Sexismus unter Menschen gesehen.
Theodor W. Adorno spricht von der Gesellschaft als eine große „Aktiengesellschaft zur Ausbeutung der Natur“, Max Horkheimer von einem „Haus, dessen Keller ein Schlachthof“ ist.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Theodor_W._Adorno
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Max_Horkheimer
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Speziesismus
Mein persönlicher 4/27 Gründen, vegan zu leben: Nein, ich will keinen Tier-Friedhof in meinem Magen und auch keinen Schlachthof im Keller meines Hauses!
Leben oder Tod nach Ostern
Was war nochmal der Sinn des Osterfestes?
Das Leiden und der Tod wird überwunden: wir feiern das Leben! Das Ei als Symbol der Fruchtbarkeit, der Hase als fortpflanzungsfreudige Kreatur, das Küken, das aus dem Ei schlüpft: eine Verwandlung wie die Auferstehung.

Foto: Freeimages.com / Iwan Beijes
Das Lamm als Osterbraten ist übrigens keine historisch oder gar durch die Bibel belegte Tradition. Es ist ganz einfach so, dass im Frühling viele Jungtiere geboren werden und dann überzählig sind, um nicht zu sagen überflüssig.
Die Hühner, die unsere vielen bunten Ostereier gelegt haben, werden zu Tausenden auch kurz nach Ostern geschlachtet, da sie mit eineinhalb Jahren das Alter erreicht haben, wo sie nicht mehr so viele Eier legen, dass es rentiert.
Von den Millionen männlichen Küken, die geschreddert und vergast werden, berichtet aktuell auch die ANNABELLE:
http://www.annabelle.ch/leben/gesellschaft/küken-schreddern-vergasen-42144
Na dann: viele, viele bunte Eier und frohe Ostern!